So., 10.11.2019

Squash-Weltmeisterschaft: Simon Rösner zieht in Doha nach 3:1-Sieg über Briten in die dritte Runde ein »Fast wieder der alte Simon«

Simon Rösner (rechts) setzte sich in einem hochklassigen 70-Minuten-Spiel 3:1 gegen den Briten Declan James durch und steht zum sechsten Mal in seiner Laufbahn in einem WM-Achtelfinale.

Simon Rösner (rechts) setzte sich in einem hochklassigen 70-Minuten-Spiel 3:1 gegen den Briten Declan James durch und steht zum sechsten Mal in seiner Laufbahn in einem WM-Achtelfinale. Foto: Qatar Squash

Paderborn  (WB/jm). Simon Rösner bleibt bei der Squash-Weltmeisterschaft in Doha (Katar) weiter im Geschäft. In der zweiten Runde setzte er sich gegen Declan James mit 3:1 (11:9, 9:11, 11:8, 11:9) durch und baute seine Bilanz gegen den erwartet unangenehm spielenden Engländer auf 5:0-Siege aus.

»Es lief supergut. Ich habe mich gut gefühlt, konzentriert gespielt, war aggressiv. Eigentlich würde ich fast sagen, das war schon wieder der alte Simon«, merkte der Paderborner nach dem positiven Auftritt und 70 hochklassigen Minuten an. »Ich bin mehr als zufrieden. Auf die Leistung lässt sich aufbauen. Ich freue mich aufs Spiel am Montag gegen Joel Makin.« Sein Waliser Gegner, Weltranglistenzwölfter, kämpfte Mohamed El Sherbini in einem intensiven 74-Minuten-Match vier Sätzen nieder. Simon Rösner zog im Khalifa International Tennis & Squash Complex in Doha zum insgesamt sechsten Mal in die Runde der besten 16 bei einer WM ein. Ruhetage mag er zwar nicht besonders, doch wusste er den Sonntag zu nutzen. »Vorbereiten, im Rhythmus bleiben und dann mal schauen, was geht.« Das Gefühl, knappe Dinger gewinnen zu können, hat er jedenfalls kompensiert.

Die Bilanz des Deutschen gegen Joel Makin ist positiv. Er gewann die bisherigen drei Aufeinandertreffen, wenn auch seit dem bislang letzten, dem ECC-Finale von 2018, mehr als ein Jahr vergangenen ist. Das Match findet am Montag um 13 Uhr deutscher Zeit statt und wird auf Eurosport Player live übertragen.

Kandra im vierten Satz »mental platt«

Vereinskollege Raphael Kandra war nach seiner umkämpften 1:3-Niederlage (19:12, 12:10, 7:11, 4:11) gegen Tarek Momen am Freitag (wir berichteten) spürbar geknickt. »Es war wirklich eng. Bei 10:7-Führung im ersten Satz habe ich den möglichen Satzgewinn liegen gelassen und mich nicht belohnt für die Mühen«, ärgerte sich der Europameister über leichte Fehler. »Das war schade. Da musste ich versuchen, im Kopf dran zu bleiben.« Den Schwung des Positiverlebnisses, den Gewinn des zweiten Durchgangs, konnte Kandra bis zum 4:1 in Durchgang drei mitnehmen. »Von da an hat Tarek sensationell gutes Squash gespielt und mich stark unter Druck gebracht.«

Im vierten Satz war Kandra »mental platt« – nach dem 4:4 ging nichts mehr. »Die Konstanz, auf diesem Level zu spielen, ist halt ein Unterschied.« Es war Kandras sechste Niederlage gegen den Ägypter im sechsten Aufeinandertreffen. Nichtsdestotrotz wertete er das 1:3 als ein gutes Ergebnis für sich. »Ich habe gesehen, dass ich mit den Topjungs der Welt mithalten kann und werde weiter an den Dingen arbeiten, an denen ich arbeiten muss.«

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