Der SC Ostenland geht als Regionalligaletzter ins Derby gegen Hövelhof
„Mit dem Rücken zur Wand“

Delbrück (WB). Auf ein 4:4 und ein 3:5 in der ersten gemeinsamen Regionalliga-Spielzeit folgte in der Hinrunde dieser Saison eine 2:6-Niederlage. Die Ergebnisse in den Derbyduellen mit dem BC Phönix Hövelhof entwickeln sich für den SC Blau-Weiß Ostenland nicht gerade vorteilhaft. Das heißt jedoch nicht, dass die Gastgeber nicht erneut hoch motiviert sind, wenn es am Sonntag (11 Uhr) in der Delbrücker Dreifachhalle am Driftweg zum vierten Vergleich kommt.

Freitag, 13.12.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 13.12.2019, 05:03 Uhr
Bei der 2:6-Niederlage im Hinspiel unterlag Ostenlands Hendrik Wiedemeier dem Hövelhofer Niklas Kampmeier mit 0:2 und ließ – aus Versehen – seinen Schläger fliegen. Sonntag brennt er auf die Revanche. Foto: Elmar Neumann
Bei der 2:6-Niederlage im Hinspiel unterlag Ostenlands Hendrik Wiedemeier dem Hövelhofer Niklas Kampmeier mit 0:2 und ließ – aus Versehen – seinen Schläger fliegen. Sonntag brennt er auf die Revanche. Foto: Elmar Neumann

Die Ostenländer wollen und sie brauchen so einen Bonuspunkt, wie es ein Remis gegen die favorisierten Gäste wäre, dringender denn je. „Die Vorfreude auf das Derby ist logischerweise wieder groß, aber sie war schon mal noch etwas größer. Der Unterschied ist, dass wir jetzt – im Gegensatz zu den ersten drei Spielen gegen Hövelhof – mit dem Rücken zur Wand stehen“, sagt Hendrik Wiedemeier, neben Mike Augustine Gnanagunaratnam und Jugendnationalspieler Karim Krehemeier einer von drei Steinheimern im SCO-Trikot. Was die Nummer zwei der Blau-Weißen damit meint: Während die Hövelhofer (6:8) mit sechs Punkten nach sieben Spielen auf Rang fünf geführt werden, ist Ostenland (3:11) mit drei Zählern Rückstand aufs rettende Ufer Letzter. Zwar herrscht dank des jüngst erspielten ersten Sieges im Kellerduell mit Langenfeld nun Punktgleichheit mit Langenfeld, aber der 1. BV Mülheim III (6:8) ist bisher erheblich erfolgreicher, als man sich das im Lager des Schlusslichts errechnet hatte. „Die Mülheimer Siege gegen Gladbeck und Sterkrade haben uns sehr weh getan“, sagt Wiedemeier. Dazu kommt der Mülheimer 5:3-Erfolg über Ostenland im Hinspiel. In den Rückspielen am 18. Januar (in Langenfeld) und 25. Januar (in Mülheim) entscheidet sich viel. „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir da jeweils gewinnen. Aber damit ist es nicht getan. Wir werden den einen oder anderen Bonuspunkt brauchen“, sagt der 26-Jährige, auf den es am Sonntag wieder besonders ankommen könnte.

Ich bin jemand, der so eine Stimmung braucht.

Hendrik Wiedemeier

Bei den beiden Niederlagen in Hövelhof war Wiedemeier nichts Zählbares vergönnt, an das dramatische 4:4 in Delbrück im November 2018 hat der Freund seiner Mannschaftskollegin Karina Büser aber allerbeste Erinnerungen. Erst punktete er an der Seite von Jan Santüns im 1. Herrendoppel nach drei Durchgängen, dann entschied er auch das 2. Herreneinzel gegen Niklas Kampmeier im dritten Satz mit 25:23 für sich und ließ seinen Emotionen freien Lauf. Wiederholung erwünscht. Gerade weil die Phönix-Serben Ilija Pavlovic und Andrija Doder schwerlich bis gar nicht zu bezwingen sein dürften, könnte Wiedemeiers Wiedersehen mit Kampmeier von spezieller Bedeutung sein. Nach den beiden 2:0-Siegen des Hövelhofers zuletzt sieht Ostenlands Trainer Dominik Ahlheit die Aussichten auf einen zweiten Triumph Wiedemeiers bei „45:55“. Der Spieler selbst setzt auf den Heimvorteil samt der außergewöhnlichen Atmosphäre, die auch das vierte Derby mit sich bringen wird: „Ich bin jemand, der so eine Stimmung braucht. Mich pusht es, wenn die Emotionen hochkochen und ich ein bisschen mit den Zuschauern spielen kann.“ Davon werden mehr als 200 erwartet und die eint die Hoffnung, dass sie nicht das vorerst letzte Derby zu sehen bekommen.

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