Di., 13.08.2019

1. Tennis-Bundesliga: Großteil des Kaders beim TuS Sennelager bleibt zusammen Klassenerhalt als Meisterstück

Das Team Hämmerling TuS Sennelager bleibt erstklassig: (stehend von links) Nico Ruthmann, Louis Dietze, Julius Hillmann, Manuel Guinard, Norbert Gombos, Arthur Rinderknech, Marcin Matkowski, David Pel sowie (kniend von links) Philipp Scholz, Marius Kur, Marc Renner, Ivan Gakhov, Frederico Ferreira Silva, Jan Zielinski, Carlos Ramirez Utermann und feiert nach dem entscheidenden Punktgewinn beim 3:3 am vorletzten Spieltag gegen Kurhaus Aachen den sensationellen Nicht-Abstieg und Platz sieben in der 1. Tennis-Point-Bundesliga. Vorne eingeklinkt (von links) Antoine Hoang, Jozef Kovalik, Alexey Vatutin und Dragos Dima.

Das Team Hämmerling TuS Sennelager bleibt erstklassig: (stehend von links) Nico Ruthmann, Louis Dietze, Julius Hillmann, Manuel Guinard, Norbert Gombos, Arthur Rinderknech, Marcin Matkowski, David Pel sowie (kniend von links) Philipp Scholz, Marius Kur, Marc Renner, Ivan Gakhov, Frederico Ferreira Silva, Jan Zielinski, Carlos Ramirez Utermann und feiert nach dem entscheidenden Punktgewinn beim 3:3 am vorletzten Spieltag gegen Kurhaus Aachen den sensationellen Nicht-Abstieg und Platz sieben in der 1. Tennis-Point-Bundesliga. Vorne eingeklinkt (von links) Antoine Hoang, Jozef Kovalik, Alexey Vatutin und Dragos Dima. Foto: Agentur Klick

Sennelager (WB/AK). Nach einer schier unglaublichen Premierensaison in der 1. Tennis-Point-Bundesliga der Herren hat Team Hämmerling TuS Sennelager den großen Wurf gelandet. Der überraschende Nicht-Abstieg schreibt das Paderborner Tenniswunder weiter.

»Es war eine Saison mit Aufs und Abs, bei der Nuancen den Ausschlag gegeben haben«, blickt Teammanager Marc Renner zurück, »es hat für uns schlecht begonnen und wir mussten Lehrgeld zahlen, aber wir haben die Spielzeit clever geplant und waren zum Ende hin bärenstark.«

Der Glaube bei Mannschaft und Umfeld war immer vorhanden. Die erste Niederlage (2:4) im Deutschen Oberhaus beim Saisonauftakt gegen den alten und neuen Deutschen Meister TK GW Mannheim erlebte Trainer Marius Kur als »einen gefühlten Sieg«. Den ersten Punktgewinn in Liga eins am dritten Spieltag gegen BW Timberland Finance Krefeld, das in der Abschlusstabelle Rang drei belegte, bezeichnete Kur bereits als »gefühlte Niederlage«.

In der nachfolgenden Serie von drei Auswärtsspielen ohne Niederlage beim TK BW Aachen (5:1), fläsh TC Weinheim 1920 (4:2) sowie TC Großhesselohe (3:3) machte der TuS in der Liga gehörig Alarm, eroberte vor dem abschließenden Doppelspieltag mit Platz sechs quasi die Spitze der unteren Tabellenhälfte und hatte urplötzlich beste Aussichten auf das Erreichen des Klassenziels. »Die Mannschaft hat viel besser gespielt, als es ihre Weltranglistenpositionen aussagen«, stellt Kur fest, »in Aachen, bei unserem ersten Bundesliga-Sieg, ist noch einmal ein Ruck durch das gesamte Team gegangen.« Das 3:3 am vorletzten Spieltag vor eigenem Publikum gegen den am Ende viertplatzierten TK Kurhaus Lambertz Aachen war schließlich das Sahnhäubchen. Die Punkteteilung nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand fühlte sich nicht nur wie ein Sieg an. Sie war vielmehr die erfolgreich abgelegte sportliche Reifeprüfung einer Mannschaft, die mit dem endgültig in trockene Tücher gebrachten Nichtabstieg ihr ganz persönliches Meisterstück vollendete. »Es sind viele Kleinigkeiten, die es ausgemacht haben«, sagt der Trainer, »in der Mannschaft ist jeder für jeden da gewesen, wir hatten die Saison über viel Spaß miteinender und ich konnte mich auf die Jungs immer verlassen. Auch beim für sie bedeutungslosen Spiel in Köln haben sie sich nicht hängen lassen und sehr gut dagegengehalten.«

Viel besser als die Positionen

Nach sieben Aufstiegen in Folge nun Platz sieben in Liga eins vor dem Kölner THC Stadion Rot-Weiß sowie den beiden Absteigern Weinheim und BW Aachen. Und all das mit dem weitaus geringsten finanziellen Etat aller Erstliga-Teams. Auch wenn es in diesem Jahr nicht mit dem von Hauptsponsor Ralf Hämmerling erhofften ersten Heimsieg in der Bundesliga geklappt hat, der auf und neben dem Platz überzeugende Kader hat sich die Chance auf den ersten Erfolg im kommenden Jahr auch vor dem – bei allen vier Heimpartien ebenfalls überzeugenden – Paderborner Publikum erkämpft, erspielt und verdient.

Das gilt ebenso für den Trainer und den Teammanager, die das Team umsichtig und mit sportlichem Sachverstand zusammengestellt haben. »Das Team hat das super gemacht, einen Umbruch wird es nicht geben«, kündigt Renner an, »der Großteil des jetzigen Kaders wird auch 2020 in Sennelager aufschlagen.« Die Spieler empfänden die Mannschaftspartien als ihre »schönste Zeit«, da sie ansonsten auf der Turnier-Tour immer alleine unterwegs seien. Anders als nach der Zweiliga-Meisterschaft stelle sich die Frage, ob der TuS den Startplatz in Liga eins im nächsten Jahr wahrnehme, dieses Mal nicht.

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