Hövelhofs Coach hilft aus – Ostenland nur noch theoretisch zu retten
Brameyer genießt sein Comeback

Hövelhof/Ostenland (WB/en). Jetzt sind die Hoffnungen auf den Regionalliga-Verbleib allenfalls noch theoretischer Natur: Zum einen kassierte der SC BW Ostenland gegen den Spitzenreiter CfB Köln und den Tabellenzweiten Spvgg. Sterkrade-Nord jeweils eine 2:6-Niederlage. Zum anderen überließen sich die noch in Reichweite rangierenden Konkurrenten BV Mülheim III und BC Hohenlimburg II im direkten Duell (4:4) je einen Punkt, und demnach liegen die Blau-Weißen zwei Spieltage vor Saisonende vier Zähler hinter dem ersten rettenden Platz.

Mittwoch, 12.02.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 05:03 Uhr
Trainer Martin Brameyer freut sich mit Hannah Schiwon über den Sieg gegen Mülheim, bei dem er selbst nach 13 Jahren sein Regionalliga-Comeback geben musste. Foto: Elmar Neumann
Trainer Martin Brameyer freut sich mit Hannah Schiwon über den Sieg gegen Mülheim, bei dem er selbst nach 13 Jahren sein Regionalliga-Comeback geben musste. Foto: Elmar Neumann

Nach zwei Jahren in der dritthöchsten deutschen Badminton-Liga geht es für die Ostenländer damit zurück in die Oberliga. Da nützt auch die Schützenhilfe des BC Phönix Hövelhof nichts mehr, der sich einen Tag nach seiner Niederlage in Köln (3:5) gegen Mülheim mit 5:3 behauptete und den starken vierten Platz festigte.

1. CfB Köln - BC Phönix Hövelhof 5:3. Das serbische Doppel Ilija Pavlovic/Andrija Doder, das Mixed Doreen Kortmann/Sven Falkenrich und Doder im 3. Herreneinzel sorgten für die Punkte. Im hochklassigen Spitzeneinzel gegen Philipp Wachenfeld musste sich der nach Knieproblemen noch immer nicht 100-prozentig fitte Pavlovic mit 18:21, 17:21 geschlagen geben und kassierte damit im elften Einzel seine zweite Niederlage.

Es war natürlich ein großes persönliches Vergnügen.

Martin Brameyer

BC Phönix Hövelhof - BV Mülheim III 5:3. Dieser sechste Saisonsieg war für Phönix ein ganz besonderer. Den Gastgebern standen in Abwesenheit von Melanie Gräßer und Sven Falkenrich nur vier Stammkräfte zur Verfügung. Da die Phönix-Reserve zeitgleich den ersten Platz in der Verbandsliga verteidigen musste, was mit dem 5:3 gegen den TuS Friedrichsdorf ebenfalls gelang, half Trainer Martin Brameyer bei der Ersten als Spielertrainer aus – und wie: Die zwei Routiniers Brameyer und Kai Schiermeyer trumpften im 2. Herrendoppel auf wie in ihren besten gemeinsamen Zeiten, die bereits 13 Jahre zurückliegen, und lieferten dem Mülheimer Duo beim 10:21, 21:13 und 19:21 einen beeindruckenden Kampf. „Es hat leider nicht ganz gereicht, aber es war natürlich ein großes persönliches Vergnügen, nach so langer Zeit doch ganz passabel mitgehalten zu haben“, sagte Brameyer. Auch das Ersatz-Damendoppel mit Luca Graupner und Karin Schiermeier wehrte sich tapfer, unterlag jedoch mit 9:21 und 19:21. Für die fünf Punkte sorgten die etablierten Akteure. Niklas Kampmeier/Andrija Doder (1. HD), Ilija Pavlovic (1. HE), Kampmeier (2. HE), Doder (3. HE) sowie Hannah Schiwon (DE) sorgten vor den Augen von Ehrenmitglied Johannes Lüling mit Zweisatzerfolgen für den doch souveränen Gesamtsieg.

Da der BV RW Wesel angeblich über einen Rückzug aus der 2. Liga nachdenkt, ist noch nicht ganz klar, ob aus der Regionalliga West nicht vielleicht sogar drei Teams absteigen. Daher wollen sich die Hövelhofer mit mindestens einem weiteren Punkt im kommenden Spiel beim FC Langenfeld (7. März) auch der letzten theoretischen Sorgen entledigen. Unabhängig davon sind die Personalplanungen für eine weitere Regionalliga-Spielzeit längst angelaufen. „Alle Spielerinnen und Spieler des aktuellen Kaders haben ihre Absicht geäußert, uns auch in der nächsten Saison wieder zur Verfügung zu stehen – auch unsere beiden Serben Ilija und Andrija möchten bleiben“, sagte Brameyer.

Wir nehmen den Abstieg gefasst zur Kenntnis.

Tim Fischbach

Spvgg. Sterkrade-Nord - SC BW Ostenland 6:2. Der krankheitsbedingte Ausfall von Doppelspezialist Jan Santüns nahm den Gästen schon vor dem ersten Ballwechsel ein großes Stück Zuversicht. So reichte es nur zu zwei Siegen, an denen DM-Teilnehmer­in Karina Büser jeweils beteiligt war. Neben dem Zweisatzerfolg (21:9, 21:19) im Dameneinzel gewann sie auch das spannende Doppel an der Seite von Sanne Schra. Hier hieß es im dritten Durchgang 22:20 für den SCO. In den dritten Satz schaffte es auch Tim Hindera, der im Topeinzel mit 16:21, 21:18 und 15:21 unterlag.

SC BW Ostenland - 1. CfB Köln 2:6. Auch gegen den Spitzenreiter war auf Karina Büser Verlass. Wieder gewann sie ihr Einzel (21:14, 21:13) und diesmal mit ihrem Freund Hendrik Wiedemeier das abschließende Mixed (21:15, 21:12). Pech hatte Wiedemeier im 1. Herrendoppel an der Seite von Tim Hindera, das die beiden Blau-Weißen mit 21:10, 17:21 und 18:21 verloren. Ein besonderes Spiel war es für Lisa Schwabe, die sonst in der Bezirksklasse aufschlägt, gegen Köln aber an der Seite von Christina Ohm im Damendoppel (3:21, 13:21) ihre Regionalligapremiere feiern durfte.

„Wir nehmen den Abstieg gefasst zur Kenntnis. Wir sind mit unseren Planungen für die kommende Saison bereits sehr, sehr weit und streben eine schnelle Rückkehr in die Regionalliga an“, sagte Sportwart Tim Fischbach.

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