Das Ziel des SC Paderborn 07 in der U17-Bundesliga lautet Klassenerhalt
„Wir haben 16 Endspiele“

Paderborn (WB). Sie müssen sich von allen Fußballmannschaften im Kreis Paderborn am längsten gedulden, aber das Warten lohnt sich. Am Sonntag, 20. September, startet die U17 des SC Paderborn mit einem Heimspiel gegen den VfL Bochum (Anstoß 15 Uhr, TNLZ) in die neue Saison der Bundesliga West.

Donnerstag, 17.09.2020, 10:11 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 10:24 Uhr
U17-Coach Oliver Döking (links) und sein neuer Co-Trainer Oliver Brocke freuen sich auf die Bundesliga-Saison. Foto: SC Paderborn
U17-Coach Oliver Döking (links) und sein neuer Co-Trainer Oliver Brocke freuen sich auf die Bundesliga-Saison. Foto: SC Paderborn

„Die Vorbereitung war mit gut zwei Monaten außergewöhnlich lang, aber ich denke, dass wir die Zeit optimal genutzt haben. Die Vorfreude sowohl bei den Spielern als auch bei uns Trainern ist riesengroß. Wir wollen das maximal Mögliche herausholen“, sagt Trainer Oliver Döking.

Im März ist schon Schluss

Der Aufsteiger ist heiß, weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe. Denn aufgrund der Aufstockung auf 17 Vereine wird es am Ende der Spielzeit vier Absteiger geben. Gespielt wird aufgrund der Corona-Pandemie nur eine Einfachrunde mit acht Heim- und acht Auswärtsspielen, der letzte Spieltag steigt bereits am 20. März. „Wir haben 16 Endspiele. Die große Herausforderung besteht darin, dass die Jungs ganz schnell ihre Fehler verarbeiten und aus ihnen lernen müssen. Neben der Entwicklung wollen wir natürlich auch die Ergebnisse nicht vernachlässigen, um unser Ziel Klassenerhalt zu erreichen“, sagt Döking und sieht im Ligaver­bleib ein durchaus realistisches Ziel für den Aufsteiger: „Auch wenn einige sagen werden, dass wir viele Vorbereitungsspiele verloren haben, da waren ganz bewusst hochkarätige Gegner dabei. Ich bin der Meinung, dass wir uns mit einigen Mannschaften aus unserer Staffel mindestens auf Augenhöhe befinden wenn nicht sogar besser sind als sie.“

Döking, der mit dem ehemaligen SCPer Oliver Brocke (zuvor fünf Jahre beim Senioren-A-Ligisten Hövelhofer SV auf der Bank), einen neuen Co-Trainer an seiner Seite hat, legte sich während der Sommerpause einen Kurzhaarschnitt zu und veränderte sein Aussehen. Die Mannschaft soll ihren Stil beibehalten, auch wenn sich das Spiel an sich aufgrund der gestiegenen Klasse der Konkurrenten verschieben wird. Heißt: Der SCP wird längst nicht mehr so viel Ballbesitz haben wie in der Westfalenliga.

Der mit 26 Jahren jüngste Trainer der Liga setzt auf Zusammenhalt und Teamgeist, macht aber keinen Hehl daraus, dass er mit dem Saisonmodus nicht viel anfangen kann. „Ich verstehe, dass es aufgrund von Corona einen Puffer geben muss, aber interessanterweise können die unteren Jugendligen bis zum 30. Mai spielen und unsere U21 absolviert in der Oberliga 40 Partien. Die U17-Nationalspieler bekommen durch die Youth League und die Länderspiele auf ihre Einsätze, aber die anderen? Wenn sich jemand verletzt, hat er vielleicht nur zehn oder zwölf Spiele und soll in der Saison danach in der U19-Bundesliga spielen?“

Trainer Oliver Döking übt Kritik

Döking findet’s „inkonsequent und nicht wirklich nachvollziehbar. Der Entwicklung der Jungs ist das jedenfalls nicht förderlich. Du kannst beispielsweise nicht sehen, ob du es im Rückspiel besser gemacht hast als in der Hinrunde. Das fehlt mir als Trainer“.

Die Vorfreude auf die Bundesliga schmälert das aber nicht. „Darauf haben wir hingearbeitet und jetzt geht es endlich ans Eingemachte“, fiebert Döking dem ersten Spiel entgegen. Ein guter Start ist aufgrund der besonderen Konstellation wichtiger denn je.

Die Testspiele: Hombrucher SV (Westfalenliga) 0:1, FC Gießen (Hessenliga) 4:1, Borussia Mönchengladbach (Bundesliga West) 4:2, TSV Havelse (Niedersachsenliga) 6:1, SV Darmstadt 98 (Bundesliga Süd/Südwest) 3:3, SC Verl (Westfalenliga) 2:4, FSV Frankfurt (Bundesliga Süd/Südwest) 0:2, Karlsruher SC (Bundesliga Süd/Südwest) 1:1, Hannover 96 (Bundesliga Nord/Nordost) 0:3, Dynamo Dresden (Bundesliga Nord/Nordost) 3:4, SC Münster 08 (Landesliga) 2:0.

Der Kader

Tor: Nils Laubinger, Nico Willeke Abwehr: Ziad Nas Baris, Moritz Baum, Linus Fink, Mathis Grothe, Linus Horey, Hannes Lake, Marlon Neesen Mittelfeld: Nico Baumann, Julian Lang, Kevin Matulin, Salmin Rebronja Angriff: Alex de Nittis, Özgür Koz, Luca Schober, Joel Vega Zambrano, Joel Westheide Trainer: Oliver Döking Co-Trainer: Oliver Brocke Torwarttrainer: Almin Omeragic Athletiktrainer: Daniel Rellmann

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