Di., 23.04.2019

73. Osterlauf: Schirmherr Dreier lobt »absolutes Aushängeschild in Deutschland« Eine gigantische Laufparty

Der Fußballnachwuchs des SC Paderborn, hier mit Bürgermeister Michael Dreier (hinten), absolvierte in großer Zahl den Fünf-Kilometer-Lauf und holte in den einzelnen Jahrgängen vordere Platzierungen. In der U14 kam ein Quartett um den Zweiten Lean Breitkreutz unter die Top Sechs.

Der Fußballnachwuchs des SC Paderborn, hier mit Bürgermeister Michael Dreier (hinten), absolvierte in großer Zahl den Fünf-Kilometer-Lauf und holte in den einzelnen Jahrgängen vordere Platzierungen. In der U14 kam ein Quartett um den Zweiten Lean Breitkreutz unter die Top Sechs.

Von Jörg Manthey

Paderborn (WB). Der Osterlauf ist mehr als nur Sport, mehr als Ergebnis. Dass rund um die Laufstrecke eine Megaparty gefeiert wurde, davon machte sich auch Bürgermeister Michael Dreier ein Bild. Der Schirmherr radelte die Straßen gemeinsam mit Organisationschef Christian Stork ab und zeigte sich begeistert ob der Fröhlichkeit, die in den Vorgärten kreativ zelebriert wurde. »Das war ein großer Tag des Laufsports«, dankte Dreier – über die Maßen stolz – allen, die zum Gelingen des Tages beitrugen. »Dieser Paderborner Osterlauf ist ein absolutes Aushängeschild des Sports in Deutschland.« Und doch war diese 73. Auflage irgendwie besonders, wie Dirk Happe vom Orga-Team schwärmte. »Wir hatten lange nicht mehr so einen tollen Osterlauf.«

Die heimische Läufergilde erwies sich als höflicher Gastgeber und überließ den Gästen die vorderen Plätze. Beim »Zehner« schnitt Adam Janicki

Als 30. schnellster OWL-Läufer über 10 Kilometer: Adam Janicki. Foto: Jörn Hannemann

(»Lieber heiß als Eis«) von der SV Brackwede in 32:03 Minuten als schnellster OWL-Läufer auf Rang 30 ab; neue persönliche Bestzeit. Janicki studiert an der Uni Paderborn Sport- und Geschichte. SVB-Kollege Robiel Weldemichael, der Delbrücker, folgte in seinem Heimrennen als 36. (32:55 min). Beruflich bedingt hatte Weldemichael im Vorfeld bloß bedingt trainieren können und war absolut zufrieden. »Ein guter Einstieg für ihn. Robiel wird in dieser Seit noch genug Gelegenheiten haben, zu zeigen, dass er mehr kann«, meinte Trainer Thomas Heidbreder.

Reeschke verpasst Ziel knapp – trotz Bestzeit

Roman Reeschke (31) nutzte die 10-km-Distanz als Vorbereitung auf den Ironman Roth. Der 1. Vorsitzende des Tri-Clubs Paderborn wollte gerne die 35 vorne stehen haben. »Dieses Ziel habe ich leider knapp verfehlt.« In 36:11 Minuten stellte er trotzdem eine neue persönliche Bestzeit auf. »Das war ein schöner Lauf. Die Stimmung war super. Aber ich war bei der Hitze ganz schön durch«, schnaufte Reeschke, der seine Zeit »ein bisschen auf die vernachlässigte Regeneration« schob. »Ich bin aus vollem Training gelaufen.«

Der »Zehner« war auch erster Wertungslauf im DLV-Nachwuchsläufercup. Bei der MU18 platzierte sich mit Florian Magiera (SV Marienloh/44:23 min) auf Rang vier und dem Siebten Dominik Schlepphorst (TSV Wewer/46:36 min) ein heimisches Duo unter den Top Ten. Kiara Nahen vom LC Paderborn siegte bei der WU18 ganz überlegen in 38:40 Minuten. Auf den Rängen fünf, sechs und acht folgten Clara Lüke (LC Paderborn/51:54 min), Emily Schwarzer (Paderborn/54:11 min) und Nadine Bardehle vom VfB Salzkotten (56:21 min).

SCP-Fußballnachwuchs flott unterwegs

Es ist eine liebgewonnene Sitte, dass der Fußballnachwuchs des SC Paderborn den 5-km-Straßenlauf im Eiltempo für ein Gemeinschaftserlebnis nutzt. »Es geht dabei nicht nur um die Verbundenheit untereinander. Dieser Lauf bietet sich auch prima an, uns der Öffentlichkeit zu präsentieren«, erklärte Philipp Strenge, Leiter Koordination im SCP-Nachwuchszentrum. Etwa 60 Talente, Trainer und Betreuer integrierten diese Bewegungseinheit in ihre Osterferien. Christos Theodoridis (20:24 min) gewann deutlich die U12-Wertung. Die schnellste Zeit mit 18:37 Minuten lieferte auf Rang 35 Luca Kerkemeyer ab (5.MU18), knapp vor Erik Speckenheuer (18:38 min/6. MU18) und Mathis Grothe (18:39 min/ 2. MU16).

Mathias Rooch vom LC Paderborn, Singer und Songwriter, wird seinen Halbmarathon so in Erinnerung behalten: »21,097 Kilometer Solarium und ganz viele Duschen.« Dieser genussvolle Mix dauerte für ihn 2:18,02 Stunden.

Mathias Schmidt läuft in Schutzausrüstung

Die Feuerwehr Paderborn war mit etwa 40 Kollegen vertreten. Drei von ihnen absolvierten die zehn Kilometer für einen guten Zweck in kompletter Schutzausrüstung. Natürlich auch Mathias Schmidt, der erst vor fünf Tagen in Boston seinen ersten Marathon gelaufen war. Leider forderte das »Hoch« Katharina Hitzeopfer. Laut Feuerwehrbericht stieg gegen 13 Uhr das Einsatzaufkommen an.

Ein Feuerwehr-Trio (vorne der weitgereiste Mathias Schmidt) war für den guten Zweck in voller Montur unterwegs. Foto: Jörn Hannemann

Aufgrund der Wärme kam es zu Kreislaufzusammenbrüchen, und beim Inline-Skating ereigneten sich mehrere Stürze. Etwa 20 Sportler wurden abtransportiert. Bei der Wende im Start-Ziel-Bereich verhinderten die eigens aus dem Skikarussell Winterberg herangekarrten Schutzmatten, die die Strohballen der Vorjahre ersetzen, mehrfach Schlimmeres.

Orga-Chef Christian Stork zog ein positives Gesamtfazit: »Wahnsinn. Ich bin schwer begeistert. Besser kann es nicht laufen. Lob an das gesamte Team. Alle haben einen super Job gemacht.« Michael Dreiers Versprechen: »Dieser Lauf ist einzigartig und wird eine Zukunft haben.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6559523?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F2514646%2F