1. Baseball-Bundesliga: Untouchables Paderborn erwarten den Nordmeister
Flutlicht-Atmosphäre, Teil zwei

Paderborn (jm). Nach dem gelungenen Einstieg in die 37. Baseball-Bundesligasaison wollen die Untouchables Paderborn am Samstag mit zwei weiteren Heimsiegen nachlegen.

Samstag, 15.08.2020, 05:00 Uhr
„Gut gemacht, Jungs“: Catcher Maurice Bendrien, Daniel Hinz und Co. wollen nach den ersten beiden Heimsiegen gegen die Cologne Cardinals am Samstag gegen den amtierenden Nordmeister Solingen Alligators nachlegen. Beide Partien sind auf sieben Innings begrenzt. Foto: Jörg Manthey
„Gut gemacht, Jungs“: Catcher Maurice Bendrien, Daniel Hinz und Co. wollen nach den ersten beiden Heimsiegen gegen die Cologne Cardinals am Samstag gegen den amtierenden Nordmeister Solingen Alligators nachlegen. Beide Partien sind auf sieben Innings begrenzt. Foto: Jörg Manthey

Im Ahorn-Ballpark werden die Solingen Alligators zum Doppelpack (15.30 Uhr, 19 Uhr) erwartet. Statt der üblichen zweimal neun Innings wirden der Doubleheader an einem Tag auf zweimal sieben Innings begrenzt.

Der von Wayne Ough trainierte Nordmeister erlebte am Wochenende eine böse Überraschung und musste sich beim Aufsteiger Dortmund Wanderers mit einem Split begnügen. Einem mühsamen 2:1 zum Auftakt folgte ein ernüchterndes 4:8 nach 4:2-Vorsprung. Fünf Hits und vier späte Runs verhalfen den Wanderers zum Streich.

So ist davon auszugehen, dass der Gast mit einer großen Lust auf Wiedergutmachung in den Ahorn-Ballpark reist. Denn für alle Bundesligisten gilt gleichermaßen: Diese verkürzte Corona-Saison mit lediglich einer Einfachrunde (sieben Doppelspieltage), Halbfinale und drei Play-offs ist wie ein Sprint. Jedes Spiel ist wichtig, man darf sich keinen Ausrutscher erlauben. „Die werden motiviert sein“, orakelt Untouchables-Headcoach Jendrick Speer, der ebenfalls eine klare Vorstellung hat: „Wir wollen in der Erfolgsspur bleiben und zwei starke Spiele abliefern.“ Personell wird es wohl keine Änderungen geben. Florian Seidel in Spiel eins und Matt Kemp im folgenden Flutlichtspiel werden die Starting Pitcher sein. Dass Speer bloß 14 Akteure aufbieten darf, stößt ihm sauer auf. „Dieser Modus birgt Probleme. Für die Baseball-Entwicklung in Deutschland ist das ein großer Rückschritt. Schade.“ Nimmt man seine drei Pitcher, den Catcher, die drei Spieler im Outfield und vier im Infield plus den Designated Hitter (der für den Werfer schlägt), stehen nur noch zwei Auswechselspieler zur Verfügung. „Da kannst du taktisch nicht hin- und herwechseln. Es darf sich keiner verletzen, keiner rausfliegen.“

Nur sieben Innings

Die Meisterschaft 2019/20 sah die U’s in der Division Nord als „Vize“ hinter Solingen. Jendrick Speer schätzt die Alligatoren nicht unbedingt als die stärkere Mannschaft ein. „Vielmehr haben wir es in der Vergangenheit nicht geschafft, in den wichtigen Spielen unsere Leistung abzurufen.“

Corona hat Solingens Personalplanungen ein bisschen durchkreuzt. Der Amerikaner Shane Priest, der von den Cologne Cardinals wechseln wollte, und Vorjahrescatcher Gerwuins Velazco sind nicht in die Klingenstadt gekommen. Velazcos Position übernimmt mit Fernando Escarra ein Neuzugang vom Deutschen Meister Heidenheim Heideköpfe; ihn hat es berufsbedingt ins Rheinland verschlagen. Möglich, dass der Gegner sich kurzfristig noch verstärkt hat. Eine Wechselfrist gibt es nicht, die Mannschaften können während der ganzen Saison Spieler nachmelden.

Das Hygienekonzept der U’s hat trefflich funktioniert. „Wir werden alles wieder genauso machen“, erklärt Hygienebeauftragter Björn Schonlau. Pro Spiel sind demnach maximal 90 Zuschauer am Hauptfeld zulässig. „Wir würden liebend gerne mehr reinlassen, aber so sind nun mal die behördlichen Vorgaben.“

Für das erste Match ist der Eintritt frei. Danach müssen alle Zuschauer den Ahorn-Ballpark verlassen, und für das Abendspiel haben nur noch jene Zutritt, die im Vorfeld ein Ticket zum Preis von zehn Euro gelöst haben.

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