Philipp Schulze Topp­hoff siegt im Großen Preis von Paderborn
Einfach ruhig bleiben

Paderborn (WB). „Entweder richtig oder gar nicht“: Mit diesem Gedanken ist Philipp Schulze Topp­hoff ins Stechen des Großen Preises in Paderborn geritten. Der 22-Jährige wählte Variante eins und lag damit goldrichtig. Auf Concordess NRW siegte er in der Hauptprüfung der OWL-Challenge auf dem Paderborner Schützenplatz.

Montag, 14.09.2020, 07:02 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 07:06 Uhr
Philipp Schulze Topphoff und Concordess NRW gewinnen den Großen Preis von Paderborn. Foto: Oliver Schwabe
Philipp Schulze Topphoff und Concordess NRW gewinnen den Großen Preis von Paderborn. Foto: Oliver Schwabe

In den vergangenen Turnier-Wochen wollte es für Philipp Schulze Topp­hoff nicht so recht klappen: „Ich hatte so oft einen dummen Fehler.“ Zuletzt am Freitag beim Auftaktspringen der großen Tour in Paderborn, in dem er mit Concordess zwar schnell unterwegs war, dabei allerdings einen Abwurf kassierte. Aber er wusste auch: „Ich musste einfach ruhig bleiben und dran bleiben, dann geht es auch wieder anders.“

Schnittiger Weg zum letzten Hindernis

So geschehen am Sonntag im Großen Preis des in Corona-Zeiten nur noch mit zwei Sternen dekorierten Springturniers. Seine zehnjährige Schimmelstute, das spürte er, war gut drauf und wollte keinen Fehler machen. Und genau für diesen Fall hatte sich der U21-Europameister von 2019 einen besonders kurzen und schnittigen Weg zum letzten Hindernis überlegt. „Den hat vor mir noch keiner gewagt“, sagte Schulze Topp­hoff. Sein Mut wurde belohnt. Dem bis dahin führenden Philip Rüping, der auf Casallco eine Nullrunde in 37,01 Sekunden hingelegt hatte, nahm er mit seinen 36,58 Sekunden fast eine halbe Sekunde ab.

Philipp Schulze Topphoff gewinnt den großen Preis der DKB in Paderborn

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Den gleichen Weg, den Philipp Schulze Topphoff riskiert hatte, schlug auch Thibault Philippaerts auf Aqaba de Leau als letzter der zwölf Starter im Stechen ein, ganz so flüssig gelang ihm die enge Wendung allerdings nicht. Der Belgier landete mit 37,16 Sekunden am Ende auf dem Bronzerang.

Bereits am Samstag riss die Pechsträhne von Philipp Schulze Topphoff im Springen der Großen Tour. Mit seinem Nachwuchspferd Clemens de la Lande, gezogen und im Besitz von Renate Nixdorf, platzierte er sich an fünfter Stelle. Den Sieg holte Jörne Sprehe auf Solero vor dem zweifachen niederländischen Mannschafts-Weltmeister Gerco Schröder auf Glock’s Debalia und Jens Wawrauschek auf Classic.

Standort Paderborn könne nur mit Kontinuität erhalten werden

Für den Abschluss der Challenge zeichneten die regionalen Reiter verantwortlich. In der Team-Trophy setzte sich der Kreisreiterverband Warburg-Höxter mit Lisa Mahlmann, Anncatrin Redder, Sarah Erkelenz und Markus Friedel vor den Gastgebern aus Paderborn mit Markus Engelhard, Caroline Clemens, Henning Athens und Matthias Berenbrinker durch.

Dass in Paderborn überhaupt geritten werden konnte, sei laut Turnierchef Volker Wulff vor allem der Deutschen Kreditbank zu verdanken, „die sehr nennenswert eingesprungen ist“. Auch einige weitere Sponsoren seien geblieben. „Wir gehen zwar mit einem kleinen Minus hier raus, wollten das Turnier aber unbedingt durchführen“, sagte der Geschäftsführer der veranstaltenden Agentur En Garde, für die die OWL-Challenge nach Leipzig im Januar das zweite und letzte Turnier in diesem Jahr war. Denn der Standort Paderborn könne nur mit Kontinuität erhalten werden.

Das sieht auch Meinolf Päsch so: „Es war auf jeden Fall richtig, das Turnier durchzuführen“, sagte der Vorsitzende der Turniergemeinschaft Paderborn und Region. „Internationale ebenso wie regionale Reiter haben uns viel Wertschätzung entgegengebracht dafür, dass wir ihnen hier die Möglichkeit gegeben haben, reiten zu können.“ Damit verknüpft Päsch eine große Hoffnung: „Dass sie alle Paderborn nicht vergessen, wenn alle Turniere wieder unter normalen Rahmenbedingungen veranstaltet werden.“

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