1. Squash-Bundesliga: Paderborner SC veredelt Doppelspieltag mit zwei 4:0-Siegen
Gelungene WM-Generalprobe

Paderborn (WB). Zwei ausgesprochen souveräne 4:0-Siege, sechs weitere Punkte aufs Konto gespült, nach vier Durchgängen mit Maximalausbeute Tabellenplatz eins in der Nordstaffel der 1. Squash-Bundesliga zementiert: Der Paderborner SC hat den Doppelspieltag beim Berliner Airport Squash und daheim gegen den RSB in Rheydt bestmöglich genutzt. Simon Rösner, der am morgigen Dienstag seinen 32. Geburtstag feiert, Raphael Kandra und Nicolas Müller dürfen mit einem guten Gefühl und gestärkt zur PSA-Weltmeisterschaft nach Doha (Katar) reisen, die am 8. November beginnt.

Sonntag, 03.11.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 09:36 Uhr
Die PSC-Partie gegen Rheydt, das souveräne 4:0, wurde bei Sportdeutschland-TV live im Internet übertragen. Foto: Jörg Manthey
Die PSC-Partie gegen Rheydt, das souveräne 4:0, wurde bei Sportdeutschland-TV live im Internet übertragen. Foto: Jörg Manthey

Die Paderborner läuteten den Doppelspieltag am Samstag mit einem ungefährdeten 4:0-Streich (12:2 Sätze) in der Hauptstadt ein. Beim Airport Squash in Berlin-Tegel machte Tobias Weggen den Anfang. Bei seiner Saisonpremiere beherrschte der Deutsche U23-Vizemeister seinen Gegner, lediglich der zweite Satz verlief etwas enger.

Rösner findet zu alter Stärke zurück

Dafür musste Lucas Wirths beim Führungsausbau auf 2:0 härter arbeiten, als ihm lieb war. Er gab den ersten Satz ab (8:11), biss sich jedoch in das Match und konnte es nach teils spannendem Verlauf noch drehen. Den Sieg bringenden dritten Zähler holte bei seinem Bundesliga-Saisondebüt Mannschaftsführer Simon Rösner mit einem Dreisatzsieg gegen den Briten Nathan Lake. »Ich bin sehr zufrieden. Nach etwas schwerer Zeit scheine ich wieder zu meinen alten Stärken zurückzufinden«, resümierte der Weltranglistensechste. Gerade rechtzeitig zur WM. Kleinigkeiten hätten sich in den zurückliegenden Wochen auf der PSA-Tour zu einer »nicht so tollen Zeit« summiert. »Es ist bei mir 16 Jahre nur bergauf gegangen. So eine Durststrecke hatte ich noch nicht. Mit der Situation war ich überfordert. Damit konnte ich nicht umgehen.« Jetzt fühlt er sich wieder besser.

Den Schlusspunkt eines »runden« Spieltages setzte mit einem 3:1 der 13-malige Schweizer Meister Nicolas Müller, Nummer 28 der Welt. »Alle haben ihre Leistungen gebracht«, lobte Rösner.

4:0 gegen Rheydt ohne Satzverlust

Am Sonntag gegen den RSB in Rheydt lief es in Topaufstellung vor heimischem Publikum noch eine Spur besser: Den Mönchengladbachern wurde gar kein Satzgewinn gegönnt. Wiederum machte Tobias Weggen den Anfang. Nach locker gewonnenem ersten Satz gegen den Deutschen U17-Meister Jan Wipperfürth leistete er sich danach den Luxus, drei Satzbälle zu vergeben und einen abzuwehren. Letztlich behielt Weggen doch mit 15:13 die Oberhand. »Da habe ich nicht konsequent genug zu Ende gespielt«, sagte er. Nach einem 5:0-Blitzstart in Durchgang drei band er im Eiltempo den Sack zu. »Da habe ich mich gut gefangen.« Der Sport- und Englischstudent auf Lehramt in Köln ist in der Domstadt nebenbei auf Kreisebene noch als Fußball-Schiedsrichter aktiv. Begonnen damit hatte er beim SV Sande. »Das ist aber nur ein Hobby. Squash geht immer vor«, versicherte er.

Nicolas Müller (»Ich habe mich gut gefühlt. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, vor so vollen Rängen zu spielen«) und Simon Rösner (»Eine souveräne Teamleistung, ein sehr positives Wochenende für den PSC«) gönnten ihren belgischen Gegnern Toon van Baekel und Joeri Hapers bei ihrer stimmigen WM-Generalprobe nur wenige Bälle. Den 4:0-Schlusspunkt setzte Raphael Kandra, inzwischen auf Weltranglistenplatz 25 geklettert. Bevor er sich zur WM nach Doha verabschiedet, legt der Oberfeldwebel der Sportförderkompanie der Bundeswehr – ein Traumberuf – heute, Montag, noch einen Zwischenstopp in London ein, um in der Premier League seinen englischen Klub Warwick/Kenilworth zu unterstützen.

Maximum: Zwölf Punkte und 16:0 Spiele

136:57 Spielpunkte für Primus Paderborn: Rheydt wusste das 4:0, den Klassenunterschied, realistisch einzuordnen. Simon Wolter: »Wir haben ja nicht gerade gegen eine Wald- und Wiesenmannschaft verloren.« Die Quintessenz der gelungenen zwei Tage: Rund ums Paderborner Ahorn-Squash ist im 40. Jubiläumsjahr des Klubs das Selbstvertrauen nach dem blitzsauberen Serienstart mit zwölf Punkten und 16:0 Spielen so robust wie ein Squashball. Zweiter ist der SC Turnhalle Niederrhein (11), Dritter der 1. Bremer SC (9).

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