Mo., 20.05.2019

Football-Regionalliga: Paderborn Dolphins bezwingen Gelsenkirchen Devils mit 20:0 Die Teufel an die Kette gelegt

Paderborns Ballträger Daniel Kumi Ampadu wird hier von den roten Teufeln zu Fall gebracht.

Paderborns Ballträger Daniel Kumi Ampadu wird hier von den roten Teufeln zu Fall gebracht. Foto: Jörg Manthey

Von Jörg Manthey

Schloß Neuhaus. Die Punktausbeute bleibt makellos: Mit einem akkuraten 20:0 (14:0, 0:0, 0:0, 6:0)-Heimerfolg über die Gelsenkirchen Devils haben die Paderborn Dolphins ihren dritten Sieg in der Football-Regionalliga erkämpft. Dieser souveräne Auftritt war zugleich ein gelungener Einstand für das neue Delfin-Maskottchen, das von den Fans auf den Namen »Paddy« getauft worden ist.

Der Tanz mit den Teufeln war insgesamt ein unerwartet pro-blemloses Unterfangen. Für den Gast, der die Paderborner Endzone bloß in homöopathischen Dosen erblicken sollte, entpuppte sich das Löns-Stadion rasch als Pforte zur Hölle. Gerade mal ein paar Sekunden waren gespielt, als der auffällig passunsichere Devils-Quarterback Thomas Iking dem verdutzten Mark Möbus den Ball mit links direkt in die Arme servierte. Der erfahrene Cornerback, Neuzugang von den Kassel Titans, fackelte nicht lange und sprintete auf dem rechten Flügel zum Touchdown. Kicker Heiko Bals erhöhte auf 7:0.

Trickspielzug mit 14:0 veredelt

Ein wunderbarer Trickspielzug brachte dem Tabellenzweiten den nächsten Touchdown. US-Quarterback Kyle Faunce setzte den völlig frei stehenden William Jansen ein; das flutschte wie im Training. Wieder kickte Heiko Bals den Ball zwischen die Stangen – 14:0. Und als Eugene Asiedu ein teuflisches Fumble aufnahm, durfte die Dolphins-Offense schon wieder aufs Feld. Nuancen fehlten zur Ergebnisaufhübschung. Schade, dass dem schicken Touchdown-Pass auf Jan Dupong-di-Moutassy wegen eines unkorrekten Blocks die Anerkennung verwehrt blieb. Bloß ein Meter fehlte, als Heiko Bals aus mehr als 40 Yards mit einem Fieldgoalversuch scheiterte. Pech auch für Thorsten Sibum, der 54 Sekunden vor der Halbzeit einen Pass abfing, das Ei aber nicht richtig festhalten konnte und diese Interception somit nicht zählte.

Dem Niveau des Gegners angepasst

»Die Offense bewegt den Ball ganz okay, und unsere Defense ist wirklich stark«, meinte ein entspannter Dolphins-Präsident David Schmidtmann zur Pause. »Wir hatten eine gute Kontrolle über den Ball, auch über die Feldpositionen.« D-Liner Jason Irmscher würdigte gleichfalls die dominante Defense, fand aber auch kritische Worte: »Es hätten mehr Punkte für uns auf dem Scoreboard stehen können. Mit zunehmender Dauer haben wir uns dem Niveau des Gegners angepasst.« Irmscher mahnte »viele kleine Fehler« an, auch waren ihm »zu viele Fouls, zu viele Flaggen« ein Dorn im Auge.

Bei Gelsenkirchens Offense blieb weiterhin alles Stückwerk. Es fehlte jede Präzision. Trotzdem dauerte es eine ganze Weile, bis die Platzherren ihre langen Bemühungen in der Offensive wieder mit etwas Zählbarem veredeln konnten. Im letzten Viertel erhöhte Heiko Bals per Fieldgoal auf 17:0. Vorausgegangen war ein zurückeroberter Punt.

»Defense hat bombenstark gespielt«

Stark, wie D-Liner Markus Laskowski für seine Farben an der gegnerischen Fünf-Yard-Linie wieder das Ballrecht eroberte, als er nach einem missglückten Punt der Teufel am schnellsten reagierte und den Ball aufnahm. Heiko Bals, wer sonst, wusste in der Folge damit etwas Kreatives anzufangen und verzinste den Einsatz mit dem nächsten Fieldgoal – 20:0, zugleich der Endstand. »Deren Defense war erwartet physisch und hat gegen unser Laufspiel relativ gut verteidigt. Das war ein schweres Stück Arbeit«, urteilte David Schmidtmann und gratulierte der Mannschaft zu einem »insgesamt sehr soliden Sieg. Unsere Defense hat bombenstark gespielt. 6:0 Punkte, besser geht’s nicht. Ich bin sehr zufrieden«.

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