Sa., 11.01.2020

35. Sportlerball in der Paderhalle: SC Paderborn wird Mannschaft des Jahres – Peter Hemschemeier gewinnt Nachwuchspreis – mit Video Tatjana Pinto und Raphael Kandra sind die Sportler des Jahres

Squash-Europameister Raphael Kandra, Paderborns Sportler des Jahres 2019, hier mit seiner Ehefrau Sina.

Squash-Europameister Raphael Kandra, Paderborns Sportler des Jahres 2019, hier mit seiner Ehefrau Sina. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB).  Raphael Kandra (Paderborner Squash Club) und  Tatjana Pinto (LC Paderborn) sind Paderborns Sportler des Jahres 2019. Mannschaft des Jahres wurde Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn. Das Team verteidigte damit den Titel aus dem Vorjahr. Die Ehrungen waren am Samstagabend der Höhepunkt des mit mehr als 1000 Gästen wieder erstklassig besuchten 35. Sportlerballs in der Paderhalle. Mit einer kleinen Einschränkung: Die wichtigste Frau des Abends fehlte.

Achterbahnfahrt: Für Tatjana Pinto ging es rauf und runter

Tatjana Pinto kann 2019 getrost mit einer persönlichen Achterbahnfahrt vergleichen: In Berlin wurde sie im Sommer zur nationalen Sprintkönigin gekürt und über 100 und 200 Meter Deutsche Meisterin. Die schnellste Sprinterin im Trikot des LC Paderborn schlug in der Hauptstadt auch ihre große Rivalin Gina Lückenkemper, wenige Wochen später folgte der emotionale Tiefpunkt:  Bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar) schied sie über 100 Meter im Halbfinale aus, verletzte sich im Halbfinale über die 200 Meter und musste deshalb auch das Staffelfinale absagen.

Absage: 27-Jährige überwintert in den USA

Absagen musste sie auch ihre Teilnahme am Sportlerball. Die 27-Jährige überwintert, wie schon vor einem Jahr, wieder in Jacksonville (Florida) und hat dort mit ihrem US-Coach Rana Reider mit der Vorbereitung auf die Olympia-Saison begonnen. So ganz verzichten mussten die Gäste aber nicht auf Tatjana Pinto, sie sendete eine Videobotschaft. Den Preis nahm stellvertretend die LC-Sprinttrainerin Kathi Panitz entgegen

Kandra: Paderborner Ballnacht statt 195.000-Dollar-Turnier in New York

Ganz andere Schwerpunkte setzte Raphael Kandra. Der 29-Jährige verzichtete auf das mit 195.000 US-Dollar dotierte PSA-Weltranglistenturnier in New York, feierte eine rauschende Ballnacht und schloss so mit dem für ihn besonders erfolgreichen Sportjahr 2019 ab: In Rumäniens Hauptstadt Bukarest entthronte er den Spanier Borja Golan und wurde Europameister. Mit dem Paderborner Squash Club gewann er die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und als Zugabe  setzten sich Kandra und das Team auch noch Europas Krone auf. Im schottischen Edinburgh gewann der PSC den Europapokal. Dazu verteidigte er so ganz nebenbei auch seinen nationalen Titel und wurde nach 2018 zum zweiten Mal Deutscher Meister.

Durchmarsch: SCP erneut Team des Jahres

2017 fast in die Regionalliga abgestiegen, 2018 in die 2. Liga zurückgekehrt und im Mai 2019 mit dem Aufstieg in die 1. Liga den Durchmarsch perfekt gemacht: Der SC Paderborn wurde von der Jury erneut zur Mannschaft des Jahres gewählt. Das Team um Trainer Steffen Baumgart setzte mit einem Offensiv-Fußball allererster Güte in der 2. Liga neue Maßstäbe und versucht diesen Fußball auch in der Elite-Liga durchzusetzen. das gelang nach einem schwachen Start zuletzt immer besser, auch wenn das Schlusslicht der Liga weiter an der Pader brennt.

Nachwuchspreis: Hemschemeier erfolgreichster Baskets-Korbjäger

Der Nachwuchspreis ging an  Peter Hemschemeier von den Uni Baskets. Der 16-Jährige wurde in der vergangenen Saison als wertvollster Spieler der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) ausgezeichnet. Hemschemeier erzielte 45,53 Punkte im Schnitt pro Spiel, dazu neun Rebounds pro Partie. Damit ist er auch der erfolgreichste Korbjäger in der Geschichte der Paderborn Baskets. In dieser Saison spielt der Paderborner in der NBBL, kommt dort auf 25 Punkte pro Spiel und hat sich damit auch in den erweiterten Zweitliga-Kader der Profis geworfen.

Medienpreis: Extremschwimmer Wiersig schrieb Geschichte

Mit dem seit 2007 vergebenen Medienpreis wurde der Paderborner Extremschwimmer Andre Wiersig geehrt.  Der 47-Jährige schrieb im Sommer Geschichte , als er als erster Deutscher die Ocean’s Seven (sieben Meeresengen auf fünf Kontinenten) durchschwamm. Vor etwas mehr als fünf Jahren begann Wiersig mit dem Ärmelkanal, es folgten Kaiwi-Kanal (2015), Nordkanal (2016), Santa Catalina-Kanal (2017), Tsugaru-Straße (2018), Cook-Straße sowie die Straße von Gibraltar (beide 2019) mit einer Gesamtlänge von 278 Schwimmkilometern.

Artistik, Akrobatik, Musik, Sport und Elektronik

Handstand-Artistik der 19-jährigen Russin Alena, Schleuderbrett-Arkobatik des ungarischen Trios Bokafi und eine tolle Kombination zwischen Musik, Sport und Elektronik mit Mitgliedern der Jugendmannschaften der Paderborn Baskets und dem Percussion-Ensemble der Uni rundeten den wie immer von Jürgen Lutter moderierten ab.

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