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Fr., 24.10.2014

Baskets-Center Buntic sieht Paderborn als neue Chance und trifft am Samstag auf seinen Ex-Verein Kirchheim  Das Talent der Eltern geerbt 

Von Matthias Wippermann

Paderborn (WV). Die Sportart Basketball ist ihm quasi in die Wiege gelegt worden. Schon die Eltern von Ivan Buntic – Robert und Petrana – waren Profispieler. An diesem Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) trifft der 23-Jährige mit den Finke Baskets auf die Kirchheim Knights.

Center-Duell aus der vergangenen Saison: Ivan Buntic (für Kirchheim) und Morgan Grim.

Dort spielte Buntic in der vergangenen Saison, bevor er im Sommer zum Zweitliga-Konkurrenten Paderborn wechselte. »Für mich sind die Baskets eine neue Chance. In Kirchheim war meine Einsatzzeit aufgrund der Spielweise des Trainers limitiert. Er hat auf routinierte Spieler gesetzt, um den Abstieg zu vermeiden«, blickt der 2,08 Meter große Center zurück. Der Coach war damals Frenkie Ignjatovic, mittlerweile werden die Knights von Michael Mai trainiert. Doch das ist für Buntic nebensächlich, er hört nun auf die Anweisungen von Uli Naechster.

Der Baskets-Headcoach hat sich vor dem Heimspiel intensiv mit Buntic unterhalten. »Kirchheim hat zwar einen neuen Trainer, den auch Ivan nicht kennt, aber die drei Schlüsselspieler sind mit Bryan Smithson, Ben Beran und Radivoj Tomasevic immer noch die gleichen. Ivan hat jeden Tag mit ihnen trainiert und daher natürlich zusätzliche Informationen.«

Dass Buntic bei den Baskets im Schnitt bisher nur 7:14 Minuten spielt, erklärt Naechster so: »Für Ivan gab es in den bisherigen Partien aufgrund von Foulsituationen und Gegnern unglückliche Begleitumstände. Seine Spiele werden kommen. Im Training zeigt er, dass er mehr kann. Positiv ist, dass er hart arbeitet und seine Chance ergreifen will. Ich hoffe, dass er am Samstag gegen sein ehemaliges Team besonders motiviert ist.« Für den Spieler selbst steht der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund – und, dass er sich weiterentwickelt. Dabei ist ihm Center-Kollege Morgan Grim eine große Hilfe. »Er ist nicht der typische Center, sondern wendig und mobil. Ich kann viel von ihm lernen«, meint Buntic, der sich noch gut an die Duelle in der vergangenen Saison erinnert.

Erinnerungen hat er auch noch an seine Anfänge im Basketball. Vater Robert war in den Jugendmannschaften sein Trainer. »Daher hatte ich von allen Spielern den größten Druck«, sagt Buntic mit einem Lächeln. Bis ins heimische Wohnzimmer ging die Analyse aber meist nicht. »Wir konnten Privates und Sport ganz gut trennen. Nur nach Auswärts-Niederlagen konnte die Rückfahrt schon mal sehr lang werden«, berichtet der in Kroatien geborene deutsche Basketballer. Beide Eltern spielten in der 1. kroatischen Liga, die Basketball-Gene bekam auch Ivans zwei Jahre jüngerer Bruder Luka, der für den ProB-Ligisten Oldenburg spielt.

Eine Liga höher will Ivan Buntic am sechsten Spieltag mit seinem neuen Verein seinen vorherigen schlagen – vor den Augen der Eltern, die auf der Tribüne sitzen werden. Hoffentlich fällt die anschließende Analyse kurz aus – denn dann war es für die Baskets ein erfolgreiches Heimspiel.

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