Mo., 14.01.2019

Paderborner SC distanziert Bremen – die Endrundenteilnahme ist fast gesichert »Wir haben den Plan übererfüllt«

Lucas Wirths lässt sich auch von einer Handverletzung nicht stoppen.

Lucas Wirths lässt sich auch von einer Handverletzung nicht stoppen. Foto: Henning Angerer

Paderborn  (WB/en). Wenn es einen notorischen Pessimisten im Lager des Paderborner Squash Clubs gegeben haben sollte, darf auch der jetzt durchatmen. Nach dem 4:0-Sieg des PSC I gegen den 1. Bremer SC kann der Titelverteidiger in der Bundesliga Nord das Hotel für die DM-Endrunde 2019 buchen.

»Das war für uns ein perfektes Ergebnis. Damit ist im Kampf um die ersten beiden Plätze die Vorentscheidung gefallen. Jetzt geht es für uns nur noch darum, den ersten Platz vor Hamburg zu verteidigen«, sagte PSC-Präsident Andreas Preising.

Begonnen hatte das fordernde Wochenende für die PSC-Herren am Samstagmittag mit der Partie in Diepholz. Diesen Auftritt hätten die Verantwortlichen »Paderborns Sportler des Jahres« – Simon Rösner – gerne erspart. Doch da die Paderborner erfahren hatten, dass die Gastgeber – entgegen ihrer ersten Ankündigung – nicht mit einem, sondern mit zwei Ausländern antreten würden, fuhr der Weltranglistendritte doch mit, absolvierte gleich das erste Spiel, war gegen 16 Uhr zurück in Paderborn und hatte so noch genügend Zeit, um sich im Kreis der Familie auf den Auftritt beim Sportlerball einzustimmen. In Abwesenheit ihrer Nummer eins machten Raphael Kandra, Lucas Wirths und der 48-jährige Tim Garner aus dem 1:0 das 4:0.

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Wir können beruhigt in die nächsten Spiele gehen.

Andreas Preising

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Am Sonntagnachmittag in Bremen gestaltete sich das Ganze für den PSC ungleich schwieriger. »Das war ein richtiger Hexenkessel. Für die Bremer war das Spiel die letzte Chance, um noch einmal Platz zwei anzugreifen und entsprechend motiviert sind sie zur Sache gegangen«, sagte Preising. Die Paderborner reisten ohne den leicht erkälteten Kandra an, der mit Blick auf den Einsatz beim Tournament of Champions nichts mehr riskieren wollte, und hätten durchaus 0:2 zurückliegen können.

Doch Cederic Lenz beeindruckte im Duell mit dem Ex-Paderborner Hendrik Vössing nach 0:2-Satzrückstand mit enormer Moral und setzte sich noch mit 11:9 im fünften Satz durch. Und auch Lucas Wirths packte sein Kämpferherz aus. Er verlor den ersten Satz gegen Heiko Schwarzer mit 4:11 und musste sich im zweiten Satz sieben Minuten lang an der blutenden Hand behandeln lassen. Dann aber gewann er nicht nur den dramatischen zweiten Durchgang mit 18:16, sondern auch das Spiel mit 3:1. Rösner und der Engländer Daryl Selby legten die Erfolge zum 4:0 nach. »Jetzt haben wir neun Punkte Vorsprung auf Rang drei. Damit liegen wir für Mitte Januar mehr als im Plan und können beruhigt in die nächsten Spiele gehen«, so Preising, der die Niederlagen der Reserve gelassen zur Kenntnis nahm. Die Zweite trat mit dem letzten Aufgebot an, verlor gegen die beiden Hamburger Teams mit 0:4, aber Tobias Weggen wusste beim 2:3 gegen Rudi Rohrmüller sehr zu glänzen.

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