Di., 15.01.2019

300 Badminton-Fans sehen 5:3-Derbysieg gegen Ostenland Kampmeier ist Hövelhofs Schlüssel

Die Erleichterung muss raus: Hövelhofs Niklas Kampmeier macht seine Niederlagen aus dem Hinspiel wett. Auch von Trainer Martin Brameyer gibt es Applaus.

Die Erleichterung muss raus: Hövelhofs Niklas Kampmeier macht seine Niederlagen aus dem Hinspiel wett. Auch von Trainer Martin Brameyer gibt es Applaus. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Hövelhof (WB). Erst ein kräftiger Schlag gegen die wackelnde Wand, dann ballt Niklas Kampmeier die Fäuste und brüllt seine Erleichterung heraus: Nach zwei hauchdünnen Niederlagen im Hinrundenderby (4:4) geht er im Rückspiel zweimal als Gewinner vom Feld und ist der Schlüssel zum 5:3-Sieg des BC Phönix Hövelhof über den SC BW Ostenland.

Als die beiden Kreisvertreter in der Badminton-Regionalliga am 11. November zum ersten Mal aufeinandergetroffen waren, hatte sich Kampmeier im 1. Herrendoppel an der Seite von Sven Falkenrich dem SCO-Gespann Jan Santüns/Hendrik Wiedemeier mit 19:21 im dritten Satz geschlagen geben und auch im 2. Herreneinzel gegen Wiedemeier eine sehr schwer zu verdauende Niederlage – gar ein 23:25 im dritten Durchgang – hinnehmen müssen. »Das war ein harter Tag für mich und entsprechend motiviert war ich, mir die beiden Punkte im Rückspiel und in eigener Halle zurückzuholen«, sagte der 22-Jährige.

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Das war ein harter Tag und entsprechend motiviert war ich.

Niklas Kampmeier

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Dieser und Sven Falkenrich ließen sich auch nicht davon irritieren, dass es nach Erfolgen von Karina Büser/Sanne Schra gegen die Ersatzpaarung Doreen Kortmann/Heike Vogt und von Tim Hindera/Fabian Disic gegen Björn Six/Timo Putz (2. HD) schon 2:0 für die Gäste stand, als sie sich an ihre Revanche machten. Beim Stand von 21:18 und 19:21 lag sogar ein 0:3 in der Luft, doch das verhinderten die zwei Hövelhofer mit einem überzeugenden Auftritt im dritten Satz (21:11). »Ein 0:3 wäre natürlich schwer aufzuholen gewesen, aber nach dem ersten Punkt waren wir im Spiel und haben eine starke Mannschaftsleistung abgeliefert«, sagte Kampmeier.

 

Die Gastgeber, die auf die erkrankte Melanie Gräßer verzichten mussten, verkrafteten auch die nicht eingeplante Niederlage von Robin Möller gegen Fabian Disic im 3. Herreneinzel, stellten mit souveränen Siegen von Ilija Pavlovic gegen Tim Hindera sowie Hannah Schiwon gegen Karina Büser auf 3:3, ehe Kampmeier vor 300 begeisterten Fans in der Halle der Mühlenschule zum Schlüsselspiel gegen Wiedemeier antrat.

Nach abgewehrten Satzbällen im ersten Durchgang behauptete sich der Hövelhofer mit 2:0 und verdeutlichte mit seiner lautstarken Reaktion, welch große Last er seit dem Hinspiel mit sich herumgetragen hatte. Das ob Gräßers Ausfall neu formierte Mixed Schiwon/Pavlovic nutzte die Vorarbeit und machte gegen die bis dato in acht Begegnungen nur einmal besiegte Paarung Schra/Santüns in einer weiteren packenden Partie den ersten Derbytriumph perfekt.

Diesen ordnete auch der unterlegene Liganeuling als verdient ein. »Der Sieg von Niklas Kampmeier war sicher eine Art Schlüssel, da das Spiel da auf der Kippe stand, aber man muss insgesamt feststellen, dass die Hövelhofer noch einen Tick stärker waren als im Hinspiel und daher geht das 5:3 auch in Ordnung«, sagte Ostenlands Trainer Dominik Ahlheit. Während sein Team (7:13 Punkte) bei drei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz noch den einen oder anderen Zähler sammeln muss, kann Phönix (10:10) schon langsam die dritte Drittliga-Spielzeit planen. »Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass wir die Nase diesmal knapp vorne hatten. Im Kampf um den Klassenerhalt sieht es sehr gut aus, das war ein großer Schritt«, sagte Hövelhofs Trainer Martin Brameyer.

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Es macht mega Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen.

Niklas Kampmeier

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Das sieht Kampmeier nicht anders und er hofft zudem inständig, dass sich die Rivalen aus Ostenland am Ende ebenfalls über den Ligaverbleib freuen dürfen. Auch die Stimmung im noch besser besuchten Rückspiel war viel zu gut, als dass es mit den bislang zwei Derbyduellen (vorerst) getan sein sollte. »Es ist toll, wenn man sieht, wie viele Leute die zwei Vereine für eine Sportart begeistern können, die meist unter dem Radar fliegt. Es macht mega Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen und daher drücke ich Ostenland fest die Daumen«, sagte Kampmeier.

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