Mi., 29.01.2020

Ostenländer und Hövelhofer bilden bei der DM in Bielefeld zwei Doppel Gemeinsame Sache

Ostenlands Karina Büser schlägt bereits zum neunten Mal in Folge bei den Deutschen Badminton-Meisterschaften in Bielefeld auf, im Doppel-Wettbewerb an der Seite der Hövelhoferin Melanie Gräßer.

Ostenlands Karina Büser schlägt bereits zum neunten Mal in Folge bei den Deutschen Badminton-Meisterschaften in Bielefeld auf, im Doppel-Wettbewerb an der Seite der Hövelhoferin Melanie Gräßer. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Hövelhof/Ostenland (WB). In der Regionalliga haben sich die Badminton-Asse des BC Phönix Hövelhof und des SC BW Ostenland einige erbitterte Duelle geliefert, bei den 68. Deutschen Meisterschaften machen sie gemeinsame Sache. Mit Karina Büser (Ostenland) und Melanie Gräßer (Hövelhof) sowie Hendrik Wiedemeier (Ostenland) und Niklas Kampmeier (Hövelhof) schlagen in der Bielefelder Seidensticker Halle zwei Paarungen auf, die aus Partnern bestehen, die sonst Gegner sind.

„In der Liga sind wir Rivalen, doch abgesehen davon verstehen Hendrik und ich uns sehr gut und harmonieren scheinbar auch auf dem Feld“, sagt Kampmeier. Um für den ersten gemeinsamen Auftritt gewappnet zu sein, hat das Duo zweimal zusammen trainiert und gibt sich zuversichtlich, dass die Wildcard zu mehr als lediglich einem Einsatz genutzt werden kann. Nach einem Freilos geht es am Freitagmittag (12 Uhr) entweder gegen ein Gespann vom Ligakonkurrenten CfB Köln oder gegen eine junge bayrische Kombination. „In beiden Fällen sehen wir eine Chance aufs Weiterkommen“, sagt Kampmeier. Im Erfolgsfall gäbe es im Achtelfinale (Freitag, 15 Uhr) wohl einen Vergleich mit den Nationalspielern Daniel Hess (Beuel) und Johannes Pistorius (Freystadt). „Die sollten dann einige Level über dem liegen, was wir im Tank haben“, sagt der Hövelhofer.

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In beiden Fällen sehen wir eine Chance aufs Weiterkommen.

Niklas Kampmeier

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Kampmeier ist zum vierten Mal bei der DM mit von der Partie und stellt das Erlebnis mindestens auf eine Höhe mit dem Ergebnis: „Sich in einer solchen Halle mit der Elite Deutschlands messen zu dürfen, ist jedes Mal aufs Neue ein cooles Gefühl. Noch besser wäre es, wenn man sich direkt dafür qualifiziert hätte, aber auch mit einer Wildcard macht das eine Menge Spaß.“

Direkt qualifiziert – das hat sich aus dem Kreis Paderborn auch in diesem Jahr wieder „nur“ Karina Büser. Die 27-Jährige schlägt zum neunten Mal in Folge bei den nationalen Titelkämpfen auf und hat sich das Einzelticket mit dem Viertelfinaleinzug bei den „Westdeutschen“ verdient. Die Ostenländerin ist bereits am Donnerstag (14.05 Uhr) gefordert, bekommt es in Runde eins mit Romina Plöger vom ATSV Stockelsdorf, Verbandsligaspitzenreiter in Schleswig-Holstein, zu tun. Auf die Siegerin wartet am Abend (18.45 Uhr) Hannah Weitz vom hessischen Regionalligatabellenführer TuS Schwanheim. „Erst mal wünsche ich mir, dass meine Gegnerinnen auch wirklich antreten“, sagt Büser. Diese mit einem Augenzwinkern versehene Aussage hat einen bemerkenswerten Hintergrund, schaffte es die Finanzbeamtin im Vorjahr doch ohne einen Ballwechsel in den ersten beiden Runden ins Achtelfinale. Wie damals läuft sie auch in diesem Jahr in allen drei Disziplinen auf. Das Mitwirken im Mixed hat sich kurzfristig ergeben. „Am Mittwochmittag haben Hendrik und ich die Nachricht erhalten, dass ein Nachrückerplatz freigeworden ist.“ Wer am Donnerstag (15.25 Uhr) der Gegner ist, ist noch nicht geklärt.

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Ich wünsche mir, dass meine Gegnerinnen wirklich antreten.

Karina Büser

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Klar ist, wann sie das erste Doppel mit Melanie Gräßer bestreitet. Am Freitag (14.15 Uhr) trifft die zweite Ostenland-Hövelhof-Kombo auf die gesetzten Lea Dingler/(Gifhorn) und Sinah Holtschke (SV Berliner Brauereien). Im Gegensatz zum Herrendoppel Kampmeier/Wiedemeier verfügen Büser/Gräßer schon über einiges an gemeinsamer Spielpraxis: „Wir haben bereits die eine oder andere Rangliste zusammen bestritten und bei den Westdeutschen abgemacht, dass wir in Bielefeld antreten wollen.“

Jan Santüns spielt mit der Bielefelderin Nadine Rahmel

Das Quintett heimischer Vertreter vervollständigt Ostenlands Jan Santüns. Der 29-Jährige spielt im Mixed aber nicht mit einer Hövelhoferin, sondern mit der Bielefelderin Nadine Rahmel. Die beiden müssen am Donnerstag früh raus. Um 10 Uhr werden sie von Christian Dumler und Giao-Tien Nguyen (SV Dortelweil) gefordert. Bis Mittwochmittag musste Santüns davon ausgehen, ausschließlich im Mixed-Wettbewerb zum Schläger zu greifen, aber eine weitere Absage sorgte dafür, dass er sich auch als Nachrücker im Herren-Einzel beweisen darf. Sein Gegner in Runde eins (Donnerstag, 11.55 Uhr) ist Jonas Gölz (Dortelweil).

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