Gaby Sprock setzt sich als Laufbotschafterin für den 7CRun ein
„Nähen ist mein Yoga“

Borchen (WB/jm). Durch stille Natur der Region zu laufen, Spaß zu haben, sich selbst auf diese Weise Gutes zu tun und darüberhinaus einer wachsenden Community anzugehören, die laufend Hilfsprojekte auf allen Kontinenten mit Spendenläufen unterstützt – für Gaby Sprock (52) aus Nordborchen ist der 7CRun, der Sieben-Kontinente-Lauf, eine grandiose Idee und ein „tolles Signal in der jetzigen Zeit.“

Donnerstag, 30.07.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 05:03 Uhr
Nähen ist Gaby Sprocks großes Hobby. Am liebsten näht sie kreative Baby- und Kinderkleidung oder setzt besondere Geschenkideen von Kunden um. „Nähen ist mein Yoga“, schmunzelt sie. Foto: Jörg Manthey
Nähen ist Gaby Sprocks großes Hobby. Am liebsten näht sie kreative Baby- und Kinderkleidung oder setzt besondere Geschenkideen von Kunden um. „Nähen ist mein Yoga“, schmunzelt sie. Foto: Jörg Manthey

Von „Höher, Schneller, Weiter“ hat sie die Nase voll. Es sei einfach wohltuend, dass „Laufsport auch ohne Wettkämpfe möglich ist, dazu Menschen zusammenbringt und verbindet.“ Den 7CRun definiert sie als ein „sehr wertvolles Projekt“, für das sie sich „zu 150 Prozent“ mit viel Energie und Begeisterung als Botschafterin einsetze. „Runter von der Couch. Es ist so einfach, gemeinsam etwas zu bewegen, und es kostet noch nicht einmal was“, motiviert sie zum Mitmachen.

Team gegründet: „Die coolen Wadis“

Gaby Sprock hat sogar ein virtuelles internationales Team gegründet. Über die anfängliche „Stiftung Wadentest“ fanden sich letztlich die „#diecoolenWadis“ zusammen. Zum Auftakt des 7CRuns sind etwa 100.000 Kilometer für den Kontinent Afrika absolviert worden. Mehr als tausend davon gingen auf das Konto der „Wadis“. 18 Läufer steuerten 617,73 Kilometer bei, zusätzlich brachten es zehn Radler auf 456,66 Kilometer. „Unser Team bestand aus 23 Mitgliedern aus ganz Deutschland und der Schweiz. Für Europa sind wir schon auf 30 gewachsen“, sagt Gaby Sprock.

Seit dem 25. Juli und noch bis zum 2. August steht der 7CRun ganz im Zeichen des europäischen Kontinents. Oder um Lokalkolorit in die zweite Etappe reinzubringen: ganz im Zeichen Liboris, loben die Organisatoren ihn doch als Liborilauf aus. Das Laufen hat sie erst vor sieben Jahren für sich neu entdeckt – „als Seelenbalsam. Ich hatte vorher 30 Jahre lang extrem geraucht.“ Die Entzugserscheinungen des Rauchstopps federte sie dank der neuen sportlichen Betätigung spürbar ab. Längst ist das Laufen aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken. „Ich bekomme da den Kopf frei und genieße die Zeit für mich.“

Hoher Puls beim Laufen

Gaby Sprock gehört zur Spezies der Hochpulser. „Wenn ich nur an Laufen denke, geht mein Puls schon auf 130, beim Schuhe zubinden auf 150. Während des Laufens habe ich durchgehend einen Puls von 170, 180. Aber mir geht es gut dabei, und wenn ich aufhöre, geht er auch innerhalb von 30 Sekunden wieder runter“, meint sie achselzuckend.

Mit vielen Menschen zusammenzulaufen; „das ist nichts für mich“, hat Gaby Sprock gemerkt. Da war das neue Format des virtuellen Paderborner Oster-Solo-Laufes genau das Richtige für sie. „Das war echt ein persönliches Highlight“, schwärmt sie. In diesen Reigen reihen sich genauso Crowd-läufe für #millionhopes oder ihr erster Halbmarathon auf ihrer Lieblingsinsel Langeoog (2016) ein. Nach einer längeren Pause hat sie in diesem Jahr die Renaissance des Laufens wiederentdeckt und seither schon zwei Halbmarathons absolviert. „Das Gefühl des Stolzes ist unvergesslich!“ sagt sie.

Morgens um 6 Uhr im Wald

Bevorzugt läuft Gaby Sprock kreuz und quer durch die Wälder des Paderborner Umlandes, oft schon vor 6 Uhr morgens. Der Forst zwischen Dörenhagen und Borchen und auch der Haxtergrund beeindrucken mit schönen Buchenbeständen. Da ist es passend, dass ein Spendenprojekt des 7CRuns Europa einen nachhaltigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz leisten möchte: der Green Forest Fund (www.greenforestfund.de) mit Sitz in Heidelberg. Credo: „Wir schaffen die Urwälder von morgen!“

Nicht nur beim Laufen kann Gaby Sprock abschalten. Gerade hat sie noch schwimmend zweieinhalb Kilometer zum Liborilauf addiert. Ihre große Leidenschaft ist aber das Nähen. Am liebsten Baby- oder Kinderkleidung. „Nähen ist mein Yoga. Da kann ich mich kreativ austoben“, witzelt sie. Liebevolle Handarbeiten wie Nähen, Stricken, Häkeln, Sticken, Backen oder Kochen – für Gaby Sprock ist das Lebensfreude pur. Gut laufen dieser Tage Accessoires wie „bunte und unbunte Schnutenverstecker“ oder 7CRun-Schlüsselanhänger in mehreren Varianten. Die spendet sie. Auch die schmucklosen Boxen der verschickten Medaillen hat sie bedruckt, um die aufzuwerten. Sich selbst hat sie einen schicken 7CRun-Pullover kreiert; ein Unikat. „Wissen Sie, was besonders ans Herz geht? Wenn Kunden sich melden, weil sie eine ganz besondere Geschenkidee möchten und ich es umsetzen darf.“

Ziel: 100 Kilometer im Monat

SiNiJu hat die Bürokauffrau ihren kleinen Zusatzverdienst getauft (www.siniju.de), Abkürzung für die Namen ihrer drei Kinder. Zwei sind schon aus dem Haus, und mit ihrer Jüngsten (13) „rocken wir unser Leben“ schmunzelt sie. Gerade steht ein Umzug an, auf den sie sich sehr freut. Diese Veränderung und der zu erwartende Stress soll aber nicht als Ausrede herhalten, ihr sportliches Treiben einzuschränken. „Mein Ziel ist es, jeden Monat 100 Kilometer zu laufen.“ Dritte Station des virtuellen 7CRuns ist Nordamerika (29. August bis 6. September).

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