Mo., 11.11.2019

TSV Schloß Neuhaus bezwingt SG Bünde-Dünne mit 29:24 Verdutzten Gegner überrannt

So sieht Begeisterung aus: TSV-Trainer Michael Steffan attestiert seinem Team beim souveränen Heimsieg gegen die SG Bünde-Dünne »die beste Hälfte, die ich von meiner Mannschaft je gesehen habe«.

So sieht Begeisterung aus: TSV-Trainer Michael Steffan attestiert seinem Team beim souveränen Heimsieg gegen die SG Bünde-Dünne »die beste Hälfte, die ich von meiner Mannschaft je gesehen habe«. Foto: Elmar Neumann

Schloß Neuhaus (WB). Der TSV Schloß Neuhaus ist bereit für den Spitzenreiter der Handball-Landesliga. Eine Woche vor dem Gastspiel in Bad Salzuflen gewannen die Schlossherren, die erst im Frühjahr aufgestiegen waren, gegen die SG Bünde-Dünne mit 29:24 (16:8) ihr fünftes Spiel hintereinander.

»Das war die beste Hälfte, die ich von meiner Mannschaft je gesehen habe. Nur acht Gegentore sprechen eine deutliche Sprache«, lobte Michael Steffan, der im vierten Jahr die erste Herren des TSV Schloß Neuhaus trainiert, die Leistung in den ersten 30 Minuten. »Ich glaube, unser Gegner war wie einige andere zuvor überrascht, wie sehr wir das Spiel dominieren können. Wir haben Bünde-Dünne förmlich überrannt«, berichtete Steffan. Als die Gastgeber von 8:6 auf 15:6 (25.) davonzogen, war die Begegnung schon entschieden.

Allerdings verlor Bünde-Dünne in dieser Phase seinen besten Werfer, der ohne Fremdeinwirkung umknickte und ausschied. Später zogen sich noch zwei weitere Gästespieler Blessuren zu. Aber auch schon mit vollem Kader fiel der SG gegen die aggressive Deckung des TSV wenig ein.

Dagegen konnten sich die Schlossherren gegen die wie erwartet offensiv ausgerichtete Abwehr von Bünde-Dünne gut durchsetzen. »Wegen der 4:2-Deckung haben wir einen Außenläufer aufgelöst und an den Kreis gezogen, so dass sich die gegnerische Abwehr wieder zurückziehen musste«, berichtete Trainer Steffan.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild leicht. Angesichts des hohen Vorsprungs nutzte der Trainer die Chance und wechselte munter durch, um allen Spielern in seinem Kader Bewährungsmöglichkeiten zu verschaffen. Bei teilweise ungewohnten personellen Konstellationen auf dem Feld war der Spielfluss allerdings etwas dahin. »Wir haben im Angriff Tempo und in der Abwehr Zugriff vermissen lassen«, musste der Coach eingestehen. Bünde-Dünne konnte bis auf 18:21 (48.) verkürzen, ehe die Gastgeber wieder umschalteten und binnen sechs Minuten auf 27:19 erhöhten. »Das zeichnet die Mannschaft auch aus: Dass sie die Moral hat zuzulegen, wenn es darauf ankommt«, erklärte Steffan, der in der Schlussphase die Torhüter tauschte. Für Ruben Süß kam Christian Rösler, der sein Landesliga-Debüt mit zwei Paraden feierte.

Folgt der sechste Streich in Serie?

»Bünde-Dünne wollte bei uns etwas holen. Das hat man schon gemerkt. Die hatten eine volle Bank und drei Betreuer dabei, waren aber wohl – wie einige Kontrahenten zuvor – erstaunt, was wir als Aufsteiger für ein Tempo gehen können«, fasste TSV-Coach Steffan vergnügt zusammen. Er freut sich nun auf den Tabellenführer. Folgt der sechste Streich in Serie?

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