Mo., 04.03.2019

ProA: Uni Baskets nach Niederlagen gegen Hagen und Tübingen 14. – Baunach bereits abgestiegen Keine Punkte am Doppelspieltag

Paderborn Matt Klinewski am Ball: Der US-Amerikaner war gegen Hagen speziell in der ersten Halbzeit stark, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Paderborn Matt Klinewski am Ball: Der US-Amerikaner war gegen Hagen speziell in der ersten Halbzeit stark, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Agentur Klick

Von Timo Schäfers

Paderborn. Zwei Spiele, zwei Niederlagen – die Bilanz des Doppelspieltags fällt aus Sicht der Zweitligabasketballer der Uni Baskets dürftig aus. Ohne den angeschlagenen Connor Wood, der am Donnerstag im Training umknickte, unterlagen die Paderborner sowohl Phoenix Hagen (71:83) als auch den Tigers Tübingen (84:97). »Beide Spiele hatten einen ähnlichen Verlauf. Wir haben drei Viertel lang auf Augenhöhe agiert, uns dann aber jeweils eine Schwächephase erlaubt, die wir nicht mehr aufholen konnten«, bilanzierte Headcoach Uli Naechster.

Das Westfalen-Duell gegen Hagen am Freitagabend war stimmungstechnisch ein echtes Highlight. 1612 Zuschauer sorgten im Sportzentrum Maspernplatz für eine grandiose Atmosphäre, die die Baskets im ersten Viertel zu einer knappen Führung trug (22:18). Auch in den zweiten zehn Minuten agierten die Paderborner gegen den Tabellenachten auf Augenhöhe, ließen sich von einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht beirren und nahmen ein Vier-Punkte-Polster mit in die Kabine (41:37). Nach dem Seitenwechsel verloren beide Mannschaften dann zunächst ihren Rhythmus in der Offensive, erzielten im dritten Viertel phasenweise drei Minuten keinen Korb und neutralisierten sich weitestgehend. »Das Spiel war definitiv von der Verteidigung beider Teams geprägt«, berichtete Naechster, dessen Mannschaft mit zwei Zählern Vorsprung in den Schlussabschnitt ging (57:55). In diesem kassierten die Paderborner beim Stand von 59:57 einen 0:12-Lauf und mussten ihre Führung innerhalb von vier Minuten in einen Zehn-Punkte-Rückstand eintauschen (59:69). »Dieser Run der Hagener hat die Partie entschieden. Ansonsten habe ich nämlich eine ausgeglichene Partie gesehen«, meinte Naechster, dessen Mannschaft den abgezockten Hagenern in den abschließenden Minuten nicht mehr gefährlich werden konnte. Daran änderten auch 19 Punkte vom erneut starken Darnell Foreman nichts, genauso wenig wie die 15 Zähler vom auffälligen Matt Klinewski.

Blitzstart in Tübingen

In Tübingen erwischten die Paderborner am Sonntag einen nahezu perfekten Start. Nach rund 90 Sekunden lagen die Baskets mit 7:0 in Front. Zwar kamen die Gastgeber in der Folge näher heran, nach dem ersten Spielabschnitt führten aber dennoch die Ostwestfalen (20:19). Das sollte sich im zweiten Viertel schnell ändern. Die Paderborner, die in der ersten Halbzeit nur einen von 14 Dreierversuchen verwandelten, kamen offensiv überhaupt nicht mehr zurecht und gerieten so bis zur Pause ins Hintertreffen. Kurios: Mit Ende der ersten Halbzeit fing sich Tübingens Tyler Laser ein technisches Foul ein, sodass die Baskets noch einmal aus der Kabine kommen mussten, um den daraus resultierenden Freiwurf auszuführen. Demetrius Ward verwandelte sicher zum 32:40-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Baskets erneut einen Blitzstart, verkürzten mit einem 5:0-Lauf auf 37:40 und blieben auch bis zum Beginn des Schlussabschnitts in Schlagdistanz (60:65). In diesem stemmten sich die Paderborner noch einmal gegen die Niederlage, hatten den routinierten Tübingern letztlich aber nichts mehr entgegenzusetzen. Spätestens nachdem Topscorer Foreman (28 Punkte) das Parkett 75 Sekunden vor Schluss nach seinem fünften Foul beim Stand von 81:92 verlassen musste, war die Partie entschieden.

Baunach ist abgestiegen

Dass die Baskets trotz der Niederlagen weiter ein kleines Polster auf die Abstiegsränge haben, liegt daran, dass die Konkurrenten aus Baunach und Hanau ebenfalls gepatzt haben. Während Baunach nach zwei Niederlagen gegen Ehingen und Heidelberg bereits als erster Absteiger feststeht, liegen die Hessen weiter vier Punkte hinter den Baskets. Die erste Hanauer Niederlage des vergangenen Wochenendes war allerdings außerordentlich knapp. Gegen Tübingen verloren die White Wings erst nach Verlängerung mit 85:90, in Rostock setzte es eine 55:86-Pleite. Einen Platz haben die Paderborner aber dennoch verloren. Da der FC Schalke überraschend die Hamburg Towers bezwang, rangieren die Paderborner nur noch auf Platz 14.

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