Reitsport: Trotz Corona – OWL Challenge soll vom 9. bis 13. September stattfinden
„Ein Licht am Ende des Tunnels“

Paderborn (WB/en). Jetzt steht die Entscheidung: Trotz der Coronakrise soll es auch in diesem Jahr die OWL Challenge geben. Am ursprünglich geplanten Datum für das internationale Reitturnier halten die Organisatoren fest. Sonst wird vom 9. bis zum 13. September auf und rund um den Paderborner Schützenplatz aber eine ganze Menge anders sein als bei den 17 Auflagen zuvor.

Freitag, 31.07.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 18:36 Uhr
So war es im vergangenen Jahr: Nisse Lüneburg grüßt als Sieger. Auf Luca Toni holt er sich bei der OWL Challenge den Großen Preis von Paderborn. Der Sieger 2020 wird sich mit weitaus weniger Applaus zufriedengeben müssen, aber die Challenge soll trotz der Corona-Krise stattfinden. Foto: Jörn Hannemann
So war es im vergangenen Jahr: Nisse Lüneburg grüßt als Sieger. Auf Luca Toni holt er sich bei der OWL Challenge den Großen Preis von Paderborn. Der Sieger 2020 wird sich mit weitaus weniger Applaus zufriedengeben müssen, aber die Challenge soll trotz der Corona-Krise stattfinden. Foto: Jörn Hannemann

Aus dem Drei-Sterne-CSI-Event wird eine Zwei-Sterne-Veranstaltung. Die Riders Tour, die seit 2006 so regelmäßig wie gerne in Paderborn Halt gemacht hat, ist aufgrund der Corona-Pandemie bekanntlich bereits Mitte April abgesagt worden. Statt des Rekordwertes von 17.000 Zuschauern, die im vergangenen Jahr das Gelände säumten, wird wohl nur einigen hundert Reitsportfans Einlass gewährt werden können und doch hält Turnierchef Volker Wulff die Durchführung der OWL Challenge für ein sehr wichtiges Zeichen: „Das Paderborner Turnier hat sich seit jeher als eine sehr gute Adresse für die nationalen und internationalen Reiterinnen erwiesen, dieses Jahr ist sie mehr – ich würde sogar so weit gehen: Mit seiner 18. Auflage und trotz erschwerter Bedingungen für Besucher und Teilnehmer ist das Turnier vielleicht auch ein Licht am Ende des Tunnels. Ich finde es großartig und wichtig, jetzt diesen Schritt zu gehen, steht er doch auch für ein Stück Normalität.“

Rahmenprogramm entfällt

Die Turniergemeinschaft Paderborn und Region, kurz TuPaRe, wird die Veranstaltung nach Kräften unterstützen: „Auch wenn die OWL Challenge nicht als das gewohnte gesellschaftliche Ereignis möglich sein wird, so möchten wir trotzdem etwas für unsere Reitsportler in der Region tun und ihnen unbedingt auch in einem so schwierigen Jahr die Chance geben, sich mit internationalen Reitsportstars zu messen“, sagt der Vorsitzende Meinolf Päsch. Der große Zuspruch von Seiten der Reiter, ob von regionalem, nationalem oder internationalem Format, sei der wesentliche Motor auf dem Weg zu dieser schwierigen Entscheidung gewesen, ergänzt der TuPaRe-Chef. Jetzt steht das Ja für die Challenge, das mit einem Nein für das beliebte Rahmenprogramm verbunden ist. „Die tragenden Säulen des gesellschaftlichen Teils fallen weg. Ob Kunst- und Handwerker-Markt, Empfang, Kindertag oder Showprogramm – das alles wird es nicht geben. Das ist ein harter, aber ein alternativloser Einschnitt“, sagt Päsch.

Bis zu 300 Personen

Ein erstes Hygienekonzept wird nun in Abstimmung mit den Behörden bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Die Stadt, der Veranstalter En Garde Marketing GmbH, die TuPaRe und der Paderborner Bürger-Schützenverein stimmen sich engstmöglich ab. Bürgermeister Michael Dreier freut sich, „dass sich die Organisatoren zuversichtlich und entschlossen zeigen, dass auch diesen September ein Springturnier an der Pader trotz erheblicher Einschränkungen stattfinden wird“, er betont aber auch: „Voraussetzung ist, dass die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden.“ Laut der bis Dienstag, 11. August, verlängerten Coronaschutzverordnung sind in Nordrhein-Westfalen Sportveranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubt. Wie die nächste Entscheidung des Kabinetts ausfällt, vermag aktuell niemand zu sagen und so räumt Meinolf Päsch offen ein: „In der gesamten Zeit der Vorbereitung begleitet uns das Risiko, dass das Turnier doch noch kurzfristig abgesagt werden muss. Keiner kann sagen, wo es den nächsten Hotspot gibt. Die regionalen Vorgaben können sich schnell ändern. Dessen sind wir uns bewusst, dessen ist sich auch der Veranstalter En Garde bewusst.“

Auch in Aachen wird geritten

Mit der Entscheidung, der Coronakrise zu trotzen und doch aufzusatteln sind die Challenge-Verantwortlichen aber nicht alleine. Einige kleinere Turniere im Kreis Paderborn (Delbrück, Westenholz, Salzkotten) hat es bereits gegeben, aber auch in Aachen trauen sie sich. Nach der Absage des CHIO findet in der Soers vom 4. bis 6. September das „Aachen International Jumping“ statt, allerdings nicht im großen Haupt-, sondern im Dressurstadion. Und drei Tage später soll das Augenmerk der Reitsportszene dann ganz auf dem Paderborner Schützenplatz liegen – wenn es das Virus zulässt.

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