Fr., 08.11.2019

Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Reit- und Fahrvereine aus Süd-Ost-Westfalen Ein Einblick in das Pferdestammbuch

Dr. Manfred Kesselmeier (Mitte), der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft SOW, mit den beiden Referenten Fritz Fleischmann und Carsten Lenz (von links).

Dr. Manfred Kesselmeier (Mitte), der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft SOW, mit den beiden Referenten Fritz Fleischmann und Carsten Lenz (von links). Foto: Julia Pongratz

Von Julia Pongratz

Paderborn  (WB). Bei der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Reit- und Fahrvereine aus Süd-Ost-Westfalen stand neben der Terminabstimmung aller Pferdesportveranstaltungen in der Region ein Vortrag von Carsten Lenz und Fritz Fleischmann vom Westfälischen Pferdestammbuch im Mittelpunkt. Hier wurde ein besonderes Augenmerk auf die Zucht und die Vermarktung des westfälischen Pferdes gelegt.

Die Vielzahl der Züchter, die rund um Paderborn beheimatet sind, erhielten so einen Einblick, wie die Entwicklung der westfälischen Pferdezucht in Bezug auf die Ansprüche des aktuellen Sportgeschehens und die Positionierung im internationalen Sport einzuschätzen ist.

So berichtete Fritz Fleischmann vorrangig über die historische Entwicklung und den aktuellen Stand bei den Dressurpferden, die heute durch die Einflüsse von anderen Blutlinien zu einem westfälischen Dressurpferd geführt hätten, welches zur Weltklasse des internationalen Sports zähle und diesen mit Bella Rose von Isabell Werth sogar in der Weltrangliste anführe.

Vermarktung von Pferden und Fohlen hat sich verändert

Carsten Lenz hingegen legte bei seinem Vortragsteil den Fokus auf das westfälische Springpferd. Die Vermarktung von Pferden und Fohlen habe sich in den vergangenen zehn Jahren massiv verändert. Einflüsse wie das Internet und die Internationalisierung der Szene hätten das Westfälische Pferdestammbuch vor besondere Herausforderungen in der Vermarktung der Zuchtprodukte gestellt. »Wir haben aktiv an der direkten Kundenansprache gearbeitet und beschicken heute zahlreiche externe Veranstaltungen, sprich Auktionen, mit unseren Fohlen, um die Reichweite zu erhöhen und wollen dieses Vorgehen auch langfristig auf Reitpferde ausdehnen«, erklärte Lenz den Anwesenden. Er betonte dabei, wie wichtig es auch sei, die Trends in der Szene mit der Präsenz auf nationalen und internationalen Turnieren auch außerhalb von Westfalen, Online-Auktionen und Turnierveranstaltungen für Profis, die vorrangig in der Woche stattfinden, im Auge zu behalten und stets selbst Veränderungen mitzuprägen. Das Westfälische Pferdestammbuch sei damit bereits auf einem sehr guten Weg, habe aber auch noch viele Schritte vor sich.

Veranstaltungen für 2020 abgestimmt

Nach den spannenden Einblicken in die westfälische Pferdezucht lobte der 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Süd-Ost-Westfalen, Dr. Manfred Kesselmeier, die sehr gute Unterstützung der SOW durch die Sponsoren. Anschließend wurden die Turniertermine aller Veranstaltungen für 2020 abgestimmt, um ein buntes Programm für alle Reiter, Fahrer und Voltigierer zu bieten und möglichst wenig Terminüberschneidungen zu erhalten. Die SOW-Meisterschaften in Dressur und Springen finden im kommenden Jahr Anfang Juli bei der Reitabteilung des SC BW Ostenland statt. Die Meisterschaft der Voltis wird der RV Büren ausrichten.

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