Do., 05.09.2019

Badminton-Regionalliga: Phönix Hövelhof und BW Ostenland wollen Klaassenverbleib Es wird noch anspruchsvoller

Hövelhofs Topkräfte Ilija Pavlovic und Hannah Schiwon sind wieder als verlässliche Punktelieferanten eingeplant.

Hövelhofs Topkräfte Ilija Pavlovic und Hannah Schiwon sind wieder als verlässliche Punktelieferanten eingeplant. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Hövelhof/Ostenland (WB). Das Ziel ist das gleiche wie in der Vorserie, der Weg dorthin erscheint allerdings erheblich steiniger als in der vergangenen Saison: Sowohl der BC Phönix Hövelhof als auch der SC BW Ostenland haben vor den ersten Ballwechseln in der Badminton-Regionalliga nichts anderes als den Klassenerhalt im Visier.

2018/2019 landeten Hövelhof (5.) und der damalige Debütant Ostenland (6.) in der 8er-Staffel exakt über dem Strich. Vor der Serie 2019/2020 sagt SCO-Trainer Dominik Ahlheit: »Mit Langenfeld und Mülheim III sind zwei richtig gute Aufsteiger hinzugekommen. Die Liga ist deutlich stärker. Sollten wir den Abstieg erneut verhindern können, würde das alle bisherigen Erfolge toppen.« Ahlheit vergleicht diese noch etwas anspruchsvollere Ausgangssituation für die Seinen mit Dauerduellen zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern München. Im Normalfall siegen die ungleich besser besetzten Bayern. Aber unter ganz speziellen Umständen haben auch die Breisgauer eine (kleine) Chance. »Wenn bei uns alles passt und wir etwas Glück haben, können wir nahezu jeden Gegner ärgern. Wir werden versuchen, Spieltag für Spieltag unsere maximale Leistung abzurufen und bestenfalls zehn Prozent mehr Einsatz zu zeigen als die nominell besseren Konkurrenten. Im Idealfall werden wir dann am Ende zum zweiten Mal mit dem Ligaverbleib belohnt«, sagt Ahlheit.

Auf jeden Fall Mülheim III distanzieren

Zu diesem Rezept gibt es auch noch eine Formel, die da lautet: Mülheim plus X. Die Dritte des 13-maligen Deutschen Mannschaftsmeisters wollen die Ostenländer unbedingt hinter sich lassen. Die zweite Mannschaft, die hinter dem SCO einlaufen muss, wird noch gesucht.

Den berufsbedingten Abschied von Fabian Disic (zurück zum GSV Fröndenberg) haben die Blau-Weißen – wie bereits berichtet – mit zwei Neuzugängen kompensiert. Neben dem vom BC Phönix Hövelhof II verpflichteten Zungenbrecher Mike Augustine Gnanagunaratnam ist es vor allem Ausnahmetalent Karim Krehemeier (BC Steinheim), mit dem große Hoffnungen verbunden werden. Der Deutsche U15-Meister und U17-Nationalspieler wird zum Saisonauftakt beim BC Hohenlimburg II (Sonntag, 10.30 Uhr) aufgrund eines NRW-Ranglistenturnier-Einsatzes fehlen, soll jedoch etwa 70 Prozent aller Spiele mitmachen.

Hövelhof verpflichtet Serben Andrija Doder

»Nur in einigen wenigen Spielen«, so sagt es Hövelhofs Coach Martin Brameyer, dürfte der junge Mann in der Regionalliga zum Schläger greifen, mit dem sich der BC Phönix verstärkt hat. Auf die Empfehlung von Ilija Pavlovic hin hat der Drittligist in Person dessen Landsmanns Andrija Doder einen zweiten Serben unter Vertrag genommen. Der 20-Jährige darf sich in seiner Heimat amtierender Herrendoppel- und Mixedmeister nennen und soll zu den Begegnungen anreisen, in denen es für seinen neuen Verein um die entscheidenden Punkte im Abstiegskampf geht – also in jedem Fall zu den Spielen gegen Mülheim und zu den natürlich wieder mit Spannung erwarteten Derbys. Zudem ist mit Marvin Barther (BSC Gütersloh) ein Eigengewächs zurück. Verzichten müssen die Hövelhofer, für die es am 15. September mit dem Auftritt bei Zweitligaabsteiger Sterk­rade-Nord losgeht, in dieser Saison auf den ebenfalls aus beruflichen Gründen abgewanderten Timo Putz sowie zunächst auf Robin Möller (gesundheitliche Gründe).

»Bevor wir wussten, mit welchen Spielern sich die Hövelhofer verstärken, war es unser Ziel, vor ihnen zu landen. Jetzt sind wir in den Derbys aber klarer Außenseiter, denn der junge Serbe ist deutlich stärker als Timo Putz«, sagt Dominik Ahlheit mit Blick auf die Kreisduelle am 22. September in Hövelhof und am 15. Dezember in Delbrück. Phönix-Pendant Martin Brameyer möchte von einer zu klaren Rollenverteilung indes nicht viel wissen und rechnet eher mit so zwei packenden Partien, wie sie die Vorsaison zu bieten hatte, in der es 4:4 und 5:3 für Hövelhof hieß: »Wir sind leichter Favorit. Doch ich gehe davon aus, dass es wieder richtig spannend wird.«

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