Der BC Hövelhof gewinnt auch das Rückspiel beim SC Ostenland mit 6:2
Favoritensieg mit feuchten Händen

Delbrück (WB). Und wieder behält der Favorit die Oberhand. Der BC Phönix Hövelhof entscheidet in der Badminton-Regionalliga nach dem Hin- auch das Rückspiel gegen den SC BW Ostenland mit 6:2 für sich. Derweil sich das gastgebende Schlusslicht (3:13) immer konkreter mit einer Rückkehr in die Oberliga beschäftigen muss, gelingt den Gästen (8:8) mit dem vierten Sieg der nächste große Schritt in Richtung Drittligaverbleib.

Montag, 16.12.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 16.12.2019, 05:05 Uhr
Ostenlands Karim Krehemeier (15) verliert das hochklassige 3. Herreneinzel gegen Hövelhofs Andrija Doder (21) mit 1:2. Foto: Elmar Neumann
Ostenlands Karim Krehemeier (15) verliert das hochklassige 3. Herreneinzel gegen Hövelhofs Andrija Doder (21) mit 1:2. Foto: Elmar Neumann

„Mit der Leistung, die die Mannschaft gezeigt hat, können wir zufrieden sein, aber natürlich besteht jetzt leider die Gefahr, dass das heute für einige Zeit das letzte Derby gewesen sein könnte“, sagte Ostenlands Sportwart Tim Fischbach.

Das könnte das vorerst letzte Derby gewesen sein.

Tim Fischbach

Am Samstag hatte der 1. BV Mülheim III die Lage der Blau-Weißen mit einem 5:3-Erfolg beim FC Langenfeld weiter verschlechtert. Vor dem ersten Ballwechsel in der Delbrücker Dreifachhalle am Driftweg war klar: Sollte der SCO vor den etwa 100 Zuschauern nichts Zählbares erspielen, würde der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze nicht mehr drei, sondern fünf Punkte betragen und genauso kam es – obwohl mehr möglich gewesen wäre. Zwar musste Ostenland auf Sanne Schra (private Gründe) verzichten und Top-Mann Tim Hindera (Grippe) traute sich nur einen Einsatz im 2. Herrendoppel zu, aber eine enge Phase hatte auch dieses Derby, in dem Hövelhof Sven Falkenrich (Handgelenksprobleme) fehlte.

Badminton: SC BW Ostenland - BC Phönix Hövelhof 2:6

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Ilija Pavlovic/Andrija Doder (1. HD gegen Jan Santüns/Mike Gnanagunaratnam), Hannah Schiwon/Melanie Gräßer (gegen Regina Teichrieb/Christina Ohm) und erneut Hannah Schiwon, der im Dameneinzel gegen Karina Büser die Revanche für die überraschende Niederlage im Hinspiel gelang, sorgten mit souveränen 2:0-Siegen für die ersten Hövelhofer Zähler. Tim Hindera/Hendrik Wiedemeier entschieden das 2. Herrendoppel gegen Niklas Kampmeier/Björn Six zu Gunsten Ostenlands.

Jetzt warteten für den Ligaletzten beim Stand von 1:3 die zwei beinahe unlösbar erscheinenden Aufgaben gegen das in Einzeln bislang unbesiegte serbische Top-Duo, doch beide Male war die (große) Überraschung zum Greifen nah. Im Spitzen-Einzel führte Wiedemeier gegen Pavlovic im dritten Satz schon mit 18:12, im 3. Herreneinzel das erst 15-jährige Ausnahmetalent Karim Krehemeier gegen Doder im dritten Durchgang mit 9:3. „Ich war mir für ein paar Minuten sicher, dass es gleich 3:3 steht – aber so ist Badminton“, sagte Fischbach, während Hövelhofs Trainer Martin Brameyer zugab: „In der Phase hatte ich leicht feuchte Hände, doch zum Glück haben Ilija und Andrija jeweils ein tolles Finish hingelegt.“ Wiedemeier punktete gar nicht mehr (18:21), Krehemeier nur noch selten (15:21). So hieß es nicht 3:3, sondern 1:5 und der erwartete Derbyausgang war perfekt. Das Mixed Büser/Santüns (gegen Gräßer/Marvin Barther) erspielte Ostenlands zweiten, Kampmeier (2. HE gegen Gnanagunaratnam) Hövelhofs sechsten Punkt. „Schade, ich war auf einem guten Weg, habe aber dann die Konzentration verloren. Allerdings hat mein Gegner auch stark gespielt“, sagte Jugendnationalspieler Krehemeier, der nun nicht mehr mit dem Klassenerhalt rechnet: „Ehrlich gesagt, sind die anderen Teams wohl zu weit weg.“

Karim ist ein ganz hervorragender Spieler.

Martin Brameyer

Der Schüler des Badminton-Internats in Mülheim zeigt sich nicht abgeneigt, mit Ostenland den Weg in die Oberliga anzutreten, wird aber nach der Saison definitiv noch einige andere Optionen haben. Eine davon könnte für den Steinheimer – wie schon vor der laufenden Serie – Hövelhof heißen. „Karim ist ein ganz hervorragender Spieler, der hier aus der Region kommt und bei vielen Vereinen auf dem Zettel stehen wird. Aus meiner Sicht wäre es schön, wenn er in der Gegend bleiben und in der passenden Liga weiterspielen könnte“, sagte Brameyer.

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