Mi., 15.08.2018

Aber ein Aufstieg des TuS Sennelager in die 1. Bundesliga scheint weiter unmöglich Siebtes Meisterstück in Serie

Der TuS Sennelager machte in Hamburg sein Meisterstück in der 2. Tennis-Bundesliga Nord: (von links) Philipp Scholz, Marius Kur (Trainer), David Pichler, Carlos Ramirez Utermann, Ivan Gakhov, Dragos Nicolae Madaras, Julius Hillmann, David Pel, Vladimir Ivanov und Ralf Hämmerling (2. Vorsitzender).

Der TuS Sennelager machte in Hamburg sein Meisterstück in der 2. Tennis-Bundesliga Nord: (von links) Philipp Scholz, Marius Kur (Trainer), David Pichler, Carlos Ramirez Utermann, Ivan Gakhov, Dragos Nicolae Madaras, Julius Hillmann, David Pel, Vladimir Ivanov und Ralf Hämmerling (2. Vorsitzender). Foto: WB

Sennelager (WB/AK). Aufsteiger TuS Sennelager ist überraschend Meister der Nordgruppe der 2. Tennis-Bundesliga der Herren. Beim Saisonfinale besiegte Team-Hämmerling in Hamburg den Club an der Alster 6:3 (5:1). Es ist die siebte Meisterschaft in Serie des zuletzt sechsmal in Folge aufgestiegenen TuS. Einen weiteren Aufstieg aber gibt’s wohl nicht.

Nach dem entscheidenden Matchball war die Freude grenzenlos bei den TuS-Spielern, die auf den Platz rannten und um Philipp Scholz (DTB-208), der soeben das Einzel an Position fünf gegen David Eisenzapf (DTB-64) (6) 6:7, 6:2, 10:2 zu seinen Gunsten entschieden hatte, eine Jubeltraube bildeten. Sennelager verteidigte mit dem Erfolg in Hamburg am letzten Spieltag die Tabellenführung dank des besseren Matchverhältnisses (plus fünf Matchpunkte) vor Absteiger Aachener TK (beide 14:2 Punkte), der bei Regionalliga-Absteiger TP Versmold 6:3 gewann.

Dramatik ist normal in dieser Spielzeit

Dramatik ist normal in dieser Spielzeit für den TuS bis auf das Einzel an Position sechs von David Pel (ATP-151 im Doppel, 6:3 6:1 über Lawrenz Alexander, DTB-542) fielen in sämtlichen Matches die Entscheidungen erst im Match­tiebreak. In diesem Lotteriespiel punkteten David Pichler (ATP-795, 6:1, 10:7 über Demian Raab, ATP-817 in 2016), Dragos Nicolae Madaras (ATP-727, 4:6, 6:3, 10:4 über Mathieu Rodrigues, ATP-211 in 2012) und Ivan Gahkov (ATP-344, 7:6 (3), 4:6, 10:6 über Filippo Baldi, ATP-273) für den TuS. Die Doppel (2:1 für Hamburg) kamen aufgrund von Verletzungen nicht mehr zustande.

Wie es nun weitergeht, weiß Renner indes nicht

»Ich habe es vor Spannung nicht mehr ausgehalten, musste das Mittagessen abbrechen, den Live-Ticker abschalten und mich erst einmal hinlegen«, sagte TuS-Teammanager Marc Renner der aus privaten Gründen nicht in Hamburg sein konnte, »fünf Matchtiebreaks, das war nix für meine Nerven.« Wie es nun weitergeht, weiß Renner indes nicht: »Die Mannschaft will natürlich hoch in die 1. Liga und es ist eine einmalige Chance«, so Renner, »aber wo wir dann spielen sollen, weiß keiner. Eigentlich geht der Aufstieg nicht.« Mit diesem Szenario habe sich beim TuS vor der Spielzeit niemand beschäftigt.

»Die Jungs haben riesig gekämpft«

Am vergangenen Freitag gegen Bremen hatte Sennelager mit einem 6:3 über den Bremer TK (wir berichteten) den Boden für das entscheidende Saisonfinale bereitet. Der Sieg des (wie auch in Hamburg) aufgrund Turnierverpflichtungen ohne die ersten vier Spieler seiner Meldeliste angetretenen TuS gegen ein Bremer Team in Saisonbestbesetzung nötigte TuS-Trainer Marius Kur nach der Partie ein »sensationell« ab. »Wir haben super Tennis gespielt und dass wir gegen eine so starke Bremer Mannschaft gewinnen, ist unglaublich und eine klasse Leistung«, kommentierte er das Spielgeschehen, »die Jungs haben riesig gekämpft.«

Die nächste Video-Botschaft kam vor dem Hamburg-Spiel

Für zusätzliche Motivation sorgte Dragos Dima. Der Rumäne hat sich zum zentralen Akteur entwickelt, verpasste aber aufgrund eines erfolgreichen Turnierstarts in seinem Heimatland die beiden jüngsten Begegnungen. »Dragos hat mir am Donnerstag eine Videobotschaft an das Team gesendet, die ich der Mannschaft vor dem Bemen-Spiel gezeigt habe«, so Kur, »der Clip hat alle herzlich zum Lachen gebracht. Er hat die absolut passenden Worte für seine Mitspieler gefunden.« Die nächste Video-Botschaft kam vor dem Hamburg-Spiel und Dima trug auf diese Weise aus der Ferne seinen Teil zum Erfolg einer Mannschaft bei, die den Trainer beinahe sprachlos macht.

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