Sa., 09.11.2019

Fußball-Westfalenliga: Nach seiner Roten Karte muss Delbrücks Trainer gegen Rödinghausen II zuschauen Dammeier nimmt auf der Tribüne Platz

Delbrücks Trainer Detlev Dammeier sitzt nach seiner Roten Karte in Hiltrup am Sonntag gegen Rödinghausen II auf der Tribüne. »Co« Carsten Johanning (links unten) übernimmt das Coaching.

Delbrücks Trainer Detlev Dammeier sitzt nach seiner Roten Karte in Hiltrup am Sonntag gegen Rödinghausen II auf der Tribüne. »Co« Carsten Johanning (links unten) übernimmt das Coaching. Foto: Jörn Hannemann

Delbrück  (WB/MH). Als Fußball-Profi ist Detlev Dammeier in seiner Karriere viermal vom Platz geflogen (Quelle: Transfermarkt.de). Für den 51-Jährigen ist der Blick von der Tribüne aus also nicht neu. Als Trainer lernt er ihn am Sonntag kennen, denn das Heimspiel seines Delbrücker SC gegen den SV Rödinghausen II darf er nur von den Zuschauerrängen aus verfolgen. Anstoß im Stadion am Laumeskamp ist um 14.30 Uhr.

»Wir bereiten uns so wie immer auf die Partie vor. Ich gehe davon aus, dass ich vor dem Anpfiff in der Kabine sein kann. Natürlich würde ich lieber am Rand stehen, aber ich kann es nicht mehr ändern und die Mannschaft hat es gegen Hiltrup gut gemacht«, meint Dammeier. Delbrücks Trainer war beim jüngsten 2:1-Sieg in Hiltrup mit der Roten Karte des Feldes verwiesen worden. Sein »Co« Carsten Johanning musste mit Gelb-Rot runter. Er dürfte also gegen Rödinghausen den Job an der Linie übernehmen. Dammeier ist sich sicher, dass der Sieg in Hiltrup seinem Team einen Schub gegeben hat: »Wir haben einen Rückstand in einen Sieg gedreht und das trotz dünner Personaldecke. Dazu haben einige Spieler ihr erstes Spiel von Beginn an gemacht und dabei überzeugt. Da haben sich neue Optionen für das Wochenende entwickelt«, sagt Dammeier mit Blick auf Bastian Just und David Assad.

Etablierte Kräfte kehren in den Kader zurück

Mit Kapitän Daniel Austenfeld, Lennard Rolf und Malte Grashoff kehren ebenso drei bislang etablierte Kräfte in den Kader zurück. Gegner Rödinghausen II erwartet Dammeier als typische U23-Mannschaft: »Sie sind taktisch und spielerisch gut geschult und haben einen gefährlichen Offensivbereich, auf den wir aufpassen müssen.« Rödinghausens Reserve stellt mit 29 Treffern aktuell sogar den besten Angriff der Liga. Nur 16 Gegentore sind dazu der zweitbeste Defensivwert. 18 Punkte stehen auf der Habenseite; genauso viel hat der DSC. »Das bestätigt meine Aussagen der vergangenen Wochen, dass diese Liga nicht vorhersehbar ist. Wir haben nur noch zwei Spiele bis zur Saisonhalbzeit. Die Plätze vier bis zehn trennen gerade mal zwei Punkte. Es liegt an uns, ob wir in der Tabelle jetzt noch weiter klettern oder eben wieder abrutschen«, meint Dammeier.

DSC-Stürmer Oliver Cylkowski hat dazu eine klare Meinung: »Wir möchten in der Tabelle noch weiter nach oben und uns eine gute Basis für die Rückrunde schaffen. Das Team ist in einem Entwicklungsprozess. Die Winterpause wird uns helfen. Mal schauen, wohin die Reise dann noch geht.« Der 26-jährige Sommerneuzugang hat derzeit vier Tore auf dem Konto: »Ich hänge meinen Erwartungen etwas hinterher, gebe mir aber die Zeit, die es braucht, um anzukommen. Ich arbeite weiter an mir und fühle mich im Team wohl. Der Rest kommt dann schon.«

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