So., 23.02.2020

LC-Sprinter lassen bei Deutschen Hallenmeisterschaften Bestzeiten purzeln Bronze zweimal knapp verfehlt

Saisonbestzeit eingestellt: Yasmin Kwadwo (links) fehlten mit 7,26 Sekunden nur zwei Hundertstel zu einer Medaille. Sie zog sich im 60-Meter-Finale eine Oberschenkelverletzung zu. Schwester Keshia („Noch hat nicht alles geklappt, wie es sein soll“) folgte als Fünfte.

Saisonbestzeit eingestellt: Yasmin Kwadwo (links) fehlten mit 7,26 Sekunden nur zwei Hundertstel zu einer Medaille. Sie zog sich im 60-Meter-Finale eine Oberschenkelverletzung zu. Schwester Keshia („Noch hat nicht alles geklappt, wie es sein soll“) folgte als Fünfte. Foto: Wolfgang Birkenstock

Leipzig/Paderborn (WB/jm). Die Sprinter des LC Paderborn haben bei den 67. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in der Arena Leipzig mit einer persönlichen Bestzeit, drei neuen Saisonbestleistungen sowie drei Finalteilnahmen aufhorchen lassen. Yasmin Kwadwo (60 m) und Monika Zapalska (60 m Hürden) fehlten dabei bloß Winzigkeiten zu Bronze. LC-Trainer Thomas Prange zeigte sich mit den Ergebnissen absolut zufrieden.

Yasmin Kwadwo erwischte im zweiten Halbfinale einen prima Start und lieferte sich ein spannendes Duell mit Titelverteidigerin Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF), das mit 7,26 Sekunden um zwei Hundertstel zugunsten der Paderbornerin ausfiel. Kwadwo war zuvor die zweitschnellste Vorlaufzeit (7,30 sec) aller 33 Starter­innen geglückt.

Yasmin Kwadwos Verletzung sprengt die Staffel

Im 60-Meter-Sprintfinale duellierten sich Yasmin und Keshia Kwadwo mit der alten und neuen Deutschen Meisterin Lisa Marie Kwayie (7,21 sec) sowie Deutschlands Sportlerin des Jahres Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), die in 7,22 Sekunden eine neue Bestzeit lief. Yasmin Kwadwo, Vierte, war mit ihrer eingestellten Saisonbestzeit von 7,26 Sekunden „absolut zufrieden“. Der Wermutstropfen: „Leider habe ich mich im Finale böse am Oberschenkel verletzt. In den nächsten Tagen weiß ich hoffentlich mehr.“ Ihr Ausfall sprengte leider die Paderborner 4 x 200-Meter-Staffel, die somit am Sonntag nicht an den Start ging.

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Der Sommer kann sehr gut werden.

Keshia Kwadwo

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Schwester Keshia Kwadwo, Fünfte in 7,38 Sekunden, sprach von einem „soliden Rennen. Es müssen sich noch ein paar Puzzleteile zusammenfügen. Noch hat nicht alles geklappt, wie es sein soll. Aber der Sommer kann sehr gut werden. Ich habe einiges Neues gelernt in diesem Winter. Es ist normal, dass da nicht unbedingt auf Anhieb alles zusammenpasst.“

Janina Faßbender schied immerhin mit einer neuen persönlichen Bestzeit (7,56 sec) aus. Einzig die 60-Meter-Hoffnungen von Alina Kuß sollten unerfüllt bleiben. Sie blieb bei für sie unbefriedigenden 7,64 Sekunden stehen. Tags darauf über 200 Meter lief es eine Spur besser. Als Dritte des ersten Vorlaufes blieb sie in 24,48 Sekunden nur knapp über ihrer persönlichen Bestmarke (24,39 sec), verpasste den Finaleinzug jedoch deutlich. Dennoch ein versöhnlicher DM-Abschied.

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Das war definitiv besser als 2019-

Monika Zapalska

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Hürdensprinterin Monika Zapalska blickte auf eine starke DM zurück. Im Halbfinale drückte die frühere Wattenscheiderin ihre bisherige Saisonbestzeit von 8,49 Sekunden auf 8,37 Sekunden, obwohl der Startvorgang zweimal abgebrochen wurde; Rang zwei. Im Finale stellte die Neu-Paderbornerin auf der Außenbahn mit 8,27 Sekunden nochmals eine neue Saisonbestzeit auf; Platz vier wie 2018. Bloß drei Hundertstel fehlten zum Gewinn der Bronzemedaille. „Mit einer stärkeren Athletin neben mir wäre mir vielleicht eine schnellere Zeit geglückt. Für das erste Jahr bei Thomas als neuem Trainer bin ich komplett zufrieden. Das war definitiv besser als 2019“, resümierte die 25-Jährige.

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Ich hatte mir eine schnellere Zeit erhofft.

Noel Thorwesten

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Auch die männliche Abteilung durfte zufrieden sein. Peter Emelieze (6,75 sec/Rang 14) und Noel Thorwesten (6,78 sec/17.) verbuchten in ihren Halbfinals jeweils eine neue Hallenbestmarke für die Saison 2020. Obgleich Thorwesten nur ganz knapp über seiner Bestzeit von 6,75 Sekunden blieb, wirkte er nicht ganz zufrieden. „Ich hatte mir eine schnellere Zeit erhofft. Das Feld war einfach ziemlich eng. 6,68 Sekunden hätten für das Finale gereicht.“

Altmeister Emelieze, 2018 in Birmingham Hallen-WM-Teilnehmer, zeigte sich froh über das gelungene Comeback nach seinem Achillessehnenabriss und darüber, „dass ich endlich wieder schmerzfrei laufen kann. Ich freue mich auf den Sommer. Ich kann jetzt noch viel mehr Gas geben und bin auf einem guten Weg. Da kommt noch einiges.“

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