Untouchables erwarten am letzten Heimspieltag den punktgleichen Verfolger Dohren
Der Plan: Einzug ins Halbfinale sichern

Paderborn (WB/jm). Die Gruppenphase in der Baseball-Bundesliga neigt sich dem Ende zu, und für die Untouchables Paderborn ist aus eigener Kraft weiterhin alles machbar .

Freitag, 11.09.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 05:02 Uhr
Benjamin Thaqi hofft gegen die Dohren Wild Farmers auf einen guten Tag. Er soll im zweiten Match als Starting Pitcher auf dem Mound stehen. Foto: Jörg Manthey
Benjamin Thaqi hofft gegen die Dohren Wild Farmers auf einen guten Tag. Er soll im zweiten Match als Starting Pitcher auf dem Mound stehen. Foto: Jörg Manthey

Am Samstag (12 Uhr und 15.30 Uhr, zweimal sieben Innings) steht für die U‘s der letzte reguläre Heim-Doppelspieltag im Ahorn-Ballpark an. Die Mannschaft von Headcoach Jendrick Speer bekommt es mit den Dohren Wild Farmers zu tun. Es geht um den Einzug ins Halbfinale! Erstmals sind maximal 150 Zuschauer am Hauptfeld zulässig. Solche Kulisse bürgt für eine gesteigerte Stimmung. „Die Ausgangslage ist sehr gut. Zwei Siege, und wir sind drin . Das ist eine Chance und auch das, was wir wollen. Dazu gehört aber, dass wir eine richtig starke und hochkonzentrierte Leistung abrufen“, sagt Headcoach Jendrick Speer. Der gibt nach den Rotationen der Vorwochen diesmal dem erfahrenen Personal den Vorrang. So ist Matt Kemp wieder erster Pitcher, Benjamin Thaqi soll im zweiten Match anfangen.

Spannung ist garantiert, schließlich ist der Gegner ein direkter Konkurrent um den Einzug ins Halbfinale. Beide Teams weisen zwei Niederlagen auf, wobei Dohren zwei Spiele weniger bestritten hat. Die Untouchables konnten in der Tabelle zu Rang eins aufschließen, weil sie vom Split zwischen den Wild Farmers und dem Spitzenreiter Bonn Capitals profitierten. Der ist am 20. September Paderborns letzter Vorrundengegner. Dohren hat mit Solingen und Dortmund das vermeintlich leichtere Restprogramm.

Aufpassen auf Matusevicius

Dohrens litauischer Nationalspieler Edvardas Matusevicius überzeugte beim Streich gegen Bonn am Schlagmal mit insgesamt drei Hits in drei At-Bats. Zwei Mal schlug er dabei das Spielgerät über die Spielfeldbegrenzung und sicherte sich fünf RBI’s. Am Ende band der Pitcher vom Mound aus mit zwei Strikeouts den Sack zu zum 6:4-Sieg der Wild Farmers; Bonns bislang einzige Saisonpleite. Speer mahnt: „Edvardas ist ein richtig starker Unterschied-Spieler, offensiv wie defensiv. Ihn müssen wir auf dem Schirm haben.“

In Dohren wird seit 30 Jahren Baseball gespielt. Die Jubiläumssaison hält für den Gast ein bisschen Wehmut bereit, denn US-Spielertrainer Caleb Fenimore, ein klasse Schlagmann, wird den Verein nach sechs Jahren verlassen und daheim in Indiana einen Baseballcoachjob annehmen. Speer: „Dohrens großes Plus ist, dass sie ein echtes Team sind. Damit holen sie viel raus.“ Die „wilden Landwirte“ sind übrigens der einzige Verein in der ersten und zweiten Baseball-Bundesliga, der seine Baseballschläger selbst herstellt.

In der Südstaffel stehen die beiden DM-Endrundenteilnehmer bereits vorzeitig fest. Die Heidenheim Heideköpfe und die Regensburg Legionäre können für ein weiteres Aufeinandertreffen in den Play-offs planen.

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