Fr., 22.05.2020

Früherer russischer Nationalspieler und Weltmeister zur HSG Altenbeken/Buke Andrej Antonewitsch wird Co-Trainer

Seine Ruhe und Erfahrung werden fehlen: Handball-Verbandsligist HSG Altenbeken/Buke muss in der kommenden Saison ohne „Urgestein“ Michael Schadomsky auskommen.

Seine Ruhe und Erfahrung werden fehlen: Handball-Verbandsligist HSG Altenbeken/Buke muss in der kommenden Saison ohne „Urgestein“ Michael Schadomsky auskommen. Foto: Markus Schlotjunker

Von Markus Schlotjunker

Altenbeken (WB). Handball-Verbandsligist HSG Altenbeken/Buke hat einen Torwart aus der 3. Liga verpflichtet. Zudem wird als Co-Trainer zukünftig ein ehemaliger Weltmeister auf der Bank sitzen. Ein langjähriger Stammspieler sowie eine Nachwuchshoffnung verlassen dagegen das Team

Nach Kreisläufer Moritz Jebram und Linksaußen Fabian Arning hat sich mit René Krouß ein Torwart der HSG angeschlossen. Krouß spielte bislang für den Drittligisten VfL Gummersbach II, kam wegen eines Studiums nach Paderborn und schloss sich dem kreisweit am höchsten spielenden Verein an, der nun drei Torhüter im Kader hat.

Michael Schadomsky tritt kürzer

Nicht mehr dabei sein werden ab der kommenden Saison neben dem bereits lange Zeit als Abgang feststehenden Kreisläufer Florian Weißelstein auch HSG-Urgestein Michael Schadomsky und Pascal Richter, der erst vergangene Saison zum Verbandsligisten gewechselt war. „Michael ist inzwischen über 30 Jahre alt und beruflich sehr eingespannt, so dass er nun kürzer treten wird. Pascal hat einen Studienplatz in Süddeutschland erhalten“, berichtet Trainer Jan Schwensfeger.

Beide Abgänge schmerzen, da zum einen die Ruhe und Erfahrung von Schadomsky fehlen wird und zum anderen Richter bis zum Abbruch der Saison im Rückraum der HSG immer besser integriert war. „Dennoch haben wir eine gute Mannschaft beisammen und sind frohen Mutes, was die nächste Saison angeht“, sagt Schwensfeger. Der Coach freut sich auch, dass Rechtsaußen Jan Wendte, der in der vorigen Spielzeit nur sporadisch zur Verfügung stand, nun ständig für die HSG am Ball ist. Wann das für den Langzeitverletzten Yannic Hennemann wieder der Fall sein wird, ist weiter ungewiss. Der Kader steht also. Gesucht wird jetzt nur noch – wie so oft – ein Linkshänder. Mag das Personal auch da sein; die Ungewissheit, wann wieder alle um Verbandsliga-Punkte kämpfen, bleibt. „Heute kann niemand sagen, wie und wann es überhaupt weitergeht“, schränkt der Trainer ein.

Trainingsauftakt am 2. Juni

Einen Terminplan für seine Mannschaft hat er aber schon erstellt. Am 2. Juni nimmt die HSG das Training in dem Umfang wieder auf, der aktuell erlaubt ist: draußen und ohne Kontakt. Heißt, die Kondition und Athletik steht im Vordergrund. Diese Phase wird bis zu den Sommerferien gehen. Danach folgen zwei Wochen Pause, ehe die zweite Phase der Saisonvorbereitung geht.

„Wann wir wieder in die Halle können, wann es wieder ein richtiges Training geben wird, in dem wir zum Beispiel Abläufe einstudieren können, ist ja alles noch unbestimmt“, erklärt Jan Schwensfeger, der aber volles Verständnis für die wegen der Corona-Krise getroffenen Maßnahmen und den damit verbundenen Einschränkungen hat: „Die Gesundheit ist immer das Wichtigste.“

Damit seine Spieler nach zweieinhalb Monaten ohne Spielpraxis und ohne Training beim Start nach Pfingsten keine Verletzungen davon tragen, hatten sie nach zuvor selbst auferlegten und zu Hause ausgeführten Wettkämpfen ein Programm zum Fitbleiben erhalten.

Ein Typ Marke „harte Schale, weicher Kern“

In Zukunft hat Schwensfeger prominente Unterstützung, um seine Spieler fit zu machen: Andrej Antonewitsch. Der ehemalige russische Nationalspieler (Jahrgang 1968) wurde 1993 Weltmeister und war in Deutschland schon bei einigen Vereinen als Trainer aktiv. „Andrej hat natürlich große Erfahrung. Er ist ein Typ Marke harte Schale, weicher Kern“. Die HSG ist also in allen Belangen gut aufgestellt.

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