3. Liga: Delbrücks Herren verlieren 2:3, VoR-Damen im Eiltempo zum ersten Sieg
Eklatante Annahmefehler

Delbrück/Paderborn (WB). In der 3. Volleyball-Liga West haben die Damen des Aufsteigers VoR Paderborn am zweiten Spieltag ihren ersten Sieg gefeiert, derweil die Herren der DJK Delbrück bei ihrem Saison-Heimauftakt mit 2:3 den Kürzeren zogen.

Montag, 14.09.2020, 03:00 Uhr
Der DJK-Block ist hier nur zweiter Sieger: Christian Wuttke-Ziller (links) und Niklas Hinz.strecken sich vergebens. Foto: Markus Schlotjunker
Der DJK-Block ist hier nur zweiter Sieger: Christian Wuttke-Ziller (links) und Niklas Hinz.strecken sich vergebens. Foto: Markus Schlotjunker

DJK Delbrück - TSV Giesen Grizzlys II 2:3 (18:25, 26:24, 16:25, 25:22, 9:15). Delbrücks Trainer Uli Kussin hatte vor dem Spiel vor dem Aufsteiger aus Hildesheim gewarnt – und sollte damit Recht behalten. Während sich die Gastgeber vor leeren Rängen – es war das erste „Geisterspiel“ in der Geschichte der DJK-Volleyballer – zu Beginn der Partie schwer taten, sah das beim Liga-Neuling ruhig und abgeklärt aus. Aber die Delbrücker mussten auch mit personellen Umstellungen zurechtkommen. Neben Maximilian Protte fehlte kurzfristig auch der erkrankte Benjamin Hunke und damit zweimal viel Erfahrung. Die DJK lag schnell recht deutlich im Rückstand (2:7) und konnte das nicht mehr wettmachen. Im zweiten Satz lief es besser. Delbrück führte 3:0, fiel danach zwar zurück, blieb aber dran und ließ sich durch einen abermaligen 11:16-Rückstand nicht irritieren. Christian Wuttke-Ziller verwandelte den zweiten Satzball zum 1:1.

Positiv war unser neuer Libero Johannes Wunder.

Uli Kussin

Im dritten Durchgang machten die Gastgeber so weiter. Nun hatten sie Zugriff aufs Spiel und setzten die Giesener so unter Druck, dass diesen plötzlich Fehler unterliefen. Bis zum 9:6 im dritten Satz sah alles gut aus. Doch dann kassierte die DJK eine 1:9-Serie (10:16); der Satz war gelaufen. Uli Kussin hatte schon im zweiten Satz damit angefangen zu wechseln, doch auch die Youngster Finn Luca Heinemann und Andreas Duschik, die unter anderem aufs Feld kamen, konnten den Negativtrend nicht stoppen. Erst im vierten Satz ging es wieder aufwärts. Delbrück blieb in dem engen Satz immer am Gegner dran und behielt in der Crunchtime die Nerven. Im folgenden Tiebreak sah die DJK beim Zwischenstand von 7:4 schon wie der Sieger aus, doch drei eklatante Annahmefehler brachten Giesen zurück ins Match. Dreimal waren sich zwei Delbrücker (die allerdings auch so noch nie nebeneinander gespielt hatten), nicht einig, wer den Ball annehmen sollte. Dreimal fiel er zwischen den beiden auf den Boden (7:7). Der Faden war gerissen, die Gastgeber fielen bis auf 8:12 zurück und verloren das Spiel. „Positiv war unser neuer Libero Johannes Wunder und ebenso die Leistung unserer ganz jungen Spieler, negativ unsere vielen Fehler im Angriff, wo uns auch die Durchschlagskraft fehlte. Zudem hatten wir keine Konstanz in unserem Spiel“, resümierte Uli Kussin.

DJK: Janzen, Duschik, Heinemann, Grodde, Steinbrück, Wuttke-Ziller, Leppin, Hinz, Wunder, Wienhues, Richter, von Soldenhoff

Damen machen Tempo

SF Aligse - VoR Paderborn 0:3 (22:25, 15:25, 17:25). Im ersten Auswärtsspiel nach dem Aufstieg in die 3. Liga hat sich der Volleyball-Regionalkader den ersten Dreier geholt – und in was für einem Tempo! Der Liga-Neuling brauchte bloß 71 Minuten, um die Sportfreunde Aligse glatt mit 3:0 zu schlagen. Zwar gingen die Gastgeberinnen mit 3:0 in Führung, aber Paderborn konterte erstmals zum 10:8. Danach schob sich Aligse erneut knapp nach vorne (17:14) und schien beim 22:20 dem 1:0 nahe, als die Paderbornerinnen ihnen mit fünf Punkten in Folge zum 25:22 den Satz noch abnahmen. Danach lief es für den Aufsteiger wie aus einem Guss. Im zweiten Durchgang ging VoR mit 7:3 in Front und holte sich unangefochten über 18:10 und 23:13 das 2:0. Ähnliches Bild im dritten Satz, als die Gäste ihre flotte 3:0-Führung auf 12:6 ausbauten. Beim 24:16 besaßen sie acht Matchbälle, von denen der zweite genutzt wurde. An ihrer früheren Wirkungsstätte wurde Paderborns Senta Barke zur wertvollsten Spielerin (MVP) gekürt.

VoR: Ahlers, Barke, Emich, Griese, Hölscher, Leweling, Mirvoda, Peperkorn, Pollkläsener, Reinhold, Saporowski, Schnitker, Surkov, Dessin

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