So., 04.08.2019

Tatjana Pinto (LC Paderborn) ist zweifache Deutsche Meisterin im 100- und 200-Meter-Sprint Tatjana Pinto ist doppelte Deutsche Meisterin

Hat allen Grund zum Jubeln: Tatjana Pinto vom LC Paderborn ist Deutsche Meisterin im 100- und 200-Meter-Sprint.

Hat allen Grund zum Jubeln: Tatjana Pinto vom LC Paderborn ist Deutsche Meisterin im 100- und 200-Meter-Sprint. Foto: Sven Hoppe/dpa

Berlin/Paderborn (WB/jm). Tatjana Pinto vom LC Paderborn ist die schnellste Frau Deutschlands. Nachdem sich die 27-Jährige im Berliner Olympiastadion bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften den Titel bereits im 100-Meter-Sprint gesichert hatte, hat sie am Sonntagabend mit 22,65 Sekunden auch über 200 Meter Gold geholt.

Pinto zeigte im Finale der Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper (SCC Berlin/11,20) und Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz (11,21) die Hacken. »Chapeu, ich ziehe meinen Hut. Tatjana war besser war und hat echt ein saustarkes Rennen geliefert«, räumte Lückenkemper ein. Auch über 200 Meter war sie mit 22,65 Sekunden die Schnellste.

»2018 bin ich bei der EM knapp am Finale gescheitert und als Neunte ausgeschieden. Jetzt wollte ich im Olympiastadion eine gute Leistung bringen. Umso wichtiger ist mir der Titel hier mit dieser super Zeit, der zweitschnellsten Zeit in meiner Karriere«, strahlte die Siegerin nach ihrem dritten DM-Triumph über 100 Meter nach 2014 und 2016). Man kann es auch als »Comeback nach langer Zeit mit Aufs und Abs durch Verletzungen sehen«, so Pinto. Der Wechsel in die internationale Trainingsgruppe um US-Coach Rana Reider habe sich ausgezahlt. »Es läuft alles hochprofessionell ab, akribischer und sehr individuell. Ich habe ich sehr viel Konstanz in den Trainingsalltag bekommen.« Jedes Training sei wie ein Wettkampf. »Wir pushen uns gegenseitig. Das macht riesig Spaß. Diese Konkurrenzsituation bringt mich auch mental voran.«

Für die 200 Meter am Sonntag hatte Tatjana Pinto im Vorfeld eine Bestzeit angestrebt, wie sie im Überschwang hatte wissen lassen. »Insbesondere in der Kurve habe ich noch Luft nach oben. Dass ich bei der WM unter elf Sekunden laufe, da gehört schon viel dazu, vielleicht auch ein bisschen Glück. Auf jeden Fall fühlt sich das Training gerade richtig gut an, wie im Flow. Ich vertraue auf meinen Trainer und was im Training passiert. Das geht auf.«

Knapp zwei Stunden vor ihrem 200-Meter-Start hatte Tatjana Pinto am Sonntag wie versprochen als Schlussläuferin die 4 x 100-Meter-Staffel verstärkt und sie entspannt zur Bronzemedaille geführt. Zusammen mit Chantal Butzek, Janina Kölsch, Alina Kuß lief sie 44,62 Sekunden; nur knapp über der Bestzeit (44,53).

Nach einem Fehlstart des LT DSHS Köln I (disqualifiziert) stürmte die zweite Staffel des LC Paderborn (U23) mit Marlene Funke, Ina Thimm, Luzie Probst und Estelle Potthast – Meldezeit 46,18 Sekunden – im vierten Zeitfinale in 47,15 Sekunden auf Position fünf. Der LC Paderborn III mit den U20-Youngsterm Anna Semler, Nicole Rodehutscord, Laura Keuper und Franziska Keuper kam im ersten Vorlauf auf die neue Bestzeit von 47,84 Sekunden.

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