DSC-Damen überraschen den SC Borchen, die Herren besiegen den Hövelhofer SV
Alles in Delbrücker Hand

Marienloh (WB/en/kroc). Das gab es noch nie: Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren heißt der Kreispokalsieger Delbrücker SC. Während der Erfolg des Westfalenligisten über den Landesligisten Hövelhofer SV (4:1) erwartet worden war, sorgte das junge Frauenteam des DSC für eine große Überraschung, indem es den zuletzt sechsmal in Serie erfolgreichen und eine Klasse höher kickenden SC Borchen mit 1:0 besiegte.

Sonntag, 30.08.2020, 21:01 Uhr aktualisiert: 30.08.2020, 21:16 Uhr
So sehen Siegerinnen aus: Delbrücks Beate Austerschmidt (links) und Anna Lummer bringen Pokal und Medaillen Foto: Tim Feldmann
So sehen Siegerinnen aus: Delbrücks Beate Austerschmidt (links) und Anna Lummer bringen Pokal und Medaillen Foto: Tim Feldmann

Delbrücker SC - Hövelhofer SV 4:1 (2:1). Die Begegnung begann mit einem „Ausgerechnet“, denn es war der ehemalige Delbrücker und Neu-Hövelhofer Sergio Taveira Pinto, der den HSV in Führung brachte (13.). Doch die Antworten des Favoriten ließen nicht lange auf sich warten. Mit einem Doppelschlag wendeten Pat­ryk Plucinski (24./Foulelfmeter) und Lennard Rolf (25.) das Blatt. In der zweiten Halbzeit hatten die Delbrücker das Geschehen dann jederzeit im Griff und legten zwei weitere Tore nach. Erst schob Niklas Huschen den Ball nach Vorarbeit von Dustin Gräwe über die Linie (63.). Dann (76.) stellte Jannik Welkener den Endstand her.

Der Delbrücker SC feiert den doppelten Kreispokal-Triumph

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  • Foto: Elmar Neumann und Tim Feldmann
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„Wir haben es uns am Anfang etwas schwer gemacht, letztendlich aber völlig verdient gewonnen. Wir haben nach dem Rückstand eine gute Reaktion gezeigt und hätten sogar noch das eine oder andere Tor mehr machen können“, sagte DSC-Trainer Detlev Dammeier. Hövelhofs Coach Björn Schmidt nahm die Niederlage mit angemessener Gelassenheit hin: „Ich hätte mir schon gewünscht, dass wir das Spiel etwas länger offen halten. Nach dem 1:2 war ein kleiner Bruch im Spiel meiner Mannschaft und zur zweiten Halbzeit muss man sagen, dass sich Delbrück da einfach als die klar reifere Mannschaft gezeigt hat.“

Schwede lässt DSC-Damen jubeln

Delbrücker SC - SC Borchen 1:0 (0:0). Erstmalig seit 2009, als der Kreispokalsieger SV Benhausen hieß, durfte sich wieder eine andere Mannschaft aus dem Kreis Paderborn als Borchen über den Titelgewinn freuen (2013 ging der Pokal an den SV Ottbergen-Bruchhausen/Kreis Höxter). Zwar war der Landesligist die feldüberlegene Mannschaft, doch das Team von Trainer Levent Yönek biss sich an der starken Delbrücker Hintermannschaft die Zähne aus, so dass Torchancen Mangelware blieben. Ein bisschen Glück benötigte der Underdog aber auch: Vor der Pause traf Charlotte Nolte die Latte, kurz nach Wiederbeginn hätte Merle Liedmeier auf 1:0 für Borchen stellen können. Dann aber war es in der 59. Minute Delbrücks Jana Schwede, die mit einem Fernschuss das Tor des Tages erzielte.

Besonderer Sieg für Lübbert

So jubelte auch am Ende tatsächlich der Außenseiter, trainiert von Ralf Lübbert, der bekanntlich neuneinhalb Jahre lang auf der Borchener Bank das Sagen hatte. „Es hat uns natürlich extrem geholfen, dass ich das Borchener Team aus dem Effeff kenne. Wir haben defensiv sehr stabil gestanden und nicht unverdient gewonnen“, sagte Lübbert, der nach Benhausen und Borchen nun schon mit einem dritten Team den Pokal geholt hat: „Sich als Bezirksligist im Halbfinale und Finale gegen zwei Landesligisten durchgesetzt zu haben, macht diesen Pokalsieg aber zu etwas ganz Besonderem.“

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