Do., 10.10.2019

Für SSV St. Hubertus Elsen geht es um die ersten Bundesligapunkte Ein Rekordmann an der Spitze

Der ungarische Nationalkaderschütze István Péni, neu vom BSV Buer-Bülse, hat beim SSV St. Hubertus Elsen die Ausländerposition übernommen.

Der ungarische Nationalkaderschütze István Péni, neu vom BSV Buer-Bülse, hat beim SSV St. Hubertus Elsen die Ausländerposition übernommen.

Von Jörg Manthey

Elsen (WB). Bundesliga in Paderborn, das heißt nicht nur Fußball oder Squash. Auch der neuformierte Schießsportverein St. Hubertus Elsen ist in seiner Luftgewehr-Königsklasse seit vielen Jahren national eine große Nummer. An diesem Wochenende beginnt für den Deutschen Mannschaftsmeister der Jahre 2006, 2012, 2016 und 2017 die neue Saison in der 1. Bundesliga Nord.

 Am Samstag in Gelsenkirchen will die Besetzung István Péni, Denise Palberg, Oldie Dirk Steinicke, Bastian Blos, Nadine Hochgeschurz und Tatjana Spies mit Präzisionsarbeit den Grundstein dafür legen, dass der SSV St. Hubertus Elsen am Ende der Vorkämpfe einen der vier ersten Plätze belegt und somit das Ticket für das Finale am ersten Februarwochenende 2020 in Rothenurg an der Fulda bucht. »An diesem Saisonhöhepunkt wollen wir natürlich wie in den Vorjahren wieder teilnehmen«, berichtet Elsens Sportleiter Dirk Hanselle.

»Die Liga ist nicht schlechter gewordent«

Elsen ist amtierender Deutscher Vizemeister hinter dem erneut großen Ligafavoriten auf den Meisterspiegel, dem Kooperationspartner SSG Kevelaer. »Alle sind gut drauf und brennen, dass es endlich losgeht«, berichtet der SSV-Vorsitzende Markus Quickstern, ein Gründungsmitglied des Vereins. »Doch um dieses ambitionierte Ziel erreichen zu können, muss schon alles passen. Die Liga ist nicht schlechter geworden. Andere Klubs haben sich erheblich verstärkt.« Mit dem ungarischen Nationalkaderschützen István Péni, dem deutschen Juniorennationalkaderschützen Bastian Blos und Tatjana Spies – Letztere ist eigentlich für die »Zwote« vorgesehen – sind gleich drei Neue vom BSV Buer-Bülse ins vereinseigene Elsener Schießsportzentrum gewechselt. Dafür sind der erfahrene niederländische Spitzenschütze Peter Hellenbrand und Tobias Schmal den umgekehrten Weg gegangen. »Quasi ein Ringtausch«, schmunzelt Quickstern. Auch Amelie Kleinmanns ist nicht mehr dabei. Sie möchte sich verstärkt auf den Kleinkaliberbereich und die Olympia-Qualifikation konzentrieren. Mit dem Luftgewehr wird sie nur noch für ihren Heimatverein (SC Tell Schmalbroich, Landesoberliga Rheinland) aktiv sein. Dafür ist Nadine Hochgeschurz nach einer Babypause zurück im Geschehen.

Mit István Péni hat sich der SSV St. Hubertus einen Hochkaräter geangelt. Der Ungar, der in der zurückliegenden Saison mit einem Ringschnitt von 398,7 einen Bundesliga-Rekord aufgestellt hat, war bereits Weltranglistenerster und hat 2016 an den Spielen in Rio de Janeiro teilgenommen. Sollte Péni mal nicht zur Verfügung stehen, übernimmt die junge Schottin Seonaid (sprich Schona) McIntosh die Ausländerposition.

Auftaktgegner ist KKS Nordstemmen

Auftaktgegner ist am Samstag (16.30 Uhr) KKS Nordstemmen. Der Aufsteiger aus dem Landkreis Hildesheim ist keine unbekannte Größe in der 1. Liga. Dirk Hanselle: »Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken und wollen die positiven Ergebnisse aus der Vorbereitung im ersten Wettkampf bestätigen.« Tags darauf (10 Uhr) geht’s gegen den SV Gölzau, einen der Mitfavoriten um die begehrten vier Finalplätze. Das Team aus Sachsen-Anhalt wird angeführt vom Weißrussen Illia Charheika. Gölzau wartet mit hohen Setzlistenergebnissen auf.

40 Schüsse aus zehn Meter Entfernung auf einen Spiegel, der beim Luftgewehrschießen einen Durchmesser von 4.5 Zentimetern hat, freihändig. 40 kleine Wettkämpfe. Dass die Elsener Topschützen Luftgewehrschießen auf Weltklasseniveau beherrschen, zeigt die Setzliste: Seonaid McIntosh (399,0), István Péni (398,71), Denise Palberg (394,64), Dirk Steinicke (394,10), Bastian Blos (393,60) oder auch Annemarie Röser (390,56) wissen, wo sich die Zehn befindet.

Einkaufsnacht in eigener Sache genutzt

Die lange Einkaufsnacht in der City hatte der SSV St. Hubertus kürzlich zur Werbung in eigener Sache genutzt. Der aufgebaute Simulationsstand mit Lichtgewehr und modernster Zielwegverfolgung im Pavillon war ein vielgenutzter Hingucker. »Das ist super angenommen worden. Wir haben viel positives Feedback bekommen«, erzählt Markus Quickstern. Schließlich dauert es nicht mehr lange bis zum Heimwettkampf: Am 26. Oktober (Beginn: 15 Uhr) und 27. Oktober (ab 10 Uhr) bittet der SSV St. Hubertus Elsen zur publikumswirksamen Show mit viel Technik und Lichteffekten in die Maspernhalle. Gäste sind dann der Wissener SV, Braunschweiger SG, SV Gölzau, SB Freiheit I und BSV Buer-Bülse.

Auch die anderen Luftgewehr-Ligen legen los. Elsen II reist in der 2. Bundesliga nach Hamm. Dort warten auf Lara Quickstern, Malin Wigger, Kai Dembeck, Jacquelyn Rappenhöner, Muriel Kemper und Sean Smit mit dem BSV Buer-Bülse II und SV Kamen zwei Schwergewichte. Elsen III muss sich in der Westfalenliga in Deiringsen (Kreis Soest) bewähren. Trainer Jörg Henkemeyer möchte gegen den Gastgeber und den BSV Holzwickede die ersten Punkte für den Ligaverbleib einfahren.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6989899?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F2514646%2F