Di., 30.07.2019

Bundesligist TuS Sennelager bietet mit Mini-Etat großes Tennis Nur ein Sieg fehlt noch

Die Väter des TuS-Erfolges (von links): Tennischef Matthias Wittig, Sponsor Ralf Hämmerling und Manager Marc Renner.

Die Väter des TuS-Erfolges (von links): Tennischef Matthias Wittig, Sponsor Ralf Hämmerling und Manager Marc Renner. Foto: AK

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Glückwünsche zum Klassenerhalt lehnt Ralf Hämmerling noch ab. Doch der Hauptsponsor des Tennis-Bundesligisten TuS Sennelager ist (fast) sicher: »Noch ein Sieg und wir bleiben drin.«

Der Neuling hat am Wochenende mit den beiden Auswärtserfolgen gegen Blau-Weiß Aachen (5:1) und TC Weinheim (4:2) das Fundament zum Ligaerhalt gelegt und kann schon drei Spieltage vor Schluss damit beginnen, »erstklassig« zu planen. »Was unsere Mannschaft geleistet hat, ist sensationell, am Sonntag könnte schon der entscheidende Schritt folgen«, ist Hämmerling mit Blick auf den 4. August sicher. Sennelager ist dann beim Mitaufsteiger TC Großhesselohe zu Gast, THC Rot-Weiss Köln erwartet Weinheim. Eines dieser vier Teams wird das noch sieglose Schlusslicht Blau-Weiß Aachen in die 2. Liga begleiten müssen.

Erwartungen übertroffen

Nach Lage der Dinge dürfte der TuS Sennelager nicht dazuzählen, und deshalb werden in den nächsten Wochen die Weichen für das Tennisjahr 2020 gestellt. Die Anlage des Paderborner TC Blau-Rot soll Bundesligastandort bleiben. »Das wäre für uns perfekt. Wir bekommen von unseren Gästen nur Lob und wenn Blau-Rot das nötige Signal gibt, bleiben wir gerne dort«, sagt Hämmerling. Zumal auch die Zuschauerzahlen stimmen: Mit insgesamt knapp 3000 in den drei Heimspielen wurden die Erwartungen übertroffen.

Auch der Mini-Etat soll erhöht werden. Mit 100.000 Euro ist der TuS Sennelager wirtschaftlich weit abgeschlagen, der Bundesligaschnitt liegt bei 250.000 bis 300.000 Euro. Meister Grün-Weiß Mannheim gibt für die 1. Liga sogar 500.000 Euro aus. »Weltklasse lässt sich auch in Paderborn gut vermarkten. Ich sehe das Potenzial, dass auch wir in den kommenden Jahren schrittweise zulegen können«, ist Hämmerling überzeugt. Wobei bei dem 62-Jährigen die Finanzen nicht an allerster Stelle stehen: »Unser Teamgeist war entscheidend. Die Spieler werden zwar aus den unterschiedlichsten Ländern eingeflogen, trotzdem sind sie zu einer Einheit zusammengewachsen. Ohne die Geschlossenheit wäre dieser Erfolg nicht möglich.«

Visionen für die Zukunft

Konkrete Pläne und auch Visionen für die Zukunft hat der Unternehmer deshalb genug. Selbst den Bau einer eigenen Arena will Hämmerling (»Man sollte nie nie sagen«) nicht ausschließen. Kurzfristig hat er aber nur einen Wunsch: »Ich würde gerne mit unserem Verein, den Mitgliedern unseren Fans und den Sponsoren den ersten Heimsieg feiern.«

Da gibt es nur noch eine Chance: Am 10. August ist Kurhaus Aachen zu Gast. Die Mannschaft aus der Kaiserstadt hat bei nur einem Punkt Rückstand allerdings noch gute Titelchancen.

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