Fr., 27.09.2019

Rösner verliert zum ersten Mal seit 2006 wieder gegen einen Deutschen Kandra schreibt Geschichte

Nach 33 Minuten ist die Premiere und Überraschung perfekt: Raphael Kandra gelingt in San Francisco sein erster Sieg über Simon Rösner, der wiederum erstmals seit 2006 wieder gegen einen Landsmann verliert.

Nach 33 Minuten ist die Premiere und Überraschung perfekt: Raphael Kandra gelingt in San Francisco sein erster Sieg über Simon Rösner, der wiederum erstmals seit 2006 wieder gegen einen Landsmann verliert. Foto: Netsuite Open

Paderborn (WB/en). Dieses Spiel geht in die deutsche Squash-Geschichte ein. Seit 2006, als Simon Rösner im Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft dem Stuttgarter Patrick Gässler zum Sieg gratulieren musste, hatte sich die aktuelle Nummer fünf der Weltrangliste in innerdeutschen Duellen schadlos gehalten. Doch jetzt ist die unglaubliche Serie gerissen.

Im Achtelfinale der mit 121.000 Dollar dotierten Netsuite Open in San Francisco unterlag der elfmalige Deutsche Einzelmeister (31) seinem Paderborner Teamkollegen Raphael Kandra (27), dem amtierenden nationalen Champion, mit 9:11 und 7:11. Nach 33 Minuten war die Überraschung perfekt.

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Dieser Erfolg bedeutet mir extrem viel.

Raphael Kandra

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»Das ist ein großer Sieg für mich. Dieser Erfolg bedeutet mir extrem viel. Aber ich muss einfach auch noch mal Simon Respekt dafür zollen, überhaupt so lange nicht gegen einen Deutschen verloren zu haben«, schrieb der Europameister auf seinem Instagram-Account. Die vorangegangenen sieben Vergleiche hatte Rösner für sich geschrieben, diesmal aber gab der Weltranglisten-27. im Best-of-three-Format von Beginn an Vollgas und wurde für seine Taktik mit der ersehnten Premiere belohnt.

Im Viertelfinale wartet der Ägypter Marwan Elshorbagy

Während der in San Francisco an Position drei gesetzte Rösner nach dem Viertelfinal-Aus bei den Open de France in Nantes gegen Gregoire Marche nun die zweite eher unerwartete Niederlage hinnehmen musste, bekommt es Kandra am ganz frühen Samstagmorgen mit dem Ägypter Marwan Elshorbagy zu tun. Die beiden kennen sich insbesondere aus zwei dramatischen Partien bei den British Open. In diesem Jahr hieß es in Runde zwei 3:2 für Elshorbagy, 2018 war Kandra – noch als Qualifikant – mit einem sensationellen 3:2 gegen den derzeitigen Weltranglistenelften in das Halbfinale eingezogen.

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