Fr., 20.09.2019

Squash-Europacup: Herren siegen im umkämpften Halbfinale gegen Edinburgh 3:0 PSC-Damen gewinnen Bronze und sind stolz

Raphael Kandra wehrte nach 0:2-Satzrückstand eine drohende Niederlage noch ab – 3:2.

Raphael Kandra wehrte nach 0:2-Satzrückstand eine drohende Niederlage noch ab – 3:2. Foto: ECC/Steve Cubbins

Paderborn (jm). Bei den 32. European Club Championships (ECC) im schottischen Edinburgh kommt es zum deutschen Squash-Traumfinale. Titelverteidiger Paderborner SC gewann den kräftezehrenden Halbfinalkrimi gegen den gastgebenden Edinburgh Sports Club nach Siegen von Raphael Kandra, Simon Rösner und Lucas Wirths mit 3:0. »Das war der erwartet unangenehme Gegner. Edinburgh hat über seinem Limit gespielt«, bekannte Teammanager Friedrich van Rossum erleichtert.

Black & White Worms hat ebenfalls das Endspielticket gelöst. Die Wormser sparten dabei Körner. Gegen den Edgbaston Priory Club aus England, hieß es nach zwei dominanten Dreisatzsiegen von Greg Lobban und Paul Coll 2:0. Als auch Tim Weber seinen ersten Durchgang 11:9 gewinnen konnte, stand der Wormser Sieg fest – 3:0, die Partie wurde nicht fortgesetzt.

Kandra wehrt drohende Niederlage ab

Möglichst genauso wollte es der Paderborner SC gegen Edinburgh handhaben. Doch Linkshänder Raphael Kandra fand gegen den lange konzentriert agierenden Stuart George nicht so recht in die Partie und musste nach langen Ballwechseln mit 8:11 und 7:11 seine ersten Sätze in diesem Turnier abgeben. Im Angesicht der Niederlage bäumte der Europameister sich rechtzeitig auf, agierte stabiler, wuchtiger – und konnte das Ding mit 11:7, 11:8, 11:3 zurecht drehen. Das Marathonmatch dauerte 63 Minuten. Simon Rösner machte es gegen Rory Stewart gleichfalls spannend; 15:13 im ersten Satz nach 10:11-Rückstand. Danach zeigte sich der Weltranglistenfünfte konsequenter und belohnte sich mit Mühe – 11:7, 11:9. »Sieg ist Sieg«, meinte Rösner, nicht zufrieden mit sich.

Paderborn war zuvor mit weißer Weste in die Vorschlussrunde des Europapokals der Landesmeister eingezogen. Auch im Viertelfinale hatten Raphael Kandra, Nicolas Müller, Viktor Byrtus und Lucas Wirths gegen das irische Team Fitzwilliam keinen Satz abgegeben. Mithin schaffte es der PSC bei seiner 17. Teilnahme in Folge wiederum unter den letzten Vier. »Das war eine starke Teamleistung. Wir sind bereit und haben richtig Lust auf mehr«, strahlte Raphael Kandra da glücklich und zufrieden.

Es war am Freitagabend kurz vor 21 Uhr, als Lucas Wirths den Sack mit 11:9, 11:2, 11:5 zuband.

Gute Teamleistung

Im Schnelldurchgang zementierte das Paderborner Damentrio Ineta Mackevica, Franziska Hennes und Annika Wiese zunächst am späten Donnerstagabend mit einem 3:0-Erfolg gegen Newlands LTC den dritten Platz. »Wir haben eine gute Teamleistung gezeigt und wollen aufs Podium«, kündigte die seit zweieinhalb Jahren in Paderborn lebende Lettin Mackevica an. Am Freitag gab sie gegen den sieglosen 11 Punkt SC (Polen) im Sauseschritt den Takt vor und deklassierte ihre Gegnerin 11:3, 11:2, 11:0. Franziska Hennes machte genauso kurzen Prozess. Ihr 11:4, 11:2, 11:4 bedeutete den vierten PSC-Triumph in diesem Turnier. Dass Christine van Rossum eine 2:1-Satzführung nicht ins Ziel brachte und 2:3 unterlag, fiel nicht ins Gewicht – Bronze hinter dem Edgbaston Priory Club und Pontefract Squash Club war rechnerisch sicher!

So konnten die Paderbornerinnen befreit ins finale Duell gegen Titelverteidiger Edgbaston gehen. Die bärenstark aufspielende Milou van der Heijden piesackte Millie Tomlinson 50 packende Minuten so richtig, ehe sie nach couragierter 2:0-Führung 2:3 verlor. »Sie hätte den Sieg verdient gehabt«, bedauerte Geschäftsführerin Anna Wedegärtner. Franziska Hennes (0:3) und Annika Wiese (1:3) unterlagen deutlicher, doch das hatte keine Macht, die Treppchenlaune zu trüben. Kapitänin Hennes: »Das war ziemlich anstrengend, aber wir sind sehr zufrieden. Unser Mindestziel, Platz drei, haben wir erreicht. Es hat super viel Spaß zusammen gemacht. Wir können stolz auf uns sein.«

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