Volleyball: Die Damen von VoR Paderborn starten mit einem Heimspiel gegen Münster
Neuling backt kleine Brötchen

Paderborn (WB). Die Damen von VoR Paderborn starten am Sonntag (16 Uhr, Pelizaeus-Halle) mit einem Heimspiel gegen den USC Münster II in ihre erste Saison in der 3. Liga West.

Freitag, 04.09.2020, 05:00 Uhr
Drittliga-Aufsteiger VoR Paderborn: (oben von links) Xenia Surkov, Anna Leweling, Carina Ahlers, Senta Barke, Dana Paperkorn, (Mitte von links) Malin Griesel, Viktoria Mirvoda, Maja Pollkläsener, Rebecca Schnitker, (vorne von links) Jana Hölscher, Adelina Emich, Jenny Saporowski, Milla Rust, Nele Horenkamp. Foto: Stefan Hoppe
Drittliga-Aufsteiger VoR Paderborn: (oben von links) Xenia Surkov, Anna Leweling, Carina Ahlers, Senta Barke, Dana Paperkorn, (Mitte von links) Malin Griesel, Viktoria Mirvoda, Maja Pollkläsener, Rebecca Schnitker, (vorne von links) Jana Hölscher, Adelina Emich, Jenny Saporowski, Milla Rust, Nele Horenkamp. Foto: Stefan Hoppe

Das oberste Ziel des Aufsteigers um Trainer Alexandros Sarmas ist der Klassenerhalt. „Da müssen wir erst einmal kleine Brötchen backen und uns zurechtfinden“, meint VoR-Pressesprecher Maurice Fröhleke. Zumal die anstehende Saison keine normale werden wird. Wegen der großen 14er-Staffel – coronabedingt gab es nach der abgebrochenen Spielzeit im Frühjahr einen vermehrten Aufstieg – wird es vier direkte Absteiger geben.

Bevor aber die neue Serie beginnt, ein Blick zurück: VoR Paderborn lag beim vorzeitigen Ende der Spielzeit 2019/2020 bei einem Spiel weniger als der Spitzenreiter an zweiter Stelle hinter dem TSV Bayer Leverkusen II, hätte den Aufstieg aber aus eigener Kraft schaffen können und erhielt ebenso wie die Leverkusener das Aufstiegsrecht. „Auf den Aufstieg in die 3. Liga haben wir schon hingearbeitet, aber dann kam er doch etwas überraschend“, so Fröhleke.

Ausbildung steht im Vordergrund

Tatsächlich ist es keine Überraschung, dass die 1. Damen nun in der dritthöchsten deutschen Volleyball-Liga aufschlagen. Der Kern des Kaders spielt seit Jahren zusammen und hat den Weg von der Verbandsliga bis in Liga drei mitgemacht. Trotzdem ist VoR Paderborn eine junge Mannschaft, sieht das Konzept des Vereins in erster Linie ja auch die Ausbildung junger Volleyballer vor. Das gelang und gelingt so gut, dass immer mal wieder Spielerinnen abgegeben werden. Meist in Richtung des Volleyball-Stützpunkts in Münster, aber auch, wie dieses Jahr geschehen, zum Bundesleistungsstützpunkt Berlin. Zuspielerin und Jugendnationalspielerin Sophia Schefner wollte der Bundestrainer gerne in der Hauptstadt haben und natürlich wollte VoR ihr diesen Traum erfüllen. Schefner bleibt ihrem Stammverein aber erhalten, da sie noch im Jugendbereich für Paderborn spielen wird. Da auch die zweite Stellspielerin, Svenja Strumpen, nicht mehr im Drittliga-Kader steht, könnte man meinen, auf der Position der Spielgestalterin hat VoR ein Problem, wenn nicht gegen Ende der Regionalliga-Saison die zuvor angestammte Zuspielerin Milla Rust von einem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt wäre.

Personelle Kontinuität ist das Plus

Überhaupt ist die personelle Kontinuität das große Plus von VoR. Drei Abgängen stehen mehrere Zugänge gegenüber, die alle schon für VoR gespielt haben. Darunter ist mit Anna Leweling die Hauptangreiferin früherer Spielzeiten. Leweling war in Florida in der College-Liga aktiv „und hat sicher sogar Qualitäten, in Deutschland in der 2. Liga zu spielen“, meint Fröhleke.

Der aktuelle VoR-Kader könnte also wieder für eine Überraschung gut sein, würde ihn nicht auch die allgemeine Verunsicherung treffen. „Wie allen anderen Mannschaften fehlt uns ein Monat Vorbereitungszeit“, berichtet Fröhleke. Nachdem die Paderbornerinnen zunächst draußen auf Sand aktiv waren, durften sie Ende Juli – zunächst in Kleingruppen – wieder in der Halle trainieren. Testspiele waren diesen Sommer selten. Gegen den Regionalliga-Rivalen der vorigen Saison, den TuS Herten, gewann VoR ebenso 4:0 wie gegen den VCO Münster, der mit den Jahrgängen 2004/2005 aufgelaufen war. Am vergangenen Wochenende absolvierte der Aufsteiger dann noch ein Trainingslager in Essen. Zum Saisonstart sind alle Spielerinnen topfit. „Die Partie gegen Münster wird gleich eine Standortbestimmung. Münster II ist nämlich eine Wundertüte, da können auch ehemalige Nationalspielerinnen aufgeboten werden“, sagt Fröhleke.

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