Di., 30.07.2019

Lia Welschof etabliert sich bei der EM in der internationalen Spitze Auf Team-Gold folgt Einzel-Bronze

Lia Welschof hat gut lachen: Nach der Goldmedaille mit der deutschen Equipe gewinnt sie im Einzel noch EM-Bronze.

Lia Welschof hat gut lachen: Nach der Goldmedaille mit der deutschen Equipe gewinnt sie im Einzel noch EM-Bronze.

Hövelhof (WB/jp). Gold, Bronze und Platz fünf: Das ist die tolle Bilanz von Lia Welschof bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter. Damit hat die 20-Jährige einmal mehr bewiesen, dass sie ein ganz fester Bestandteil der internationalen Spitze des Dressursports ist.

Bei der EM im italienischen San Giovanni hat die Hövelhoferin in allen drei Prüfungen, in denen sie für Deutschland an den Start gegangen ist, Bestleistungen gezeigt. Nach dem Titelgewinn mit dem deutschen Team (wir berichteten) standen für Lia Welschof die Titelkämpfe der Einzelreiter an. Hier mussten die Jungen Reiter zunächst eine Dressuraufgabe auf S-Niveau bestreiten. Die Team- und Einzel-Europameisterin der Junioren aus dem Jahr 2017 zeigte sich mit ihrem Rappen Linus gewohnt souverän und exakt, was von den Richtern mit 75,176 Prozent belohnt wurde. Nur die Niederländerin Kimberly Pap mit 75,265 Prozent und ihre Teamkollegin Semmieke Rothenberger mit 78,941 Prozent waren noch besser als die sympathische Studentin, die sich auch über Bronze kräftig freute.

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Die Zeit in Italien war für mich unglaublich.

Lia Welschof

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Mit dieser starken Vorstellung war Lia Welschof natürlich auch für das Kür-Finale qualifiziert, bei dem nur noch die besten 20 Paare antreten durften. Hier zeigte das Erfolgsgespann eine Kür zu den Klängen der Band One Republic und erhielt 75,390 Prozent, was am Ende den fünften Platz bedeutete. Den Sieg und damit ihren dritten EM-Titel sicherte sich auch hier Semmieke Rothenberger mit Dissertation vor drei Reiterinnen aus den Niederlanden, die die größte Konkurrenz für die deutschen Reiter darstellten.

»Das gesamte Wochenende und die Zeit in Italien waren für mich unglaublich«, sagt Lia Welschof über die Erlebnisse in San Giovanni, »obwohl ich jetzt schon öfter bei einer EM am Start war, hat es mir in Italien besonders gut gefallen, weil die gesamte Organisation und die Unterbringung der Pferde einfach perfekt war. Ich bin unglaublich stolz auf Linus, dass er in allen drei Prüfungen so gut mitgemacht hat und sich über die ganze Zeit, die ich schon mit ihm trainiere, immer weiter gesteigert hat.«

Erfolgspferd Linus darf sich jetzt erholen

Jetzt ist erst mal Regeneration angesagt. »Wir werden etwas Pause machen, damit Linus sich nach der anstrengenden Reise ausgiebig erholen kann. Danach stehen noch die Westfälischen Meisterschaften an, die ich mit meinem Nachwuchspferd First Class bestreiten möchte und im September dann die Deutschen Meisterschaften. Da werde ich dann aber erst später entscheiden, mit welchem Pferd ich an den Start gehe.« Der Saisonhöhepunkt ist mit der EM ohnehin bereits absolviert, so dass die Hövelhoferin die weiteren Turniere ganz gelassen angehen kann.

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