Do., 12.09.2019

OWL Challenge: Wiebke Sievert gewinnt im Stechen das Finale des Eggersmann Junior Cups Fanta statt Sekt

Amazone Wiebke Sievert und ihr zwölfjähriger Schimmel Chicco legten im Stechen des Eggersmann Junior Cups den schnellsten Ritt hin.

Amazone Wiebke Sievert und ihr zwölfjähriger Schimmel Chicco legten im Stechen des Eggersmann Junior Cups den schnellsten Ritt hin. Foto: Jörn Hannemann

Von Jörg Manthey (Text) und Jörn Hannemann (Fotos)

Paderborn (WB). Die vielversprechendsten U21-Nachwuchsreiter Westfalens haben am Donnerstag bei der OWL Challenge auf der schmucken Bühne des Paderborner Schützenplatzes ein Zeugnis ihres Könnens abgeliefert. Im Eggersmann Junior Cup, einer Stilspringprüfung der Klasse M* mit Stechen, waren die Amazone Wiebke Sievert vom ZRFV Schöppingen und ihr zwölfjähriger Schimmel Chicco aus hauseigener Zucht die Besten im Westen. Sievert siegte nach fehlerfreiem Stechen mit der schnellsten Zeit.

Bei der Growi Springpferde-Trophy war Ines Sieveke vom RVF von Lützow Herford das Maß aller Dinge. Sie sicherte sich mit dem Westfalen-Hengst Pikeur Llandudno (»Der hat viel Qualität«) die Siegerprämie von 210 Euro und wurde zusätzlich noch Dritte mit ihrem zweiten Pferd Los Angie. Auch die Westfalen-Stute, ebenfalls eine Los Angeles-Tochter, kommt aus dem Stall Brinkmann.

Acht Paare kommen ins Stechen

Für den Eggersmann Junior Cup hatten sich die besten Junioren und Jungen Reiter (Jg. 1998 und jünger/Leistungsklassen 2, 3 und 4) Westfalens aus sechs Qualifikationsprüfungen qualifiziert, die zwischen Juni und August in Iserlohn, Delbrück, Metelen, Brakel, Stadtlohn, Waltrop und Münster stattgefunden hatten. Von den 21 Startern schafften acht Jungspunde einen fehlerfreien Umlauf. Das Ziel verpasste Janine Becker (acht Fehlerpunkte). Dabei hatte sie auf Ratina die Einlaufprüfung am Vormittag zum Akklimatisieren noch gewinnen können.

Im aufregenden Stechen – 340 Meter Bahnlänge, acht Hindernisse, erlaubte Zeit: 59 Sekunden – führten Wiebke Sievert und Chicco, den sie seit sechs Jahren reitet, den Reigen der fehlerfreien Paare mit 41,68 Sekunden an. Sie verwiesen Marie Rellensmann und Cassy (44,32) auf Rang zwei. Rellensmann (RFV Hubertus Eschenbruch) ist auch im Dressurviereck erfolgreich unterwegs. Dritte wurden Celine Stüker aus Delbrück und Quickstep WL (44,84) vor Sophia Brechmann und Cojak (45,69) sowie Marie Müller und Elja (46,80); alle ebenfalls fehlerfrei. »Das war aufregend und cool und hat Spaß gemacht«, bejubelte Debütantin Sievert, die eine Lehre zur tiermedizinischen Fachangestellten absolviert, einen der größten Erfolge ihrer Laufbahn.

Lokalmatadore auf hinteren Plätzen

Die Growi Springpferde-Trophy Klasse M* für fünf- und sechsjährige Springpferde vereinte Youngster und Routiniers der Region, die sich zuvor in acht Qualifikationsprüfungen fürs Finale qualifizieren konnten. Unter den Augen der Richter Franz Peter Bockholt und Marc Scharffetter wurden Maximilian Schreiber und Hope Zweite. Ansporn für kommende Herausforderungen holten sich auf dem 440 Meter langen Parcours ebenso Markus Engelhard vom Reiterverein Altenautal auf seinem Holsteiner Hengst Crispy Crumble sowie Axel Berenbrinker (Reitverein Helleforth) mit So What auf dem geteilten dritten Rang. Manuel Schwarzenberg aus Hövelhof sattelte Carus und Carrick. Ausbeute: ein 15. Platz. Mit Carrick blieb er ohne Wertung. Markus Tölle (RFV des Delbrücker Land) blieb mit Konfetti Position 17.

Die international besetzte erste Qualifikation im Equiline Youngster Cup für siebenjährige Pferde sah Finja Bormann und Grey Chester auf Platz eins. Den gleichen Wettbewerb für die achtjährigen Pferde gewannen Gerrit Nieberg und Ben. »Aus diesem Kreis entstammen in ein paar Jahren die WM- oder Olympiateilnehmer«, erzählte Turnier-Pressesprecherin Sylvia Sanchez.

Japanisches Lob

In die Lobesarie ob der attraktiven Bedingungen auf dem Paderborner Schützenhof reihte sich Takashi Shibayama Haase ein. Der Chefbereiter des Stalls Maas J. Hell, in Schleswig-Holstein zu Hause, ist unter japanischer Flagge unterwegs. »Supertoll hier. Die Böden, Stallungen, Abreitehalle; einfach top organisiert«, würdigte er. Der Preis des Westfälischen Volksblattes beginnt heute, Freitag, um 10.15 Uhr. Das internationale Eröffnungsspringen folgt ab 13.50 Uhr. Infos und Ergebnisse: www.owl-challenge.de

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