Sa., 13.04.2019

Handball: TSV Schloß Neuhaus schafft den Aufstieg in die Landesliga Das Drei-Säulen-Prinzip

Von Markus Schlotjunker

Schloß Neuhaus. Am viertletzten Spieltag haben die Handballer des Bezirksligisten TSV Schloß Neuhaus das besiegelt, was sich seit Wochen ob ihrer unangefochtenen Tabellenführung schon anbahnte: die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga.

Eindrucksvoller hätten die Schlossherren, die in 23 Spielen nur vier Punkte abgaben, das aufgrund ihrer Souveränität so Folgerichtige in den vergangenen drei Partien nicht zelebrieren können. Insbesondere in der jeweiligen ersten Halbzeit dieser Trilogie zeigte die Mannschaft von Trainer Michael Steffan, wie sehr sie diesen Erfolg wollte. 11:4 führte der TSV im Heimspiel gegen Handball Lemgo III (Endstand 20:13), 15:5 führten sie bei der HSG Altenbeken/Buke II (Endstand 30:17), und mit einer fast schon als historisch zu bezeichnenden 18:2-Führung ging Schloß Neuhaus am vergangenen Sonntagabend im Spiel gegen den HC Steinheim in die Kabine (Endstand 40:12). »Ich bin schon lange beim Handball dabei, aber so eine Halbzeit habe ich auch noch nie erlebt«, kommentierte Steffan. Das 18:2 unterstreicht auch das, was Steffan als die wichtigste von drei Säulen bezeichnet, auf die der Aufstieg gebaut sei: die Abwehrreihe! »Wir haben eine hünenhafte, klassische 6:0-Deckungsformation, die eine homogene Einheit mit unseren überragenden Torhütern Mattis Lippe und Ruben Süß bildet«, erklärt der Coach. Kein Wunder, dass Schloß Neuhaus mit großem Abstand die wenigsten Gegentore (19 im Schnitt) bekommen hat.

Großer Kader erhöht den Druck

Die zweite Säule ist der große Kader des Aufsteigers. »Wir hatten ständig 18 bis 19 Spieler im Training. Das erhöht natürlich den Druck, weil jeder spielen will und sich daher gut präsentieren muss«, sagt Steffan. Dass bei so einer hohen Zahl an Aktiven regelmäßig auch ein paar auf der Tribüne landen, war allen vor dem Saisonstart bewusst. »Wir haben immer allen vermittelt, das jeder Spieler wichtig ist und seine Einsatzzeiten bekommen wird. So war es dann auch«, schildert der Trainer, der in der kommenden Saison wohl auf das Gros der aktuellen Mannschaft setzen kann. »Im Kern bleibt das Team zusammen«, sagt Steffan, der mit TuRa Elsen schon einmal ein Team in die Landesliga geführt hat. Der TSV, für den er seit drei Jahren tätig ist, wuchs ihm in dieser Zeit ans Herz. »Der Verein ist gewachsen, hat Strukturen, eine starke Jugendarbeit und ist daher für die Zukunft gut aufgestellt. Wir arbeiten daran, dass man an Tempo-Handball und Physis denkt, wenn man den Namen TSV Schloß Neuhaus hört«, blickt Steffan nach vorne.

Mit dem Willen – das ist die dritte Säule – zum Erfolg, den die Schlossherren von Saisonbeginn an hatten, haben sie das Maximum herausgeholt und werden das auch in der nächsten Spielzeit versuchen. So soll mindestens der Klassenerhalt zu schaffen sein.

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