Sa., 19.10.2019

2. Basketball-Bundesliga: Uni Baskets unterliegen dem bis dato sieglosen Schlusslicht Kirchheim Knights mit 82:87 (39:43) Zu viele Fehler kosten den Sieg

Vergeblich gestreckt: Kendale Mc Cullum (links) war mit 20 Punkten erneut bester Werfer seiner Mannschaft, die Niederlage konnte er aber nicht verhindern.

Vergeblich gestreckt: Kendale Mc Cullum (links) war mit 20 Punkten erneut bester Werfer seiner Mannschaft, die Niederlage konnte er aber nicht verhindern. Foto: Oliver Schwabe

Von Timo Schäfers

Paderborn (WB). Das haben sich die Uni Baskets ganz anders vorgestellt. Am 6. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga verloren die Paderborner gegen die Kirchheim Knights mit 82:87 (39:43) und verpassten so den zweiten Heimsieg in Folge. Baskets-Headcoach Steven Esterkamp war nach dem überraschend schwachen Auftritt seines Teams bedient: »Ich will meiner Mannschaft nicht den Einsatz absprechen, aber wir waren nicht fokussiert genug. Wir haben uns vielleicht 15 Minuten der Partie an den Matchplan gehalten, das ist aber zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen. Wir haben eine junge Mannschaft und müssen daraus lernen.«

Das Duell zwischen den Ostwestfalen und den Rittern aus dem Süden der Republik war von Beginn an zerfahren und von vielen Ungenauigkeiten geprägt. Dementsprechend konnte sich kein Team im ersten Viertel entscheidend absetzen (23:19). Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden die zu Saisonbeginn fünfmal in Folge sieglosen Gäste, was sich auch im Halbzeitstand wiederspiegelte (43:39). Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber zunächst stark aus der Kabine, fanden zwischenzeitlich ihre gegen Schwenningen überragende Treffsicherheit von außen wieder und kamen so bis auf einen Zähler an die Kirchheimer heran. Anstatt diesen Trend fortzuführen, verloren die Baskets im Schlussabschnitt dann aber ihren Rhythmus wieder, sodass sich die Knights erneut absetzen konnten.

Ex-Paderborner Pape überzeugt

Im Fokus standen bei den Gästen in der entscheidenden Phase zwei Spieler, für die die Partie vor 1467 Zuschauern im Sportzentrum Maspernplatz alles andere als normal war. Zum einen der Ex-Paderborner Till Pape (13 Punkte), der mit der Baskets-Jugend zwei Deutsche Meistertitel feiern konnte und mit seinem Dreier zum zwischenzeitlichen 76:66 dreieinhalb Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung sorgte. Zum anderen Topscorer Jalan Mc Cloud (16 Punkte), der unter der Woche mit Adduktorenproblemen zu kämpfen hatte und sich für seine starke Leistung im Schlussabschnitt ein Sonderlob seines Trainers Mauricio Parra verdiente: »Jalan muss ich heute herausheben. Wenn ihr wüsstet, wie schlecht es ihm die gesamte Woche über ging, dann hättet ihr noch mehr Respekt vor seiner Leistung. Er war ein entscheidender Faktor, dass wir dieses Spiel gewonnen haben.«

Während bei den Kirchheimern nach dem ersten Saisonsieg große Freude und Erleichterung herrschte, war es um die Laune bei den Baskets-Verantwortlichen alles andere als gut bestellt. Geschäftsführer Dominik Meyer war zunächst »ehrlich gesagt etwas sprachlos«, ehe er sich mit Kritik am Team nicht zurückhielt: »Ich dachte, dass wir wissen, was auf uns zukommt und, dass Kirchheim kein Selbstläufer wird. Ich habe eigentlich erwartet, dass wir genau so auftreten, wie gegen Schwenningen, aber das Gefühl hatte ich nicht.«

Hohe Fehlerquote ärgert Kapitän Buntic

Positiv stimmte Meyer aber die Tatsache, dass sich die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt aufgab und auch trotz des hohen Rückstands in den Schlussminuten noch einmal alles versuchte. »Dafür muss ich den Jungs ein Kompliment aussprechen. Mit ein wenig mehr Glück hätten wir das Spiel am Ende ja sogar noch gewinnen können.« Dass es letztlich nicht zum Sieg reichte, lag laut Ivan Buntic vor allem an der zu hohen Fehlerquote: »Wir haben uns selbst geschlagen. Wir haben nicht verloren, weil Kirchheim die bessere Mannschaft war, sondern, weil wir den Sieg aufgrund unserer Unkonzentriertheiten hergeschenkt haben. Das ist sehr bitter.«

Während es die Kirchheimer am kommenden Wochenende mit den starken Niners Chemnitz zu tun bekommen, müssen die Paderborner zu den Tigers Tübingen reisen, die sich eben jenen Chemnitzern am Samstag mit 72:85 geschlagen geben mussten.

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