Nisse Lüneburg siegt im Großen Preis von Paderborn
Luca Toni stürmt an die Spitze

Paderborn (WB). Luca Toni macht das, was er am besten kann: Er stürmt. Und zwar unter seinem Reiter Nisse Lüneburg auf Platz eins im Großen Preis von Paderborn.

Montag, 16.09.2019, 04:00 Uhr
Nisse Lüneburg grüßt als Sieger. Auf Luca Toni holt er sich bei der OWL Challenge den Großen Preis von Paderborn. Foto: Jörn Hannemann
Nisse Lüneburg grüßt als Sieger. Auf Luca Toni holt er sich bei der OWL Challenge den Großen Preis von Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Beim Hauptspringen der OWL Challenge schaffte es das Paar aus Wedel am Sonntag noch gerade so unter die besten 13 aus dem ersten in den entscheidenden zweiten Umlauf. Mit einem Abwurf, aber einer schnellen Zeit lag Nisse Lüneburg an 13. Stelle und ging deshalb als erster Starter in die Siegerrunde.

»Ich musste etwas riskieren«

»Ich musste etwas riskieren«, war für den 30-jährigen Derbysieger von Hamburg die Marschroute klar. Dabei konnte er allerdings voll und ganz auf seinen vierbeinigen Partner vertrauen, der den Namen des italienischen Fußballers trägt, der von 2007 bis 2009 erfolgreich für den FC Bayern München stürmte: »Luca Toni ist grundschnell. Ich habe nur auf einen guten Rhythmus und das Glück auf meiner Seite gehofft«, sagte Nisse Lüneburg. Beides hatte er: Die Konkurrenz biss sich an seinen vorgelegten 39,02 Sekunden die Zähne aus.

Zweiter erkennt Sieg neidlos an

Der zweitplatzierte Mario Stevens (0 Fehler/39,25 Sekunden) erkannte am Ende neidlos an: »Ich habe Nisses Ritt gesehen. Ihm ist alles gelungen und ich wüsste nicht, an welcher Stelle ich ihm hätte Zeit abnehmen können.« Bronze holte sich Patrick Stühlmeyer auf Varihoka du Temple (0/39,41).

Hinter dem Iren Peter Moloney auf Sassicaia Ares reihte sich mit Finja Bormann und A Crazy Son Of Lavina das Siegerpaar aus dem Championat von Paderborn ein.

Für Nisse Lüneburg hat sich der Erfolg im Großen Preis von Paderborn gleich doppelt gelohnt. Zu der Siegprämie in Höhe von 18.750 Euro gibt es 20 wertvolle Punkte für die Riders-Tour-Wertung. Vor der Challenge als fünfte von sechs Etappen der Springsportserie lag er mit 22 Punkten auf Rang zwei.

Finale in Neumünster

Jetzt hat er mit 18 Punkten Vorsprung die Führung übernommen. Ausruhen auf diesem komfortablen Vorsprung sollte er sich aber lieber nicht, empfahl ihm Riders-Tour-Chef Paul Schockemöhle: »Sicher reichen ihm ein paar Punkte. Aber wenn er im ersten Umlauf wieder einen Abwurf hat, wird es nochmal richtig spannend.«

Das Finale findet Mitte Februar 2020 beim Hallenturnier in Neumünster statt. Dann haben noch fast 40 Reiter theoretische Chancen auf den Titel »Rider of the year«.

17.000 Besucher

Dieser soll, wenn es nach Volker Wulff geht, auch im nächsten Jahr unter anderem bei der Challenge auf dem Paderborner Schützenplatz gesucht werden. »Wir hatten tolle Paare am Start und mit etwa 17.000 Besuchern so viele wie nie. Es passte alles«, resümierte der Turnierchef nach der 17. Auflage hochzufrieden und versprach: »Wir werden hier nächstes Jahr weitermachen.«

Das werden auch die regionalen Springreiter gerne hören, die von Beginn an stark in das sportliche Challenge-Programm eingebunden werden und traditionell den glanzvollen Schlusspunkt setzen: Den Sieg im Finale der Sparkassen-Trophy, quasi den Großen Preis der Region, holte sich in einem packenden Stechen Axel Berenbrinker (RV Helleforth) auf Serrano.

Mit einer Nullrunde in 38,89 Sekunden war er einen Wimpernschlag schneller als Laura Rochell (RV St. Georg Salzkotten) auf Sam (0/38,96). Platz drei ging an Henrik Griese (RFV Cherusker) und Diarra (0/39,44).

Hier gibt es eine Fotostrecke.

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