So., 12.01.2020

TSV Schloß Neuhaus verliert auch sein Heimspiel gegen Eintracht Oberlübbe. Fabian Schuster trifft neunmal 23:29 – aber die Einstellung stimmt

Dominik Lange, der an Samstag beim TSV Schloß Neuhaus als Mittelmann die Fäden zog, versucht hier Julian Schmidt (vorne) am Kreis anzupassen.

Dominik Lange, der an Samstag beim TSV Schloß Neuhaus als Mittelmann die Fäden zog, versucht hier Julian Schmidt (vorne) am Kreis anzupassen. Foto: Markus Schlotjunker

Von Markus Schlotjunker

Schloß Neuhaus  (WB). Handball-Landesligist TSV Schloß Neuhaus hat auch das zweite Heimspiel des neuen Jahres klar verloren. Keine 48 Stunden nach der 17:35-Abfuhr im Nachholspiel gegen den HSV Minden-Nord unterlag der Aufsteiger dem TuS Eintracht Oberlübbe mit 23:29 (15:18).

„Trotz der Niederlage bin ich mit meiner Mannschaft im Vergleich zur Partie gegen Minden zufrieden. Vor allem die Einstellung hat gegen Oberlübbe gestimmt“, kommentierte TSV-Trainer Michael Steffan kurz nach der Begegnung am Samstagabend. Hatte es am Donnerstag fast zwölf Minuten gedauert, bis die Schlossherren ihr erstes Tor erzielten, brauchten sie gegen Oberlübbe nur 82 Sekunden zum 1:0 nach einem Solo-Gegenstoß durch Kai Malina. Auch der zweite Angriff wurde durch Fabian Schuster erfolgreich zum 2:1 abgeschlossen.

Technische Fehler

So ging es aber nicht weiter. Schloß Neuhaus leistete sich anschließend technische Fehler und Fehlpässe, während Oberlübbe treffsicher mit vier Toren in Folge auf 5:2 vorbeizog. Aber anders als gegen Minden-Nord blieb der TSV diesmal am Gegner dran. Angeführt von Dominik Lange auf der Rückraummitte, für den Nico Kuhlenkamp auf seine ehemals angestammte Position auf Linksaußen rückte, kämpften sich die Gastgeber nämlich wieder heran.

Mit Tempo klappt’s

Besonders wenn sie Tempo machen konnten, waren die Schlossherren erfolgreich. Als auch das erste Kreisanspiel – von Schuster auf Dumitru Cermirtan (der kurz darauf verletzt raus musste) – das Tor zum 5:7-Anschluss brachte, schien es eine Begegnung auf Augenhöhe zu werden. Ein Problem bekam der TSV aber in der ersten Hälfte nicht in den Griff: Sowohl Torwart Ruben Süß als auch sein Kollege Mattis Lippe, der in der 18. Minute eingewechselt wurde, bekamen keine Finger an den Ball, was natürlich nicht nur an den beiden lag. „Wir haben den 11er der Oberlübber das ganze Spiel über nicht in den Griff bekommen“, erklärte Steffan. Der TuS machte einfache Tore, der TSV musste – wie beim 8:10 durch Kuhlenkamp, als der Ball zuvor zweimal abgewehrt worden war – häufiger zupacken. Aber durch diesen Kampfgeist glich Schloß Neuhaus nach 8:11-Rückstand noch in der ersten Hälfte wieder aus (12:12).

In Halbzeit zwei jedoch zog Oberlübbe schnell wieder bis auf fünf Treffer davon. Nach dem 19:24 (42.) hätte der TSV noch einmal aufschließen können, weil der TuS knapp sieben Minuten ohne Tor blieb. Keeper Süß parierte einige Bälle, der TuS war vorne nicht mehr fehlerfrei, aber dem dünn besetzten TSV (einige Spieler fielen verletzt aus) fehlte die Kraft, um die Wende einzuleiten. Daher verdoppelte Oberlübbe den Vorsprung am Ende auch noch von drei (24:21) auf sechs Treffer.

TSV: Süß, Lippe – Schmidt (1), Born, Langer, Cermirtan (1), Stammen (1), Gettert (3), Malina (3), Lange (1), Fabian Schuster (9), Kuhlenkamp (4)

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