SC Paderborn U21: Trainer Mitch Kniat hat wieder einen vielversprechenden Kader
Die jungen Wilden sind bereit

Paderborn (WB/MH). Die U21 des SC Paderborn 07 treibt es in dieser Saison auf die Spitze. Der neue Kader des Fußball-Oberligisten hat ein Durchschnittsalter von unter 20 Jahren. Der älteste Spieler im Stammkader ist 21 Jahre alt.

Mittwoch, 19.08.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 05:03 Uhr
Neu beim Fußball-Oberligisten SC Paderborn U21, ninten von links: Co-Trainer Daniel Jara Cortina, Florian Wendt, Justus Henke, Edward Ayertey, Lukas Gockel, Martin Ens, Joe Muscatt und Trainer Mitch Kniat. Hockend von links: Gianni Azzinnari, Luis Hillemeier, Daniel Grgic, Wladimir Wagner und Luis Ortmann. Foto:
Neu beim Fußball-Oberligisten SC Paderborn U21, ninten von links: Co-Trainer Daniel Jara Cortina, Florian Wendt, Justus Henke, Edward Ayertey, Lukas Gockel, Martin Ens, Joe Muscatt und Trainer Mitch Kniat. Hockend von links: Gianni Azzinnari, Luis Hillemeier, Daniel Grgic, Wladimir Wagner und Luis Ortmann.

Trainer Mitch Kniat ist sehr zufrieden mit dem aktuellen Stand der Sommervorbereitung. „Es macht unheimlich viel Spaß. Einerseits haben nach der langen Corona-Pause alle Bock auf Fußball, andererseits habe ich charakterlich wieder richtig gute Jungs im Kader, die lern- und leistungswillig sind. Wir sind schon jetzt heiß auf den ersten Spieltag“, sagt Kniat. Mit Lukas Gockel, Daniel Grgic, Justus Henke, Martin Ens, Wladimir Wagner, Florian Wendt, Gianni Azzinnari sowie Luis Ortmann kommen alle acht Neuzugänge aus der eigenen U19.

Sergio Gucciardo zurück

Sergio Gucciardo ist nach seiner eher glücklosen Ausleihe zurück vom SV Lippstadt. Weitere externe Neuzugänge sind derzeit nicht zu erwarten, selbst wenn dafür noch Zeit ist. Wie in den vorigen Spielzeiten auch werden Spieler aus den Reihen der Profis den Kader an Spieltagen auffüllen. Eine längere Eingewöhnungszeit an den Seniorenfußball gönnt Kniat seinem jungen Team nicht: „Sie sind alle top ausgebildet. Außerdem haben wir eine klare Spielphilosophie im Verein, so dass es keine lange Zeit braucht, um sich zu gewöhnen. Wir geben Vollgas.“

Einzig die erhöhte Körperlichkeit der Gegenspieler sei ein Punkt, der für die jungen Kräfte gewöhnungsbedürftig ist. „Aber auch das machen die Jungs gut, wie man an unserem 3:2-Sieg im Testspiel beim Nord-Regionalligisten FC Obernauland gesehen hat“, so Kniat. Der 34-Jährige, der beim SCP in seine vierte Saison als U21-Trainer geht, macht sich deshalb auch keine größeren Gedanken über die aktuelle Unruhe, die in der Oberliga herrscht. Zahlreiche Vereine haben sich einer Protestinitiative des ASC Dortmund angeschlossen. Sie beklagen sich über die hohe Anzahl von fünf Absteigern, welche je nach Konstellation in der Regionalliga sogar auf sieben Absteiger ansteigen könnte. Eine Folge des coronabedingten Abbruchs der Saison 2019/20, wodurch die bislang 18 Teams fassende Oberliga auf 21 Mannschaften aufgestockt worden ist. „Wir schauen nicht auf Platzierungen, wir wollen die Jungs entwickeln und möglichst viele an den Profikader heranführen. Dass wir dafür weiter in der Oberliga spielen wollen, ist klar. Die Qualität dafür haben wir, um es sportlich zu schaffen“, ist Kniat überzeugt.

Paradebeispiel Schallenberg

Ein Paradebeispiel für den Paderborner Nachwuchsweg ist Ron Schallenberg. Der 21-Jährige spielte bis zur Saison 2017/18 in der zweiten Mannschaft des SCP und wurde dann zum damaligen Regionalligisten SC Verl ausgeliehen. Diesen schoss er vor wenigen Wochen mit seinem Treffer zum 1:1 in der Aufstiegsrelegation gegen Lokomotive Leipzig in die Dritte Liga und kehrte daraufhin als festes Mitglied im Profikader zum SCP zurück. „Ron ist ein Vorbild für unsere Jungs. Sein Name ist Gesprächsthema in der Kabine. Meine Spieler wissen, was sie hier mit viel Arbeit erreichen können, und sind bereit dazu“, meint Kniat.

Cortina hält Kniat den Rücken frei

Ein weiteres Beispiel ist Dominik Bilogrevic, der aktuell zum Regionalligisten Bonner SC verliehen worden ist, um sich dort weiterzuentwickeln. Jesse Edem Tugbenyo steht noch im Kader der U21, trainiert aber ebenso bei den Profis mit. Weiterentwickeln können sich in Paderborn aber nicht nur die Spieler, sondern auch die Trainertalente. Kniat absolviert wie berichtet an der Sportschule in Hennef den Lehrgang zum Fußballlehrer. Eine Doppelbelastung zwar, doch das scheint kein Problem: „Ich habe mit Daniel Cortina einen überragenden Co-Trainer, der die Einheiten unter der Woche auf gleichem Niveau fortführt, wenn ich nicht da bin. Er hält mir den Rücken frei, das ist super“, dankt Kniat seinem Co. Der Spielerrat mit Kapitän Ioannis Tsingos sowie den beiden Stellvertretern Luka Driller und Tugbenyo steht bereits fest.

Am ersten Spieltag der neuen Saison muss der Paderborner Profinachwuchs zur TSG Sprockhövel. Die Liga hat sich durch die vielen neuen Teams verändert. Mit der SG Wattenscheid und der TuS Haltern gibt es namhafte Regionalligaabsteiger. Die SpVgg Vreden, Victoria Clarholz und die SG Finnentrop-Barnenohl 12/27 sind zu beachtende Westfalenligaaufsteiger. Kniat ist aber auch hier pragmatisch: „Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Wir nehmen die Gegner, wie sie gerade kommen.“

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