Fußball-Westfalenligist bindet seinen Trainer bis 2023
Dammeier bleibt Delbrücker

Delbrück -

Fußball-Westfalenligist Delbrücker SC hat in der Coronapause wichtige Weichen für die Zukunft gestellt und den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Trainer Detlev Dammeier vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert.

Freitag, 13.11.2020, 19:16 Uhr aktualisiert: 13.11.2020, 19:20 Uhr
Detlev Dammeier hat seinen Vertrag beim Delbrücker SC bis 2023 verlängert.
Detlev Dammeier hat seinen Vertrag beim Delbrücker SC bis 2023 verlängert. Foto: Elmar Neumann

„Wir sind mit der Arbeit des Trainers sehr zufrieden. Die Entwicklung des Teams ist klar zu erkennen. Es gibt jedes Jahr eine Steigerung. Und das, obwohl wir im Vergleich zu anderen Teams in der Liga über einen sehr kleinen Etat verfügen“, sagt Delbrücks erster Vorsitzender Elmar Westermeyer.

Seitdem Dammeier das Team im Sommer 2018 übernahm, holte er in 53 Spielen 22 Siege und 15 Unentschieden. Bis zum Corona-Abbruch in der Rückrunde der vorigen Saison stand der DSC mit noch einem Nachholspiel in der Hinterhand auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze. In der bisherigen Spielzeit holte die Mannschaft aus den bisherigen sieben Partien drei Siege und drei Unentschieden.

Darüber hinaus genießt der Ex-Profi im Verein den Ruf, junge Spieler zu fördern und entwickeln zu können. Die etablierten Kräfte Lennard Rolf und Mattis Klomfaß oder jüngst Damian Biniek , der eigentlich noch in der U19 spielt, sind dafür gute Beispiele. „Detlev bindet immer wieder Nachwuchsspieler ein und gibt ihnen die Chance zu spielen. Aktuell bestehen bei uns 50 Prozent des Kaders aus Spielern, die aus unserer Jugend kommen. Die Zahl wollen wir erhöhen, denn es sind bereits weitere U19-Spieler regelmäßig beim Training dabei. Die Zusammenarbeit mit der U23 und den Teams im Nachwuchs passt“, sagt Westermeyer.

Für Dammeier selbst kommt – neben der Perspektive, auch in Zukunft auf vielversprechende Talente zurückgreifen und diese entwickeln zu können – noch der Aspekt Spaß hinzu: „Wenn man etwas startet, ist nie klar, wohin es geht. Aus heutiger Sicht haben wir einen guten Weg gefunden. Die Entwicklung ist positiv. Der Verein hat Perspektive und investiert auch in seine Infrastruktur, was wichtig ist. Dazu macht es mir einfach Spaß, mit dem Team und den Verantwortlichen zusammenzuarbeiten. Die zwei Jahre bieten nun ausreichend Zeit, um die Entwicklung fortzusetzen.“

Der 52-Jährige sieht sich nicht dem Druck ausgesetzt, nun auch in die Oberliga aufsteigen zu müssen. „Wir wollen sportlich immer erfolgreich sein. Aber die Priorität liegt klar in der Aus- und Weiterbildung der jungen Spieler aus dem Nachwuchs. Ich habe einige Jungs bei uns im Training gesehen, die den Schritt in die Erste packen können, wenn sie sich durchbeißen und das nötige Durchhaltevermögen für den Seniorenfußball mitbringen. Das sieht für die Zukunft gut aus“, sagt Dammeier.

Der hofft, bald auch den aktuellen Kader wieder zusammenrufen zu können: „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir im Dezember zumindest noch ein paar Trainingseinheiten machen können. Die Jungs haben Pläne, um fit zu bleiben, aber natürlich ersetzt das nicht die Arbeit auf dem Platz.

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