Basketball: NBBL-Mannschaft der Uni Baskets hat Aufstieg in die A-Gruppe sicher
Jugend forsch(t)

Paderborn  (WB). Von der Quali-Runde bis in die Play-offs: Der Saisonverlauf der U19 der Uni Baskets in der NBBL konnte sich bislang mehr als sehen lassen. Aktuell scheint es so, als könne nur das Coronavirus die Mannschaft von Headcoach Werner Gorsky stoppen.

Dienstag, 17.03.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 12:50 Uhr
Jubel über den Aufstieg in die A-Gruppe, von links: Vincent Neugebauer, Tom Wittmann, Roman Claas, Co-Trainer Mika Dützer (mit Käppi) und Peter Hemschemeier. Ob die Play-offs noch gespielt werden, ist fraglich. Foto: Jörn Hannemann
Jubel über den Aufstieg in die A-Gruppe, von links: Vincent Neugebauer, Tom Wittmann, Roman Claas, Co-Trainer Mika Dützer (mit Käppi) und Peter Hemschemeier. Ob die Play-offs noch gespielt werden, ist fraglich. Foto: Jörn Hannemann

„Absoluter Respekt an die Jungs, dass sie sich in dieser langen Saison so gut geschlagen haben. Ich persönlich gehe momentan aber nicht davon aus, dass die Play-offs noch stattfinden werden. Wenn doch, wäre das natürlich ein tolles Erlebnis, gegen Alba Berlin zu spielen. Auch wenn wir in diesen Duellen Außenseiter wären, hätten wir das Ziel, sie zu schlagen. Wir haben bewiesen, dass wir Spiele eng halten können“, meint Gorsky, dessen Team den Aufstieg in die A-Gruppe unabhängig vom weiteren Saisonverlauf sicher hat.

Gorsky freut sich über die Entwicklung des Teams

Mehr noch als über den Aufstieg freut sich Gorsky aber über die Entwicklung der Mannschaft: „Unser Ziel war es von Beginn an, die Jungs so Basketball spielen zu lassen, dass sie lernen, selbst Entscheidungen zu treffen. Das ist uns zu weiten Teilen gelungen. Wir haben meist sehr teamorientiert gespielt und hatten viele Spieler mit hohen Assist-Zahlen.“ Der Trainer denkt, dass „diese Art des Basketballs dazu führt, dass die Jungs gut auf den Herrenbereich vorbereitet werden.“

Trotz des teamorientierten Spielstils ragte ein Paderborner aus dem starken Baskets-Kollektiv heraus: Peter Hemschemeier. Das Top-Talent erzielte in der Hauptrunde im Schnitt 23,7 Punkte, verteilte 6,1 Assists und sammelte 4,8 Rebounds. Dank der starken Leistungen durfte der 16-Jährige regelmäßig in der Profimannschaft der Uni Baskets mittrainieren und stand zuletzt beim sensationellen Heimsieg gegen die Niners Chemnitz erstmals im Kader.

Jungjahrgang mit Perspektive

Hemschemeier gehört zu einer ganzen Reihe an Stammspielern, die auch in der kommenden Saison noch in der U19 aktiv sein dürfen. „Bis auf drei Leistungsträger haben wir hauptsächlich Spieler im Jungjahrgang. Das heißt, dass wir auch in der nächsten Spielzeit in der A-Gruppe eine schlagkräftige Mannschaft stellen werden. Das Hauptziel ist aber natürlich weiterhin, die Jungs in Richtung hochklassigen Herrenbasketball zu entwickeln“, berichtet Gorsky, den vor allem die Tiefe im Kader beeindruckt hat: „Es war schön, dass wir immer wieder Spieler hatten, die in die Bresche gesprungen sind, wenn Leistungsträger nicht ihren besten Tag hatten. Wir hatten in vielen Spielen mehr als drei Jungs, die zweistellig gepunktet haben. Zudem ist mir sehr positiv aufgefallen, dass wir es in den entscheidenden Duellen, wie zuletzt gegen die Berlin Tiger, geschafft haben, Spiele auch über die Defensive zu gewinnen. Und das, obwohl wir nicht die beste Mannschaft in der Defense sind.“

Mit den Uni Baskets ist zu rechnen

Zu den angesprochenen Leistungsträgern gehören neben dem etablierten Leo Döring (8,8 Punkte, 4,4 Rebounds), der im Saisonverlauf auch erstmals in der 2. Basketball-Bundesliga zum Einsatz kam, auch Benedict Dernbach (8,6 Punkte, 5 Rebounds), Vincent Neugebauer (9,1 Punkte, 8,3 Rebounds) und Matei Bodea (15,1 Punkte, 4,8 Rebounds). Speziell Letzterer gilt ebenfalls als großes Talent. Der 17-jährige Rumäne hat sich schnell an die neue Umgebung gewöhnt, war in der zweiten Mannschaft einer der wichtigsten Spieler und durfte auch schon im Training der Profis mitwirken. Unabhängig davon, wie es weitergeht, steht eines fest: Mit den Uni Baskets ist im Nachwuchsbereich wieder zu rechnen.

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