Sa., 20.07.2019

Just Windsurfing vom Lippesee bei Raceboard-WM vor Warnemünde erfolgreich Viel Wind und viel Wellen: Rauen Bedingungen auf der Ostsee getrotzt

Richard Sprenger in voller Gleitfahrt vor der Kulisse von Warnemünde.

Richard Sprenger in voller Gleitfahrt vor der Kulisse von Warnemünde. Foto: Tom Körber

Paderborn  (WB).Bei der Heim-Weltmeisterschaft der Raceboarder auf der Ostsee vor Warnemünde waren für das Team Deutschland Richard Sprenger, Florian Schwede, Eike Drawe, Heiner Homrighausen und Matthias Reimann (alle Just Windsurfing Paderborn) vom Lippesee dabei.

Nach der Materialregistrierung und -vermessung stand für die 113 Teilnehmer zunächst bei guten Windstärken von vier Beaufort und 1,5 Meter hohem Wellengang ein »Practice Race« an. Am ersten Wettkampftag war die Vorhersage eindeutig: sechs bis sieben Beaufort und drei Meter hohe Wellen bedeuteten nicht mehr fahrbare Bedingungen für die Longboarder.

An den drei Folgetagen waren die Bedingungen etwa moderater, aber immer noch eine starke Herausforderung: fünf bis sechs Beaufort und übermannshohe Welle mit jeweils drei, etwa zehn Kilometer langen Wettfahrten. In der Junior-Wertung profitierte vor allem Richard Sprenger von seiner Erfahrung bei vielen Seeregatten: Er gewann Bronze. Florian Schwede, der das erste Mal international und auf einem Seerevier startete, musste sich zunächst an die extremen Bedingungen gewöhnen und einfahren, dann konnte er im Jugendfeld aber ordentlich mitfahren.

Reimann rettet Surfer aus Seenot

Eike Drawe fuhr konstant Platzierungen zwischen 25 und 35 im Erwachsenenfeld ein. Heiner Homrighausen, der von der DM einen Infekt mitgebracht hatte, rettete sich mit Routine durch den ersten und dritten Tag, musste am zweiten Tag aber nach der ersten von drei Wettfahrten erschöpft passen. Matthias Reimann, eher Binnenseespezialist, kam mit den Grenzbedingungen nicht so zurecht, war dafür aber am ersten Tag am Strand zur Stelle, als zwei Surfer in der Nähe der Hafeneinfahrt in Seenot waren. Diese konnte er an Land retten.

Der letzte Wettkampftag brachte Bedingungen wie am Lippesee mit zwei weiteren Wettfahrten. Nun konnten alle fünf Aktiven noch einmal punkten. Am Ende verpasste Richard Sprenger unglücklich punktgleich die Bronzemedaille, durfte aber mit Rang vier im Juniorfeld sehr zufrieden sein. Florian Schwede beendete seine erste WM mit Stolz und auf Platz 13. Heiner Homrighausen schloss in der Veteranenwertung (Ü60) auf Position fünf ab. Eike Drawe wurde 29., Matthias Reimann 63.

Deutsches Junior-Team holt Gold

Die beiden abschließenden Wettkampftage im Rahmen der 82. Warnemünder Woche gehörten dem Nations-Cup, der wie die Surfbundesliga mit Teams gegeneinander gefahren wird. Bis zu vier Surfer sind in einem Team, die beiden besten Ergebnisse je Wettfahrt werden gewertet. Bei einer WM war dieses Format Neuland. Leider entsandten nicht alle Länder Nationalteams, sodass auch »Ländergemeinschaften« zugelassen wurden. Nach Flaute am ersten Tag und Seenebel am Vormittag des Folgetages wurden am Nachmittag des zweiten Tages zumindest die erforderlichen drei Wettfahrten bei Binnenseebedingungen gestartet. Team Germany siegte bei den Männern und belegte im Mixed Silber.

Das deutsche Juniorteam, in dem Richard Sprenger und Florian Schwede gesetzt waren, siegte vor Spanien und belohnte sich mit Team-Gold. Bei den Mastern (Ü40) setzte sich Polen vor dem ersten deutschen Masterteam durch. Das zweite deutsche Team mit Matthias Reimann erreichte Bronze. An diesem Sonntag ist Tandem-Cup auf dem Lippesee. Erster Start um 13 Uhr.

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