Fußball: TuS Sennelager, TSV Wewer, SC Ostenland und SC RW Verne steigen auf
Ein Quartett hofft auf die Staffel 3

Paderborn (WB). Der 6. Mai 2020 geht in die Vereinsgeschichte ein: Die Kreisliga-A-Teams vom TuS Sennelager, SC RW Verne und TSV Wewer erhielten an jenem Mittwoch die Nachricht, dass die Fußballsaison 2019/2020 vorzeitig abgebrochen wird und dass alle drei Klubs in die Bezirksliga aufsteigen dürfen. Beim SC Ostenland, der am 12. Mai nachrückte, war die Freude nicht minder groß. Mitarbeiter Frank Brock hörte sich anlässlich des Vierfach-Aufstiegs bei den Vereinen um.

Dienstag, 02.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 11:08 Uhr
Jubel beim TSV Wewer mit dem scheidenden Trainer Daniel Borsch (links) nach dem Aufstieg in die Bezirksliga. Foto: Elmar Neumann
Jubel beim TSV Wewer mit dem scheidenden Trainer Daniel Borsch (links) nach dem Aufstieg in die Bezirksliga. Foto: Elmar Neumann

Michael Hartmann (29 Jahre, Trainer TuS Sennelager, Aufsteiger als Tabellenführer der Kreisliga A 1):

Wie gerecht ist der Aufstieg aus Ihrer Sicht?

MICHAEL HARTMANN: Wir hätten gerne die Saison weitergespielt, haben die Sache aber nicht zu entscheiden. Wir nehmen den Beschluss des Verbandes, dass die Tabelle vom Zeitpunkt des Saisonabbruchs zählt, natürlich gerne an. Dass der Verband es nicht allen recht machen konnte, ist aber natürlich auch klar.

 

In welcher Form ist der Aufstieg gefeiert worden?

HARTMANN: Als wir die Nachricht erhielten, haben wir spontan mit unserer Mannschaft in einer Videokonferenz gefeiert und mehrere Kaltgetränke konsumiert. Wir wären unabhängig vom Saisonausgang Mitte Juni für fünf Tage nach Mallorca zur Mannschaftsfahrt geflogen. Diese Fahrt fällt nun natürlich aus. Wir hoffen, dass wir die Feier noch in diesem Jahr nachholen können.

 

Gibt es schon personelle Veränderungen für die Saison 2020/2021?

HARTMANN: Bei unseren Neuzugängen haben wir mit Filipe de Ramos Pereira (DJK Mastbruch), Pascal Jüde (PSV Stukenbrock-Senne), Arian Elshani (SJC Hövelriege) sowie Dario Rizza und Michael Heck (beide SV Marienloh) bislang nur Neue geholt, die eine Vergangenheit beim TuS Sennelager aufweisen. Mit Ausnahme von Elshani haben alle Zugänge auch Bezirksligaerfahrung. Abgänge gibt es nicht. Glücklicherweise bleibt der komplette Aufstiegs-Kader zusammen.

 

In welcher Staffel würde der TuS Sennelager am liebsten spielen?

HARTMANN: Am liebsten in der Staffel 3 mit allen Paderborner Teams zusammen. Wir sehen der neuen Saison  mit viel Demut entgegen und wollen es besser machen als in der Spielzeit 2015/2016, als wir als Tabellenletzter in der Bezirksliga keine Chance hatten. Wir wollen den Weg der zurückliegenden Jahre mit vielen jungen Leuten weitergehen und streben natürlich den Klassenverbleib an.

 

Daniel Brökelmann (32 Jahre, Trainer des SC Ostenland, Aufsteiger als Tabellenzweiter der Kreisliga A1 dank der Quotientenregelung):

Wie gerecht ist der Aufstieg aus Ihrer Sicht?

DANIEL BRÖKELMANN: Der Aufstieg ist aus meiner Sicht gerecht, denn ohne den Rückzug von Türk-Gücü Paderborn im Februar wären wir zum Zeitpunkt des Abbruchs Tabellenführer gewesen. Die Quotientenregelung halte ich ebenfalls für gerecht, denn die Anzahl der Spiele war bei vielen Mannschaften unterschiedlich. Ich hätte aber gerne die Saison zu Ende gespielt.

 

In welcher Form ist der Aufstieg gefeiert worden?

BRÖKELMANN: Als ich am 12. Mai von unserem Vorstand über den Aufstieg informiert worden bin, haben wir in Kleingruppen überwiegend in Whatsapp-Gruppen den Aufstieg gefeiert. Die richtige Feier würden wir gerne zu gegebener Zeit nachholen.

 

Gibt es schon personelle Veränderungen für die Saison 2020/2021?

BRÖKELMANN: Ja, wir setzen weiterhin auf die Jugend. Zur neuen Saison verstärken Thilo Nevermann (U19 FC Kaunitz), Timo Voss (aus unserer eigenen Jugend) sowie Stephen Jungewelter und Marco Lahme (beide aus der U19 vom Delbrücker SC) unseren Kader. Nach dem jetzigen Stand gibt es keine Abgänge. Ich selber werde mich auch in der kommenden Saison, meiner dann zweiten Spielzeit als Trainer, nur auf das Coachen konzentrieren und nicht mehr mitspielen.

 

In welcher Staffel würde der SC Ostenland am liebsten spielen?

BRÖKELMANN: Wir hoffen, dass wir mit den anderen Paderborner Vereinen in die Staffel 3 kommen, denn dort hätten wir gegen den Delbrücker SC II und gegen den SV Grün-Weiß Anreppen auch zwei Nachbarschaftsduelle. Nachdem der SC Ostenland vor zwei Jahren nur knapp aus der Bezirksliga abgestiegen ist, wollen wir uns in der kommenden Spielzeit den Klassenverbleib schaffen.

 

Helge Damm (59 Jahre, Trainer des SC RW Verne, Aufsteiger als Tabellenführer der Kreisliga A2):

Wie gerecht ist der Aufstieg aus Ihrer Sicht?

HELGE DAMM: Ich halte die vom Verband getroffene Entscheidung für gerecht. Ich finde, dass der TSV Wewer und wir verdient aufgestiegen sind, denn diese beiden Mannschaften haben bis zum Abbruch am konstantesten gespielt. Wewer hat seine gute Vorsaison bestätigt, und mein Team hat sich dank einer Siegesserie von elf Erfolgen hintereinander in diese gute Situation gebracht.

 

In welcher Form ist der Aufstieg gefeiert worden?

DAMM: Als unser Aufstieg vor vier Wochen feststand, haben wir über die sozialen Medien mit unseren Spielern dieses Ereignis gewürdigt. Leider war eine normale Aufstiegsfeier ja nicht möglich, aber die Gesundheit geht natürlich vor. Der Aufstieg zum 100-jährigen Jubiläum unseres Vereins freut mich besonders für unseren Vorsitzenden Wolfgang Spenner, da dieser mit viel Herzblut bei der Sache ist.

 

Gibt es schon personelle Veränderungen für die Saison 2020/2021?

DAMM: Bis jetzt gibt es weder Zu- noch Abgänge. Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass unser Aufstiegs-Kader in der jetzigen Besetzung zusammenbleibt.

 

In welcher Staffel würde der SC RW Verne am liebsten spielen?

DAMM: Wir hoffen, dass wir in einer Staffel mit den anderen Teams aus dem Kreis Paderborn eingruppiert werden. Falls wir in eine andere Gruppe kommen sollten, befürchte ich, dass die meisten von unseren treuen Fans uns auswärts nicht mehr so häufig wie bisher begleiten werden, da die Entfernungen zu den meisten Auswärtsfahrten teilweise sehr weit sein werden. Ob in einer anderen Staffel als der Staffel 3 der Klassenverbleib leichter zu schaffen werde, kann ich nur schwer einschätzen.

 

Daniel Borsch (38 Jahre, Trainer des TSV Wewer, Aufsteiger als Herbstmeister der Kreisliga A2):

Wie gerecht ist der Aufstieg aus Ihrer Sicht?

DANIEL BORSCH: Ich finde die Regelungen, die der Verband getroffen hat, am gerechtesten. Ich meine, unser Aufstieg ist verdient, da wir über mehr als 18 Monate sehr gute Leistungen gezeigt haben. Als Herbstmeister dieser Saison haben wir gegen jede Mannschaft einmal gespielt. Zudem bin ich davon überzeugt, dass wir es auch sportlich geschafft hätten.

 

In welcher Form ist der Aufstieg gefeiert worden?

BORSCH: Der 6. Mai 2020 war für mich ein sehr schöner Tag, denn neben unserem Aufstieg mit dem TSV Wewer kam an diesem Tag auch die Meldung, dass mein neuer Verein TuRa Elsen als Vorletzter in der Bezirksliga bleibt. Wir haben den Aufstieg zwar per Whats-app gefeiert, ich wäre aber schon gerne auf dem grünen Rasen aufgestiegen. Ich hoffe, dass wir die Aufstiegsfeier mit dem TSV Wewer noch nachholen können.

 

Gibt es schon personelle Veränderungen für die Saison 2020/2021?

BORSCH: Da ich ja bekanntlich zur kommenden Spielzeit das Traineramt in Elsen übernehme und in Wewer Stefan Zeisberg mein Nachfolger wird, kann ich dazu nicht viel sagen. Wie mir unser Obmann Ralf Spenner bestätigt hat, stehen bisher mit Dennis Koterba (SV BW Etteln) und Steffen Klesser (DJK Mastbruch) zwei Neuzugänge fest. Abgänge gibt es beim TSV Wewer vermutlich in diesem Sommer nicht.

 

In welcher Staffel würde der TSV Wewer am liebsten spielen?

BORSCH: Alle Beteiligten in Wewer hoffen, dass der TSV zusammen mit den anderen Paderborner Teams in die Gruppe 3 kommt.

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