Badminton: Regionalliga-Schlusslicht SC BW Ostenland unter Druck
»Wir geben noch nicht auf«

Ostenland (WB). Nach sechs Spielen hat der SC BW Ostenland ein Pünktchen auf dem Konto und ziert mit dieser mageren Zwischenbilanz das Ende der Badminton-Regionalliga West. Der erste Nichtabstiegsplatz ist fünf Zähler entfernt. Wenn das Ziel Klassenerhalt nicht bereits nach der Hinrunde außer Reichweite geraten soll, muss am Samstag, 23. November (18 Uhr, Dreifachhalle Delbrück), im Kellerduell mit dem Vorletzten Langenfeld (3:9 Punkte) der erste Sieg her. Vor dieser Partie hat sich Elmar Neumann mit Leistungsträgerin Karina Büser unterhalten.

Freitag, 22.11.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 05:02 Uhr
Ostenlands Karina Büser hofft im Kellerduell gegen den FC Langenfeld auf den ersten Saisonsieg. Nach sechs Spielen ist Ostenland mit nur einem Punkt Ligaletzter. Foto: Elmar Neumann
Ostenlands Karina Büser hofft im Kellerduell gegen den FC Langenfeld auf den ersten Saisonsieg. Nach sechs Spielen ist Ostenland mit nur einem Punkt Ligaletzter. Foto: Elmar Neumann

Karina, fangen wir mit dem Worst Case an: Wenn es am Samstag im Heimspiel gegen Langenfeld die sechste Niederlage setzt, dann ...?

Karina Büser: Dann sieht es böse aus. In dem Fall hätten wir vier Punkte Rückstand auf Langenfeld und jeweils fünf auf Mülheim und Hövelhof. Dann müssten in der Rückrunde wohl mindestens ein paar kleine Wunder her.

 

Was lässt Sie hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt und es stattdessen zum ersten Sieg reicht?

Büser: Es ist Langenfeld. Das ist keine übermächtige Mannschaft, sondern eine, gegen die wir definitiv punkten können.

 

Der Glaube an den Klassenerhalt ist nach wie vor da?

Büser: Ja, wir geben noch nicht auf. Die Rückrunde muss ja auch erst mal gespielt werden. Es ist noch einiges möglich, aber wenn wir es tatsächlich schaffen wollen, brauchen wir dieses Spiel gegen Langenfeld eigentlich unbedingt.

Dann müssten ein paar kleine Wunder her.

Karina Büser

 

Besser als für Ihr Team läuft es für Sie persönlich. Sie haben bereits zwei Einzelsiege auf dem Konto.

Büser: Ja, das stimmt. Ich bin selbst positiv überrascht. Ich habe schon jetzt mehr Einzel gewonnen, als ich gedacht habe. (lacht) Zwar haben mir Gladbecks Sarah Bergedick und Hövelhofs Hannah Schiwon auch etwas angeboten, indem sie nicht ihren besten Tag hatten, aber auch solche Chancen muss man erst einmal nutzen. Bei meiner Dreisatzniederlage gegen die Kölnerin Verena Venhaus hat ebenfalls nicht viel gefehlt. Deswegen darf ich mit meinen Einzeln durchaus zufrieden sein.

 

Was macht das Unternehmen Klassenerhalt für Ostenland in der zweiten Regionalligasaison trotzdem so viel schwieriger?

Büser: Da gibt es aus meiner Sicht zwei Gründe. Zum einen haben sich die Gegner im Vergleich zum Vorjahr erheblich verstärkt. Zum anderen haben wir in den knappen Spielen nicht mehr das entscheidende Quäntchen Glück, auf das wir in den vergangenen beiden Jahren im Notfall zählen konnten. Aus den beiden ganz engen Spielen gegen Hohenlimburg und Mülheim (jeweils 3:5, Anm. d. Red.) hätten wir mit dem Glück der letzten Jahre sicherlich etwas mitgenommen. Aber ich will mich nicht und darf mich nicht beschweren: Wir müssen froh sein, dieses Glück gehabt zu haben.

 

Sie spielen auch schon etwas länger Badminton. Können Sie sich daran erinnern, jemals mit 1:11 Punkten in eine Saison gestartet zu sein?

Büser: Nein. So etwas habe ich bislang nicht im Ansatz erlebt. Das ist für einige von uns neu. Aber wir gehen damit relativ entspannt um und trotzdem nach jedem Spiel zusammen essen.

 

Das heißt, von der Stimmung in der Mannschaft kann man keine Rückschlüsse auf die Platzierung ziehen?

Büser: Genau. Die Stimmung ist weiterhin positiv. Natürlich macht es niemandem Spaß, am Tabellenende herumzulungern, aber es ist ja auch nicht so, dass wir mit völlig anderen Erwartungen in die Saison gegangen wären. Wir wussten, dass es extrem schwierig werden würde und genauso ist es gekommen. Sollten wir absteigen, wäre das sehr schade, aber wir wären bestimmt nicht schockiert.

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