Di., 17.09.2019

Squash: Paderborner SC startet bei der Klub-EM in Edinburgh als Titelverteidiger Rösner: »Wir wollen den Sieg«

Der PSC-Tross ist vom Heimathafen Paderborn in Richtung Edinburgh in die Europapokal-Mission gestartet. Hinten von links: Andreas Preising, Friedrich van Rossum, Raphael Kandra, Simon Rösner, Ineta Mackevica, Lennart Osthoff und Matthias Wolff. Vorne von links: Annika Wiese, Christine van Rossum, Franziska Hennes, Lucas Wirths, Norman Farthing und Klaus Marx (Head of Sales & Marketing, Flughafen Paderborn-Lippstadt).

Der PSC-Tross ist vom Heimathafen Paderborn in Richtung Edinburgh in die Europapokal-Mission gestartet. Hinten von links: Andreas Preising, Friedrich van Rossum, Raphael Kandra, Simon Rösner, Ineta Mackevica, Lennart Osthoff und Matthias Wolff. Vorne von links: Annika Wiese, Christine van Rossum, Franziska Hennes, Lucas Wirths, Norman Farthing und Klaus Marx (Head of Sales & Marketing, Flughafen Paderborn-Lippstadt).

Paderborn (WB/jm). Nach knapp viermonatiger Pause beginnt die neue Squashsaison gleich mit einem Leckerbissen: Von Mittwoch an werden im schottischen Edinburgh die 32. European Club Championships ausgetragen.

Bis Samstag spielen insgesamt 19 Teams aus zehn europäischen Nationen – zwölf bei den Männern, sieben bei den Frauen – auf der Anlage des Edinburgh Sports Club ihren Champion aus. Titelverteidiger ist der Paderborner Squash Club, der in den zurückliegenden 20 Jahren insgesamt 19 Mal am Europapokal teilgenommen hat und diesen neunmal gewinnen konnte.

Insofern ist die Marschroute eindeutig: »Wir wollen den Sieg«, kündigt Simon Rösner, Kapitän des Paderborner Squash Clubs und Weltranglistenfünfter, kämpferisch an. Am Dienstag ging es für ihn, Raphael Kandra, Lennart Osthoff, Lucas Wirths, Franziska Hennes, Ineta Mackevica, Christine van Rossum, Annika Wiese sowie die Offiziellen Norman Farthing, Andreas Preising, Friedel van Rossum (ehemals Scheel), Anna Wedegärtner und Matthias Wolf vom Heimathafen Paderborn via Frankfurt nach Edinburgh. Dort stießen Viktor Byrtus, Nicolas Müller und Milou van der Heijden hinzu. Farthing, der im Mai in Hamburg die 15. Meisterschaft mit den PSC-Herren als Teammanager feierte, übergibt in Edingburgh den Staffelstab an Friedel van Rossum, der nun mit Geschäftsführerin Anna Wedegärtner für den Bundesliga-Spielbetrieb zuständig ist.

Mainz der wohl ärgste Rivale

Paderborns ärgster Rivale in Edinburgh dürfte aus Deutschland kommen. Nach zweijähriger Abstinenz hat sich Black & White RC Worms, amtierender DM-Vize, wieder allerhand vorgenommen und möchte an alte Glanzzeiten anschließen. Zwischen 2012 bis 2015 holte Worms den Siegerpokal viermal in Folge in die Nibelungenstadt. »Worms ist sicher die härteste Nuss für uns, was sich ja auch schon im Finale um die Deutsche Meisterschaft gezeigt hat. Wir wollen sie wieder schlagen«, erwartet Simon Rösner ein spannendes Turnier. Neben dem Neuseeländer Paul Coll, Nummer sechs der Welt, ergänzt Schottlands Spitzenspieler Greg Lobban (Nummer 30) das Wormser Team um Carsten Schoor, Jens Schoor sowie Tim Weber.

Auch die Mannschaften aus Edgbaston (England) und Brünn (Tschechien) rechnen sich gute Chancen aus. Im Pool A spielen die Paderborner gegen den finnischen Vertreter ESRC und den Squash Club Uster aus der Schweiz. Raphael Kandra, der mit seinem Sieg bei den Europameisterschaften – das erste EM-Gold für einen Deutschen – einen perfekten Saisonstart hingelegt hat, orakelt: »Die Tschechen haben ein sehr starkes Team, das oben mitspielen wird. Doch wir sind alle fit und gut vorbereitet.« Bei Viktoria Brno Sportprofit spielt unter anderem PSC-Neuzugang Daniel Mekbib (Nummer 83 der Welt), der für die kommende Bundesliga-Saison verpflichtet worden ist, sowie Richie Fallows (Nummer 51). Auf Worms oder Brünn trifft der PSC aber frühestens im Halbfinale.

Damen spielen Jeder gegen Jeden

Bei den Damen haben nur sieben Landesmeister gemeldet. Die Paderbornerinnen sind hinter den Engländerinnen vom Edgbaston Priory Club auf Rang zwei gesetzt. »Wir wollen unter die Top 3. Edgbaston ist der große Favorit, die anderen sind schwer einzuschätzen«, erklärt Matthias Wolff, Teammanager der Damen-Mannschaft. Gegner in Spielen Jeder gegen Jeden sind Edgbaston Priory (GB), Pontefract Squash Club (GB), Newlands LTC (Schottland), Edinburgh Sports Club (Schottland), Squash Club Fricktal (Schweiz) und Poland Squash Team (Polen).

Der wichtigste europäische Vereinswettbewerb, die »Champions League«, steigt zum ersten Mal in seiner 32-jährigen Geschichte in Schottland. Diese Reise sei nicht zuletzt nur dank der Unterstützung vieler Freunde und Förderer des PSC möglich, betont Anna Wedegärtner. Im Gegensatz zu anderen Sportarten gebe es für die Squasher keine Prämienausschüttung durch den Veranstalter, die European Squash Federation. Der PSC muss etwa 20.000 Euro aufwenden, um mit zwei Mannschaften vor Ort sein zu können.

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