2. Basketball-Bundesliga Pro A: Uni Baskets Paderborn unterliegen 74:77 bei Phoenix Hagen
Im zweiten Viertel geschlafen

Paderborn  (WB/jm). Nein, sowas wie ein Lieblingsgegner wird Phönix Hagen für die Uni Baskets Paderborn in dieser Saison der 2. Basketball-Bundesliga Pro A nicht werden. Nach dem versauten Heim-Einstand ging auch das packende Rückspiel mit 74:77 (36:45) verloren – und damit auch der direkte Vergleich .

Samstag, 22.02.2020, 21:27 Uhr aktualisiert: 22.02.2020, 21:33 Uhr
24 Punkte, zehn Rebounds: Kendale McCullum (links) überzeugte in Hagen mit einem Double-Double. Foto: Elmar Neumann
24 Punkte, zehn Rebounds: Kendale McCullum (links) überzeugte in Hagen mit einem Double-Double. Foto: Elmar Neumann

Ein herber Rückschlag im Play-off-Rennen: In der Tabelle zogen beide Teams punktemäßig gleich, die Baskets sind nun Neunter. „Wir haben uns die Niederlage selber zuzuschreiben. Im zweiten Viertel haben wir geschlafen. Das war unter aller Sau und nicht mehr aufzuholen“, resümierte Martin Seiferth.

Die Gäste wollten Hagen anfangs mit einer aggressiven Ganzfeldpresse ärgern. Das glückte nur bedingt; auch deshalb, weil sie offensiv nicht so richtig ins Spiel fanden. Erst nach zwei Minuten setzte Kendale McCullum den Dreier zum 3:6. Nach dem 3:8 kam die große Zeit von Martin Seiferth, dem die vier folgenden Körbe glückten. Paderborn übernahm mit 11:10 (4.) die Führung und zwang Hagen damit zur Auszeit.

Das Westfalenderby Süd gegen Ost entwickelte sich fortan zu einem Duell auf Augenhöhe mit stets wechselnden Führungen. Nach dem ersten Viertel lag Hagen mit 24:23 vorn.

Nach 0:12-Lauf 23:36 im Rückstand

Der Einstieg in den zweiten Abschnitt missglückte den Gästen gänzlich. Nach einer Reihe von Flüchtigkeitsfehlern sahen sich die Uni Baskets mit 23:31 (13.) im Hintertreffen. Headcoach Steven Esterkamp versuchte sein Team in einer Auszeit vergeblich neu zu justieren. Das Abschlussverhalten blieb inkonsequent. Nach einem 12:0-Lauf Hagens hieß es 23:36. Viel zu leicht kam der Phoenix zu seinen Punkten. Zur Hälfte des zweiten Viertels brach McCullum den Bann – 27:36. Doch die leichten Fehler und Lücken in der Deckung blieben; 32:41. „Ihr steht nur rum und schaut zu“, zürnte Esterkamp in der Auszeit kurz vor der Pause. Ryan Logan (fünf Versuche) ohne Punkt, bloß vier von zwölf Dreiern im Ziel, mickrige 13 Punkte im zweiten Viertel – etwas Zahlenmaterial, warum der Westfalen-Knüller bis zum 36:45-Pausenstand im Zeichen der Feuervögel stand.

Offense spielt nicht schnörkellos genug

Das Paderborner Ansinnen, schneller zu spielen, führte zum 38:45-Anschluss. Thomas Reuter verkürzte an seiner früheren Wirkungsstätte auf 41:45. Drei Minuten ließ die Gästedefensive keinen Korb zu. Martin Seiferth vergab nun zwei Freiwürfe, derweil Hagen zwei setzte – 41:49. Der Aufschwung stoppte, weil in der Offense auf der Suche nach Lösungen ein schnörkelloses Spiel vermisst wurde. Das sah zu kompliziert aus. Es fehlte ein sichtbares Konzept. Dazu gesellten sich technische Unzulänglichkeiten wie etwa ein Schrittfehler Logans. Nach einem punktarmen dritten Viertel steuerte der Gast, der sich bis dato stattliche 14 Turnover leistete (Hagen nur fünf), über ein 47:58 auf eine Auswärtsniederlage hin.

Nach 67:69 wieder alles drin

Doch die Esterkamp-Crew kämpfte weiter. Ein Dreier McCullums brachte den 54:60-Anschluss. Fünf Minuten vor Schluss hieß es 56:66. Daniel Mixich (59:66), Kendale McCullum (61:66) und Grant Benzinger (63:66) schürten Hoffnungen. Noch 200 Sekunden. Erst konnte Demetrius Ward nun einen feinen Bälleklau McCullums nicht veredeln, dann reparierte das Martin Seiferth, dem zehn Punkte im ersten Viertel gelangen – 67:69. Noch 107 Sekunden, alles war wieder drin. Doch die Baskets versäumten es, sich für die Aufholjagd zu belohnen. Zwei Hagener Dreier zum 67:75 bedeuteten 44 Sekunden vor der Schlusssirene die Vorentscheidung. Ryan Logans Dreier zum 72:75 sieben Sekunden vor Schluss kam zu spät. Zwei getroffene Spohr-Freiwürfe durchkreuzten den Plan der Baskets.

Am Ende standen sieben von 21 Dreiern auf der Haben-Seite und 17 Turnover. Steven Esterkamp monierte wohl das fehlende Teamplay gerade im zweiten Viertel, lobte aber dafür die Kulisse und Stimmung am Ischeland. Mehr als 2600 Zuschauer machten Radau. „Das war ein Spaß-Spiel. Hagens Verteidigung hat es gegen uns schlau gemacht. Wir hatten ein bisschen Pech.“

Die Baskets-Statistik

Phoenix Hagen: Octeus (8), Gilmore (6), Leufroy (8), Geske (15), Aminu (8), Spohr (12), Grof (3), Pechacek (15), Baumann (2)

Uni Baskets: Trapp (6 Punkte, 0/3 Dreier, 6 Rebounds, 3 Ballverliste, 16:44 Minuten), Mixich (6 Punkte, 29:55 Minuten), McCullum (24 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists, 3 Ballgewinne, 4 Ballverluste, 32:52 Minuten), Seiferth (12 Punkte, 8/8 Feldwürfe, 5 Rebounds, 24:12 Minuten), Logan (7 Punkte, 3 Assists, 3 Ballverluste, 25:38 Minuten), Buntic (2 Punkte, 4 Rebounds, 17:47 Minuten), Reuter (3 Punkte, 12:37 Minuten), Benzinger (5 Punkte, 5 Rebounds, 15:53 Minuten), Ward (9 Punkte, 4 Assists, 5 Rebounds, 26:47 Minuten), Döring (n.e.), Ballhausen (n.e.)

Die Viertelergebnisse: 24:23, 21:13, 13:11, 19:27

Zuschauer: 2617

Das nächste Spiel: Am Sonntag, 1. März, sind die Uni Baskets zu Gast bei den Rostock Seawolves. Hochball ist um 16 Uhr in der Stadthalle Rostock

 

 

 

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