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Mo., 04.01.2016

Neujahrscup: Bielefelder Bezirksligist besiegt im Finale die U 23 des SC Paderborn Türk Sport überrascht alle

Emanuel Yanik (Mitte) brachte die U 23 des SC Paderborn im Finale des Neujahrs­cup gegen den FC Türk Sport mit 1:0 in Führung und auf die Siegerstraße. Am Ende aber drehte der Bezirksligist die Partie gegen den Oberligisten und gewann mit 3:2.

Emanuel Yanik (Mitte) brachte die U 23 des SC Paderborn im Finale des Neujahrs­cup gegen den FC Türk Sport mit 1:0 in Führung und auf die Siegerstraße. Am Ende aber drehte der Bezirksligist die Partie gegen den Oberligisten und gewann mit 3:2. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute und Elmar Neumann

Paderborn (WB). Regionalliga, Oberliga, Westfalenliga, Landesliga: Die 11. Auflage des Neujahrscup von Suryoye Paderborn war hochkarätig besetzt. Doch der Sieger kam aus der Bezirksliga. Der FC Türk Sport Bielefeld überraschte alle und durfte sich nach einem 3:2-Finalsieg gegen die U 23 des SC Paderborn über eine Siegprämie in Höhe von 2000 Euro freuen.

Der SCP war durch Emanuel Yanik und Kapitän Ahmet Aydincan zweimal in Führung gegangen, doch Ersin Gül hatte immer eine passende Antwort und schoss sein Team mit seinem dritten Finaltreffer sieben Sekunden vor dem Ende zum Turniersieg. SCP-Interimscoach Robert Wezorke durfte nach dem Vorrunden-Aus beim Silvester Cup diesmal aber hochzufrieden sein. »Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären. Die Einstellung war heute eine ganz andere«, kommentierte er die Leistungssteigerung seiner Mannschaft, die bis auf das Fehlen des erkrankten Admir Saric mit der vom Silvester Cup identisch war. Während der SCP im Halbfinale durch Tore von Mustafa Dogan und Sergio Pinto (2) Vorjahressieger SC Wiedenbrück ausgeschaltet hatte, waren die Türken durch ein 2:1 gegen den SC Verl ins Finale eingezogen.

 Hausherr Suryoye musste sich nach dem Finaleinzug beim Silvester Cup mit dem punktlosen Gruppen-Aus abfinden. Trainer Rytis Narusevicius sah viele Gründe für das schnelle Ende, wollte aber keinen nennen. Stattdessen gab er sich humorvoll: »Wir sind eben gute Gastgeber und lassen lieber die anderen feiern.« Davon gab es auch aus heimischer Sicht einige, denn neben der SCP-Reserve verdienten sich auch der BV Bad Lippspringe, der SCV Neuenbeken und der SV Heide das Viertelfinalticket. Letztgenanntem gelang das vor Oberligist Arminia Bielefeld II sogar als Gruppenerster. Eine Vorstellung, die dem spielenden Interimscoach Dennis Hansmeier gefiel (»Ich bin sehr zufrieden«) und auch Luigi Brusciano gefallen haben dürfte. Der, bis zur Vorsaison in Diensten des SV Lippstadt II, soll beim SV Heide nach Informationen dieser Zeitung die Nachfolge von Giuseppe Busacca antreten und den Bezirksligisten nach der Winterpause vom enttäuschenden neunten Platz nach oben führen. Um es beim Neujahrs­cup noch weiter zu schaffen, fehlte nicht viel. Die Paderborner unterlagen dem Überraschungssieger Türk Sport mit 4:5 (Tore Heide: Afganyar, Kleine, Sijecic, Domingues). Endstation war hier auch für den starken BV Bad Lippspringe, der Wiedenbrück ein 3:3 abrang (Tore: Mantasl/2, Hartschwager), um dann im Neunmeterschießen zu scheitern. Klarer war die Angelegenheit für den SCV Neuenbeken, der den Verlern mit 1:5 (Tor: Nesic) unterlag. »Wir haben in der Anfangsphase die entscheidenden Fehler gemacht. Dann kommst du gegen so ein Team nicht mehr zurück, aber trotzdem bin ich zufrieden«, sagte SCV-Trainer Thomas Braun. Der sah anschließend mitan, wie die SCP-Reserve das Oberliga-Duell gegen Arminias U 23 in beeindruckender Manier für sich entschied (Tore: Pinto/2, Caraca, Neumann, Yanik, Dogan, Aydincan).

 Das sportliche Niveau war erneut überzeugend, das Interesse an der Veranstaltung aber hält sich weiterhin in Grenzen. Nach insgesamt 1100 Zuschauern im Vorjahr musste sich Organisator Gabriel Demir nun mit einer dreistelligen Gästezahl (900) begnügen – etwas mehr als ein Zehntel der Fanschar, die zum dreitägigen Silvester Cup strömte. »Ziel muss es natürlich sein, diesen Wert zu steigern. Dazu müssen wir uns überlegen, was wir besser machen und wie wir die Fans in die Halle holen können. Wir denken unter anderem daran, am zweiten Tag ein Damen-Turnier mit vier Teams zu integrieren.« Geht’s nach Suryoyes Sportlichem Leiter, nähert sich die Zahl der Zuschauer möglichst schnell den Euros an Preisgeld (3500) an.

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